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Rust On The Rails - Alles andere als rostig

Dienstag ist Bluerock-Tag im Bremer Club Meisenfrei. Heute hat sich eine neue spannende Band aus den USA angekündigt: Rust On The Rails haben zwar erst ein richtiges Album und eine EP veröffentlicht, sind aber dennoch alte Hasen im Showgeschäft. Sie verschmelzen Blues, Rock, Folk und Americana mit australischen Einflüssen in einer stimmungsvollen und absolut mitreißenden Performance. Wir waren live mit dabei, als der Rost von den Schienen geklopft wurde.


Die Schienen sind rostig, aber führen dennoch beständig und sicher ans Ziel. Rostig bedeutet hier aber lediglich: Nicht blank, nicht glänzend, nicht glattgebügelt. Und das ist gut so. Handgemachte Rockmusik darf – nein, muss! – Ecken und Kanten haben, muss sich direkt den Weg in Herz und Seele des Publikums bahnen, muss es auch einmal durchschütteln wie eine schlechte Wegstrecke. Die Band um den US-Amerikanischen Musiker Cody Beebe und seinen australischen Kollegen Blake Noble macht auf ihrer aktuellen Tour Station in Bremen. Rust On The Rails haben ihr faszinierendes Debütalbum Talisman im Gepäck. Im Koffer war aber zum Glück auch noch Platz für weitere Songs und jede Menge Gitarren, nicht zu vergessen das australische Didgeridoo, das schon vor Konzertbeginn auf der Bühne stehend verrät, dass wir es heute mit einer etwas anderen Band zu tun haben werden.

 

Die Ankündigung des "American Aussie Roots Rock" hat wohl doch einigeBremer neugierig gemacht. So ist der rustikal-gemütliche Rock- und Bluesclub zwar leider längst nicht gefüllt, aber doch ganz ordentlich besucht. Etwa 40 Bluesrock-Fans sitzen oder stehen entspannt an den kleinen Tischen im Dämmerlicht, chillen bei einem Bier an der Theke und warten auf den Auftritt. Fast pünktlich um kurz nach 20 Uhr ist es dann auch soweit. Frontmann Cody Beebe und Blake Noble sowie der Bassist Eric Miller und Schlagzeuger Chris Lucier betreten die kleine Bühne und legen einfach gleich mal los. Eröffnet wird das Konzert mit dem Opener 'Every Little Thing' des Albums, und gleich als Intro kommt dabei das Didgeridoo zum Einsatz und versprüht einen Hauch australischer Stimmung im Club.

 

Die vier Musiker streifen viele verschiedene Genres, die in ihrem Songwriting gekonnt verschmolzen werden. Grundsätzlich spielen Rust On The Rails eine ähnliche Mischung wie viele andere Bands: Bluesrock trifft auf Folk, Americana auf klassischen erdigen Rock. Aber es bleibt ja nicht dabei, werfen die vier Musiker doch immer wieder Elemente des australischen Folks oder auch gerne mal etwas Funk und Gospel mit in den Topf. Ja, sogar ein wenig Pop ist mit dabei, auch wenn die schmelzenden Streichereinlagen des Albums live natürlich fehlen. Blake Noble spielt abwechselnd die beiden akustischen Gitarren (6- und 12-saitig), und bläst teils gleichzeitig noch das tief tönende Didgeridoo. Er benutzt den hölzernen Gitarrenkorpus auch gerne perkussiv und trommelt darauf mit Drummer Chris Lucier um die Wette.

Erfahrungsgemäß ist das Bremer Publikum immer ein wenig zurückhaltend, weiß aber gute Musik auf alle Fälle zu schätzen. Anerkennendes Nicken bei einem kühlen Bier und lautstarker Applaus zeigen, dass der Auftritt den Fans und Stammgästen gefällt. So mancher notiert sich Rust On The Rails auf dem gedanklichen Merkzettel als Band, die man auch beim nächsten Auftritt nicht verpassen sollte.

Die vier Musiker überzeugen auf ganzer Linie. Spielfreude, spannende Arrangements und eine sehr sympathische Art sorgen für gute Laune im Publikum und Andrang beim Merchandise nach der Show. Die groovende und lässige Nummer Abbott And Costello überzeugt live sogar noch mehr als schon auf dem Album. In der Mitte des Konzerts verabschiedet sich die Band kurzzeitig und überlässt Blake Noble allein die Bühne, der drei seiner selbst geschriebenen Instrumentalstücke präsentiert, wobei er später vom zurückkehrenden Drummer unterstützt wird. Er legt sich die 12-saitige Akustikgitarre wie eine Slide Guitar auf den Schoß und spielt in der "Laptapping"-Technik seine durch australische Folklore inspirierte Musik, die bei den Bremern mindestens genauso gut wie der Rest des Programms ankommt. Der von der Ostküste Down Unders aus dem kleinen Ort Byron Bay stammende Gitarrist setzt zusätzlich auch auf dem Didgeridoo wieder gekonnte Akzente. Beim Song 'Tsunami' kehren dann auch Sänger / Gitarrist Cody Beebe und Bassist Eric Miller auf die Bühne zurück und beenden das Stück in einer ausgedehnten Jam-Session, bei der auch mal kurz das berühmte 'Smoke On The Water' Riff mit eingebunden wird.

Eine launige Interpretation des Bob Segers Klassikers 'Turn The Page' schließt sich an, bevor die Band mit dem Instrumental 'Pelican' noch einmal ordentlich Dampf macht. Bei einem Drum-Solo gesellt sich Blake Noble zum Schlagzeuger an das Kit und legt mit Chris Lucier eine wunderbare vierarmiges Rhythmus-Extravaganza auf die Trommelfelle. Zwischendurch dürfen auch Gitarrist und Bassist mal kurz die Instrumente tauschen. Der Schwerpunkt bei der Songauswahl des Abends liegt naturgemäß beim aktuellen Lonplayer "Talisman", aber auch von der EP "November Sky" gibt’s am Ende noch den Track 'Keep It Easy'. Als Zugabe haben sich die Jungs aus Seattle Crutch mit den funkigen Gitarrenriffs ausgesucht, das nicht nur auf dem Album ein Highlight ist. Jemand im Publikum lässt klirrend sein Bierglas fallen. "Are you getting angry?" fragt Cody Beebe. Also schnell noch eine zweite Zugabe gespielt, man will ja niemanden verärgern, auch wenn aus dem Publikum versichert wird, dass das Zerschlagen von Biergläsern in Deutschland ein Zeichen von Respekt wäre. Hoffentlich glauben die Jungs das nicht.

Zwei Sunden ehrliche handgemachte Musik sind wie im Flug vergangen. Es ist der letzte Termin der Deutschlandtour, morgen geht es für die Band weiter nach Belgien. Der Australier Blake Noble wird Deutschland vermissen, wie er erklärt, und Drummer Chris Lucier hat sich in das deutsche Bier verliebt. Gute Voraussetzungen also für Rust On The Rails, wie angekündigt im nächsten Jahr wieder vorbei zu kommen. Das Bremer Meisenfrei hat wieder einmal einen spannenden Bluesrock-Dienstag erlebt, und so sieht man nur glückliche Gesichter, als die Gäste aus dem Club und zurück in die kühle und verregnete Frühlingsnacht strömen.

Setlist Rust On The Rails, Meisenfrei Bremen, 11.04.2017:

Every Little Thing
Trip
Lost And Found
Gimme One Reason
Can You Feel It
Love And Lace
Play The Fool
Abbott And Costello
Secrets
Bunjalung
Out Of Bounds
Tsunami / Jam
Far Cry
Turn The Page (Bob Seger Cover)
Pelican
Keep It Easy
______
Crutch
Medley

Bericht und Fotos: Michael Buch

Eine Fotostrecke zum Konzert findet ihr auch auf unserer Facebook-Seite


 

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Michael
© 04/2017 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Rust On The Rails

Homepage:
- Offizielle Webseite
- offizielle Facebookseite

Artikel:
- Rust On The Rails - Alles andere als rostig
- Rust On The Rails - Australischer Spirit im Southern-Rock

Rezensionen:
- Talisman

Kurzinfos: Bob Seger

Homepage:
- Bob Seger's Official Site


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