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Von Neuaufnahmen, Comebacks, Überraschungen und Abschieden: Philips Jahresrückblick 2015

Ein großer Schatten liegt über dem Jahr 2015. Die Silhouette lässt Cowboy-Stiefel und einen Hut erkennen, ein markantes Gesicht, in der Hand ein Whiskey-Glas. Mit dem Tod von Motörhead-Frontmann und Rock'n'Roll-Denkmal Lemmy Kilmister endet das Kalenderjahr 2015 denkbar ungünstig. Als hätte der endgültige Abschied von Mötley Crüe nicht schon gereicht. Nachdem ich mir also zunächst lange Zeit ziemlich sicher war, dass 2015 musikalisch gar kein gutes Jahr war, hat dieser Jahresrückblick meine Meinung geändert. Je länger ich über die Inhalte nachdachte, desto mehr musste ich feststellen: 2015 war doch weitestgehend ganz gut für einen Classic- und Hardrock-Fan wie mich.

Es sind seltsame, fast paradoxe Zeiten für Liebhaber des klassischen Hardrock-Sounds. Einerseits trauern sie den glorreichen Jahren nach, den goldenen 70er und 80er Jahren. Andererseits ist die Materialfülle heute größer. Haufenweise Veröffentlichungen aus ebendieser Zeit erscheinen in luxuriösen Neuauflagen. Alte, nie gekannte Aufnahmen sind plötzlich auf DVD erhältlich. Große Bands gehen gefühlt häufiger auf Tournee als damals, spielen ihre größten Alben in voller Länge oder graben plötzlich niemals live gespielte Perlen aus. Aber neue Werke gibt es auch noch.

Dauerhaft im Ohr, im Auge und im Regal

Die positive Überraschung des Jahres ist für mich die Wiederauferstehung von Def Leppard. Im Sommer spielen Leppard eine Tournee, die sie auch durch ausgewählte deutsche Hallen führt. "Ich hatte Tränen in den Augen, das war so geil wie 1987", sagt ein Fan nach dem Konzert in Stuttgart. Auch vor mehr als 20.000 Fans und unter freiem Himmel beim Sweden Rock Festival gehören Def Leppard zu den Höhepunkten. An das neue Album denkt da noch keiner. Die letzten Studiowerke waren einfach zu schwach. Und dann das: "Def Leppard", das erste Album seit sieben Jahren ist ein Volltreffer, Note 1, Album des Monats bei Whiskey-Soda.

 

Außerdem bemerkenswert in 2015: Ghost veröffentlichen mit "Meliora" schon die dritte hervorragende Langspielplatte. Die Fangemeinde wächst. Toto, die AOR-Veteranen von Los Angeles, nehmen ein neues Studioalbum auf. "XIV" klingt erstaunlich vielseitig und thematisiert sogar Glaubenskriege. Richie Kotzen zeigt sich mit dem Album "Cannibals" mal wieder von seiner groovigsten Seite. Die Scorpions veröffentlichen ihr womöglich allerletztes letztes [sic!] Album. Auf "Return To Forever" zeigen sie noch mal, wo der Hammer hängt und wie man Feuerzeuge schwenkt. "Nebenbei" veröffentlicht die Band mit "Forever And A Day" einen hervorragenden Doku-Kinofilm. Daneben machen auch Kansas vor der Kamera eine gute Figur. Ihr Doku-Film "Miracles Out Of Nowhere" erweist sich als filmischer Leckerbissen.

Aus Alt mach Neu

Ein nicht unwichtiger Teil meiner musikalischen Anschaffungen in diesem Jahr sind mal wieder Neuauflagen älterer und mitunter legendärer Alben. Besonders gelungen ist die "30th Anniversary Deluxe Edtion" des Judas Priest-Klassikers "Defenders Of The Faith": das remasterte Album plus hervorragendem Konzertmitschnitt von 1984. So soll es sein. Großartig: Queen mit "A Night At The Odeon", der ersten offiziellen Veröffentlichung eines von der BBC gefilmten Konzerts vom 24. Dezember 1975. Auch sehr gut: Bad Company mit den Deluxe-Neuauflagen ihres Debutalbums und des Nachfolgers "Straight Shooter".

 

Nach neuem Longplayer und Film hauen die Scorpions zum 50. Jubiläum acht Alben aus ihrer Zeit mit Produzent Dieter Dierks raus - als Deluxe Editionen. Das Bonusmaterial treibt Scorpions-Fans die Freudentränen in die Augen. Die neue Abmischung der Originalalben ist aber ein bisschen zu laut geworden. Kurz vorher überrascht Ex-Scorpions-Gitarrist Uli Jon Roth mit seiner Scheibe "Scorpions Revisited" und hervorragend knackigen Neuaufnahmen alter Scorpions-Songs. Wer "Drifting Sun" und "We'll Burn The Sky" noch nicht kennt, sollte spätestens jetzt reinhören.

Live, laut und manchmal schräg

Das reichhaltige Konzertjahr hatte viele Höhepunkte. Gleich zu Beginn strafen Queen & Adam Lambert alle Kritiker ab. Die Kombination aus Altrockern mit extrovertiertem Frontmann funktioniert perfekt, das merken immer mehr Zuschauer. Demnächst werden wieder Stadien beschallt. Tenacious D spielen 2015 die schweißtreibendsten Unplugged-Gigs, die man sich vorstellen kann. Später kommt Kyle mit seiner Kyle Gass Band nach Deutschland und begeistert auch ohne Jack Black. AC/DC sind sowieso über alle Zweifel erhaben. Slash mit Myles Kennedy und den Conspirators bleibt dagegen überraschend blass in diesem Jahr. Von wegen "World On Fire". Auf der "Apocalyptic Love"-Tournee brannte noch die Hütte. Dieses Mal bleibt es seltsam kühl. Vielleicht hat Slash schon Guns N' Roses im Kopf?

 

The Tubes erweisen sich auch nach über 40 Jahren Bandgeschichte noch als sensationeller Geheimtipp. Phänomenal, was Fee Waybill und Co. auf der Bühne für eine Show abziehen. Nicht weniger phänomenal ist auch das, was Altrocker Glenn Hughes aus seiner Kehle holt. Seine Kopfstimme klingt wie zu Deep Purple-Zeiten, ca. 1974. Der Mann ist inzwischen 64! Von solchen Tönen kann David Lee Roth (61) nur träumen. Durch eine glückliche Urlaubsplanung erlebe ich ihn in Florida mit Van Halen. Es wäre ein traumhaftes Konzert gewesen, wenn er die Songs so gesungen hätte, wie sie einst aufgenommen wurden. Doch Dave improvisiert fast jedes Lied und führt den Sprechgesang ein. Ein Eddie Van Halen in Topform kann mir den Abend gerade noch retten.

Auch das hat mich 2015 live begeistert: das Sweden Rock Festival in all seiner Pracht (Sölvesborg), die Foo Fighters (Köln), Kiss (Hamburg, Gelsenkirchen), Saxon (New York City), Billy Idol (Hamburg), Rival Sons, Joe Lynn Turner, Steve Hackett (alle: Hannover), Mötley Crüe (Düsseldorf, siehe weiter unten) und der Altmeister der Filmmusik: Ennio Morricone (Hamburg).

Zum letzten Mal mit Umlaut

Im Dezember muss ich leider gleich zweimmal schlucken. Allen voran über den Tod eines Mannes, der den Rock'n'Roll verkörperte wie kein zweiter. Am 28. Dezember 2015, vier Tage nach seinem 70. Geburtstag, stirbt Lemmy Kilmister. Zweieinhalb Wochen vorher stand er noch in Berlin auf der Bühne, seinem allerletzten Konzert. "Was ist dein Geheimnis, wie bleibst du am Leben", fragte ihn mal ein Fan in dem Film "Lemmy - The Movie". "Ich sterbe einfach nicht", antwortete Lemmy. Man hatte tatsächlich irgendwie angenommen und gehofft, der Motörhead-Frontmann würde ewig leben. Mit seinem Tod ist natürlich auch Motörhead Geschichte - "killed by death" im wahrsten Sinne des Wortes. Berlin bleibt das allerletzte Konzert, "Bad Magic" das letzte Album.

 

Nicht so dramatisch, aber auch ziemlich schwer fällt mir der Abschied von Mötley Crüe. Die Originalbesetzung der einst berüchtigsten Band der Welt spielt am 31. Dezember 2015 ihr allerletztes Konzert in Los Angeles. Sicher. Definitiv. Ohne Zweifel. Das haben Vince, Nikki, Mick und Tommy vertraglich geregelt. Mehrfach unterschrieben quasi. Als hätten sie selbst Zweifel daran gehabt, dass sie wirklich aufhören. Auf ihrer zweijährigen Abschiedstour veranstalten Mötley Crüe vorab noch mal das ganz große Spektakel. Auch in Deutschland fährt Tommy Lee im November kopfüber mit dem Schlagzeug über das Publikum. Das ist ganz, ganz großes Kino. Mehr Rock'n'Roll geht nicht.

So wird das Jahr 2015 also doch gleich in mehrfacher Hinsicht in Erinnerung bleiben - mit Licht und mit Schatten. Und mit viel guter Musik.

Fotos: Philip Dethlefs
1. Def Leppard/Sweden Rock Festival, Sölvesborg 2015
2. Ghost/Sweden Rock Festival, Sölvesborg 2015
3. Judas Priest/Sweden Rock Festival, Sölvesborg 2015
4. Van Halen/Tampa 2015
5. Queen & Adam Lambert/Hamburg 2015
6. The Tubes/Hamburg 2015
7. Motörhead/Sweden Rock Festival, Sölvesborg 2012
8. Mötley Crüe/Düsseldorf 2015


 

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Philip
© 01/2016 whiskey-soda.de
 


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