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Anathema - Nostalgie ist Zeitverschwendung!

Es sind brütende 45 Grad im grellen Halbrund des Loreley-Amphitheaters, die steinernen Stufen wirken wir ein Backofen und verstärken die Hitze. Sonnenbrandgefahr, Schweißbäche und andauernder Durst begleiten das wundervoll-sonnige Festival. Unser Redakteur Daniel hatte zumindest eine kurze Auszeit vom Prog-Ofen. Anathema Frontmann Vincent Cavanagh hatte zum Interview in den klimatisierten Tourbus auf dem Parkplatz gebeten und ganz britischer Gentleman erst einmal ein kühles Getränk angeboten. Und während draußen die Sonne brennt und die drinnen die Klimaanlage auf Hochtouren läuft, plaudert der entspannte Rotschopf mit uns über den Erfolg des aktuellen Albums, die Vergangenheit als Metal-Band, die Hintergründe der seither zurückgelegten musikalischen Entwicklung und warum er absolut nichts von Keith Richards hält.

Whiskey-Soda: Hallo Vincent, vielen Dank für die Zeit, die du dir für unsere Leser nimmst. Auf Tour seid ihr ja sicherlich recht beschäftigt, von daher schätzen wir, daß es doch noch geklappt hat.

Vincent Cavanagh: Wenn ich ehrlich bin, war ich nicht sehr beschäftigt, sondern habe gerade GTA in der Lounge hinten im Bus gespielt. (lacht) Das kann man unschwer "beschäftigt" nennen.

WS: Na dann lass uns doch etwas über die wundervolle Musik sprechen, die ihr macht. Der Name unseres Magazins lautet Whiskey-Soda. Wenn du heute abend den Auftritt hier auf der Loreley hinter dir hast, was trinkst du dann? Ein gutes deutsches Bier oder tatsächlich einen Whiskey-Soda?

VC: Ich hab damit aufgehört, Spirituosen zu trinken. Ab und an trinke ich mal ein Bier, aber alles in allem lass ich es ziemlich ruhig angehen was das Trinken betrifft. Weil ich auf Tour bin, muss ich auch auf meine Stimme aufpassen. Alles in allem ist diese Rock-n-Roll-Lifestyle-Sache ein ziemliches Klischee oder besser gesagt schlicht eine falsche Vorstellung. Zu Leuten wie Keith Richards wird aufgesehen, weil sie eben diesen Lebensstil verkörpern, von dem viele denken, DAS sei Rock'n'Roll. Aber das ist nicht so. Rock'n'Roll bedeutet, jeden Abend auf die Bühne zu gehen, hundert Prozent zu geben und damit jedem dem Atem zu rauben. DAS ist Rock'n'Roll, und nicht so besoffen zu sein, daß du deinen Job nicht erledigen kannst!

WS: Na klar, ich war mal Anfang der Neunziger auf einem Metallica-Konzert. James Hetfield war total besoffen, hat das Publikum angepöbelt und sich dauernd verspielt. Ich kann mich heute noch erinneren wie grenzenlos enttäuscht ich war! Ich persönlich werde euch heute das erste Mal live sehen, aber ich habe vor kurzem euren exzellenten Konzertfilm "Universal" gesehen. Den habt ihr ja in Bulgarien in einem Amphitheater aufgenommen, das eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Amphitheater hier auf der Loreley hat. Kennst du denn die Sage von der Loreley? Angeblich hat direkt hier unter uns an einer engen Kurve des Rheins die Nixe Loreley gesessen und mit ihrer zauberhaften Stimme und ihrer Schönheit die Rheinschiffer in ihren Bann gezogen, sodaß diese dann am Felsen mit ihren Schiffen verunglückten. Das wiederum hat mich an Eure Sängerin Lee erinnert - was meinst du, was sie sagen würde, wenn ich sie damit konfrontieren würde, daß sie mit ihrer engelsgleichen Stimme die Männer um ihren Verstand bringt?

VC: Wenn sie zuviel Wein getrunken hat, ist sie eher so etwas wie eine mörderische Todesfee... (lacht)

WS: Du meinst also, daß die Leute eher vor ihr weglaufen würden?

 

VC: Lees Stimme kann wirklich sehr fesselnd sein, auf eine sehr eigene, natürliche Art und Weise. Sie ist eine sehr talentierte Sängerin und auch ganz allgemein eine sehr umgängliche, natürliche Person. Der normale Zuschauer sieht natürlich nur die Seite, die sie auch auf der Bühne zeigt. Wenn du sie tatsächlich mit einem solchen Spruch aus der Reserve locken wolltest, dann wäre ihr das sehr peinlich. Sie ist eigentlich sehr schüchtern und würde mit absoluter Sicherheit erröten, wenn man sie einen Engel nennen würde (lacht).

WS: Seit ein paar Monaten ist ja euer neues Album "Distant Satellites" draußen, das weltweit hervorragende Kritiken bekommen hat und auch in vielen Ländern in die Charts gekommen ist, in Deutschland beispielsweise in die Top 40 der Albumscharts. Ist das für euch eine neue Situation beziehungsweise habt ihr das Gefühl, daß ihr nun an einem Punkt seid, den ihr verdient habt? Schließlich sind gute Verkaufszahlen ja auch eine Art von Bestätigung.

VC: Lass uns drüber reden, wenn wir auf Platz 1 angekommen sind!

WS: Ist das denn euer Ziel?

VC: Verdammt, ja. Absolut! Unser Ziel, unsere Pflicht ist mit unserer Musik weiterzumachen und weiter zu kommen. Und ich habe den Eindruck, wenn wir den eingeschlagenen Weg beibehalten, dann klappt das auch. Unsere Verantwortung ist in erster Linie die Musik. Was damit dann passiert, nachdem sie veröffentlicht worden ist, wie groß die Band noch wird und wieviele Alben wir verkaufen, ist eine andere Sache. Natürlich müssen wir da auch drauf achten, aber unser Hauptfokus ist immer auf der Musik. Wir haben uns selbst sehr hohe Standards gesetzt, und denen verpflichten wir uns auch. Und dann können wir auch mit absoluter Überzeugung sagen: "Hinter diesem Album stehen wir zu 100 Prozent!" Und wenn man das mit Überzeugung sagen kann, dann ist es auch egal, was andere Leute darüber sagen. Wobei ich noch ergänzen muss, daß ich nicht sicher bin, ob es überhaupt möglich ist, 100 Prozent von seiner Musik überzeugt zu sein. Aber du verstehst, was ich meine. Wenn man das anstrebt und ausstrahlt, dann kommt es meistens auch so, daß die Leute es mögen. Es hat etwas mit Authentizität zu tun. Wenn es die Leute dann mögen, großartig. Wenn nicht, auch gut. Die Tatsache, daß du es genauso auf die Beine gestellt hast, wie du wolltest, ist wie eine kugelsichere Weste.

WS: Eure Band hat ja schon eine ganz schöne Geschichte und geht zurück bis Ende der 80er Jahre. Ihr habt auch einen Metal-Background und ich habe zu eurem neuen Album, das man ja absolut nicht mehr als Metal bezeichnen kann, jede Menge Rezensionen in Metal-Magazinen gelesen. Überwiegend sehr wohlwollende Rezensionen, wohlgemerkt! Ich musste da ein bißchen schmunzeln, denn Anathema 2014 ist sicherlich keine Metalband mehr. Wie siehst du denn eure Metal-Vergangenheit?

Anathema - Nostalgie ist Zeitverschwendung! Seiten 1 2

 

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DanielF
© 08/2014 whiskey-soda.de
 


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