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Karl Walterbach - Der Mann, der Heavy Metal machte

Karl Walterbach - ältere Metaller werden sich an diesen Namen erinnern. Er ist eine Legende, die einen großen Teil des Metals in Deutschland zu dem gemacht hat was er ist. Als Walterbach in den 80ern anfing, sich um die Belange deutscher Metalbands zu kümmern, wurden diese Bands zu den innovativen Wegbereitern die noch heute von zigtausenden Metallern als Idole angesehen werden und von zigtausenden Musikern als Inspiration. Kurzum - Karl Walterbach und sein damaliges Label Noise Records sind ein Teil der deutschen Musikgeschichte.

Nun wurde unter dem Namen "Noise Records" Retrospektiven eben dieser Bands veröffentlicht und niemand geringeres als Karl Walterbach selbst kümmert sich um einen Teil der Promotion, schließlich wären alle diese Bands ohne ihn nicht dort, wo sie jetzt stehen. Wirklich "zurück" bei einem Label mit dem Namen "Noise" ist Karl Walterbach aber nicht.
Also ich unterstütze die Neuveröffentlichungskampagne von BMG lediglich mit Interviews. Weiter bin ich da nicht eingebunden. Die NOISE-Rechte liegen ja jetzt bei BMG. In 2001 hatte ich das Label an Sanctuary verkauft, nach deren Konkurs in 2007 erwarb UNIVERSAL die Rechte, machte aber nichts damit und verkaufte diese in 2013 an BMG. Weiter darüber hinaus gehende, tiefgehendere Veröffentlichungen zum Beispiel von vergriffenen Alben wird es aber wohl nicht geben.BMG ist eine Kooperation und soweit denken die nicht. Die bringen jetzt alles nochmal raus was Umsatz verspricht, d.h. alle Seller des NOISE-Labels. Aber BMG gibt sich bei dem, was sie veröffentlichen schon Mühe, da wird mit den Musikern an Fan-Editionen gebastelt.

Der Verkauf des Noise-Labels damals war von der heutigen Zeit betrachtet ja ein ziemlicher Einschnitt, und danach standen gänzlich andere Dinge im Fokus. Bereut Karl Walterbach diesen Schritt im nachhinein, diesen Ausflug in "metalfremde" Gefilde? Nach dem Labelverkauf hatte ich reichlich Geld und das muss irgendwie angelegt werden, daher dann Geschäfte in der Baubranche. Aber da laufen sehr viele Betrüger herum und solch einem hatte ich vertraut - wie auch meine Hausbank. Tja aus Erfahrung wird man klug... Nichtsdestotrotz war auch dieser Rückschlag zwar einschneidend, aber nicht von unendlicher Dauer. Zu den neuen Aktivitäten später mehr... bis dahin sollte man einen der Chefdenker des Genres ruhig mal zurückblicken lassen auf Jahrzehnte des Metals.
Die digitale Revolution hat alles auf den Kopf gestellt. Plattenveröffentlichungen bringen kein Geld mehr für die Bands und sind in der Regel nur noch Marketinginstrumente damit der Live-Bereich angeschoben wird. Für die Labels sind Newcomer heute Hoch-Risiko-Projekte wegen der extrem geschrumpften Margen und der fehlenden Verkaufsdynamik. Es werden daher zumindest von den etablierten Metal-Labels, die international operieren, deutlich weniger Newcomer unter Vertrag genommen. Und diese wenigen werden dann auch noch mit Haut und Haaren geschluckt, d.h. man drückt diesen Bands die berüchtigten 360 Grad-Deals auf. Alle wichtigen Rechtsbereiche sind dann weg. Und wenn nicht ausserordentlicher Erfolg eintritt - was bei der momentanen Marktsituation eher unwahrscheinlich ist - "verhungern" diese Bands. Kontinuierlicher Bandaufbau der für Metal-Bands so wichtig ist, findet nicht mehr statt. Typisch für diese Entwicklung ist der BLUES PILLS-Hype.

 

Von diesen Deals war ja schon früher die Rede, aber heutzutage ist das wohl immer schlimmer geworden. Die heutigen Plattenverträge der etablierten Metal-Labels sind brutal und drehen die Zeit in die 60er zurück, als den Bands grundsätzlich nur einseitige Verträge angeboten wurden. Die Krise macht's möglich! Die Bands müssen verstehen dass die Labels keine Zukunft bieten, die erwerben die Rechte heute und können morgen schon in Konkurs sein (oder verkauft werden), so unstabil ist der Markt. Dann sind nicht nur die Rechte weg, sondern Du bist paralysiert da Du ja aus Sicht der Konkursverwalter zum Firmen-Vermögen (Asset) gehörst. Das kann dann 2-3 Jahre dauern, bis Du weisst woran Du bist. Eine Band überlebt das nicht. Man muss klar sehen dass der Musikmarkt sich in Richtung Service bewegt und die Rechteverwerter -die Labels- sind die aussterbenden Dinosaurier. Service sind Marketing + Promotion-Dienstleistungen, ist Booking, ist Management. Das alte Label-Modell läuft in beschleunigter Weise aus.
Es ist natürlich - eben aufgrund solcher Verträge - sehr schwer, Statements von Bands dazu zu bekommen, die meistens erst mit solchen Dingen herausrücken, wenn sie wieder in Eigenregie arbeiten - oder sich managen lassen, und genau das ist es, was Karl Walterbach jetzt macht.Ich sage als Manager – meinem neuen Arbeitsfeld – das junge Bands sich von der Labelfixierung befreien müssen. DIY flankiert mit einem engagierten Booker, evtl. einem (Personal) Manager sollten die ersten 2 Jahre die Achsen sein, um die sich eine Band dreht. Die Bedeutung der Labels fällt rapide. Noch in diesem Jahrzehnt werden alle grösseren Metal-Labels verschwinden weil sie entweder verkauft wurden oder pleite gehen. NOISE, Roadrunner,Century Media wurden ja schon geschluckt, Sanctuary ging in Konkurs. Die Eigentümer der grossen Labels sind alle nah an den 50 und das ist das Alter zum Ausstieg, insbesondere angesichts des weiteren Marktverfalls vorangetrieben durch Streaming. Das was manche als Glückseligkeit empfinden - per Internet die ganze Welt zu erreichen - kann sich also für klassische Labelarbeit als endgültiger Killer erweisen. Was ist aber mit den digitalen Medien als Plattform, neben der fehlenden nachhaltigen Entwicklung hat doch das Internet und all die neuen Medien auch ein positive Seite, was Promotion angeht? Marketing im digitalen Umfeld ist ausserordentlich komplex geworden und die Magazine haben ihre Meinungsmacher-Funktion verloren. Jedes gekaufte Review wird ja sofort enttarnt wenn man mit einem Klick sich die Musik im Netz reinziehen kann. Das Stichwort hier für die DIY-Strategen ist Awareness und direkte Fan-Interaktion sowie Vernetzung.. Die Bands sind die eine Seite - die Hörer die andere. Viele der alten Helden sind eben das - alt. Es gibt aber auch jede Menge Nachwuchs, sogar bis in den Hipster-Bereich hinein, der sich die eine oder andere neue Scheibe, der man in irgendeiner Form einen Poststempel aufdrücken kann,zu Eigen gemacht hat. Durch das Internet steht selbst den entferntesten Hörern alle Musik der Welt zur Verfügung.

Bei manchen entsteht sicher die Gefahr, dass sie gar nicht mehr wissen, was sie da hören und wie es dazu kam, dass sie so etwas überhaupt hören können. Andere wiederum verarbeiten all diese Inspirationen in dem was sie tun.

Genauso ist es auch bei den Bands, die Karl Walterbach heute managt.Ich betreue ja im Grunde genommen als Manager drei Bands, die alle wesentlich von den 70ern und 80ern beeiflusst sind. Wucan, mit ihrem 70er Jahre Retro Rock, Alpha Tiger, die sich an die 80er anlehnen und auch Hammercult. Da sehe ich hautnah, welchen Einfluss die kreativen Bands dieser vergangenen Jahrzehnte ausüben und welche Faszination. Jungen Musikern erschliesst sich durch die Digitalisierung auf einmal die ganze Weite unserer Musikgeschichte in akustischer Form. Das ist revolutionär. Diese Impulse werden weitreichende Folgen haben und die aktuelle Szene in den kommenden Jahren befruchten. Es geht hier ja nicht ums kopieren, sondern um Inspiration. Die Konsequenz manifestiert sich deutlich LIVE: die Oldtimer sind allesamt "in", und das geht weit über die grossen Namen hinaus. Das Management der neuen Bands ist Herzensangelegenheit....

Karl Walterbach - Der Mann, der Heavy Metal machte Seiten 1 2

 

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