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Led Zeppelin - Wandlungsworte vom Rock-Olymp (Rückblick Teil I)

Neuaufgelegte Alben zu rezensieren, stellt immer auch eine Lehreinheit dar - oder sollte vom Rezensenten als eine solche begriffen werden. Dies gilt umso mehr, je stilprägender, ruhmbehafteter und älter das Objekt ist. Led Zeppelin, für deren Reunion-Konzert in London 2007 gut und gerne 20 Millionen Tickets hätten verkauft werden können, erfüllen all diese Kriterien mit nahezu gewaltiger Vormachtstellung und hauchen nun ihren ersten drei Studioalben neues Leben ein. Led Zeppelin I, II und III sind nun gewissermaßen wiederauferstanden, sollten sie je tot gewesen sein. Nach und nach soll die gesamte Diskographie der britischen Hardrock-Legenden wiederveröffentlicht werden, neu gemastert von niemand Geringerem als James Patrick Page, seines Zeichens LedZep-Gitarrist und -Gründungsvater, und ergänzt um aufregendes, da zum Teil bislang unveröffentlichtes Bonus-Material. Whiskey-Soda-Redakteur Valentin hätte die mittlerweile 70-jährige Legende persönlich auf einen Tee getroffen und die erste Charge des Diskographie-Revivals erörtert. Hätte.

Das 2014er Bonus-Material findet sich gebündelt auf den so genannten Companion Discs, die einer jeden Ausgabe beigefügt sind. 'Led Zeppelin I'-Erwerber kommen, was das anbelangt, mit einem kleinen, aber beachtlichen Pariser Konzertmitschnitt aus dem Jahre 1969 voll auf ihre Kosten. Überwiegend bestehen die Beigaben allerdings aus den üblichen Alternativ- und Rough-Mixen, die für Diskographie-Maniacs und Sammler am mit Abstand interessantesten sein dürften. Doch auch Backing Tracks sind dabei, sollte jemandem der Sinn danach stehen, selbst einmal mitzuzeppeln. Auch wenn er oder sie in Sachen Onomatopoesie höchstwahrscheinlich keine ernsthafte Konkurrenz für Robert Plant darstellen wird. Hinter bisher nicht in Erscheinung getretenen Songtiteln verbergen sich dann aber doch 'nur' Vorformen, Ableger und Jam-Hybride bereits veröffentlichter Stücke.


Werfen wir einen Blick zurück. Jimmy Page hatte ein glückliches Händchen, als er 1968 nach der Auflösung seiner Yardbirds einen dreiköpfigen Musikerverbund um sich scharte, der in dieser Konstellation eine 12-jährige Bandgeschichte überdauern sollte: Robert Plant, John Paul Jones und John Bonham waren bis zum tragischen Tode des letzteren im Herbst 1980 durchgängige Besetzung.

The Who-Schlagzeuger Keith Moon hatte zu Beginn die Prophezeiung gewagt, sollte Page tatsächlich eine Band gründen, würde die untergehen wie ein bleiernes Luftschiff, ein lead zeppelin. Damit lag er nicht nur eklatant falsch, sondern bescherte dem Objekt der Missbilligung auch gleich einen Namen. Fortan nannten sie sich Led Zeppelin, gingen noch im selben Jahr ins Studio und leiteten in Live- und Raumaufnahme ihr Debüt, 'Led Zeppelin I', in die Wege. Auf dessen Cover prangt zynisch die LZ-129, genannt Hindenburg, während ihrer Havarie rund 30 Jahre zuvor, in ihrem musikalischen Zentrum das nahezu epische 'Dazed And Confused', dessen Bassspur über die Rock'n'Roll-Jahrzehnte Unsterblichkeit zuteil geworden ist.



Das Debüt sollte nicht nur als auf den Eckpfeilern des Blues ruhende Wiege des Heavy Metal in die Geschichte eingehen, sondern auch als wirtschaftlicher Kunstgriff. Aus dem Einsatz eines minimalen Studiobudgets ging ein satter, fast zweitausendfacher Gewinn hervor - auch wenn die Kritiker im Allgemeinen zu jener Zeit nicht unbedingt mit einstimmiger Begeisterung auf die stürmischen Progressoren von Led Zeppelin reagierten. Die magische Wirkung der legendären Olympic Studios, die schon die Rolling Stones frequentierten?

 


Fortan veröffentlichten die Briten im Jahresrhythmus. Im Laufe vieler Sessions reifte auch Tolkien-Fan Robert Plant als Songwriter heran und zog zunehmend mehr Kompositionen inhaltlich an sich. 'Led Zeppelin II' stand mit 'What Is And What Should Never Be', in dem Plant sein Techtelmechtel mit der jüngeren Schwester seiner Frau verarbeitet, und 'Thank You', einer schwülstigen Hommage an letztere, zu einem beträchtlichen Teil unter dem Stern unglücklicher privater Verwicklungen des Sängers. In 'Ramble On' ist die Rede von Orten und Charakteren aus dem Herrn der Ringe, 'The Lemon Song' institutionalisiert Led Zeppelins Universalbekenntnis zum Blues vollends. Den dicksten Brocken aber hatten Led Zeppelin ihrer zweiten, in Übersee aufgenommenen LP gleichan den Anfang gestellt: 'Whole Lotta Love' ist wohl gleich nach 'Stairway To Heaven' das meistzitierte Opus der Band, sein Riff eine Art Gottesgeschenk. Doch auch 'Heartbreaker' stieß mit seinem ungestümem Gitarrenriff auf außerordentliche Resonanz und wird bis heute auf etlichen Ruhmes- und Popularitätslisten in Top-Rängen geführt. 'Moby Dick' wiederum rückt das vielseitige Schlagzeugspiel John Bonhams mit aufwändigem Arrangement ins Rampenlicht.


1970 zeigte 'Led Zeppelin III', entstanden im ländlichen Wales auf einem Anwesen namens Bron-Yr-Aur, die Band von einer bislang ungewohnten Seite. Man wagte akustische Ansätze, und auch folkige Elemente, herbeigezwirbelt von A-Gitarre und Mandoline, hielten Einzug in den bandeigenen Sound. Dem praktisch vorsintflutlichen Folk-Song 'The Maid Freed From The Gallows' in der Version von Fred Gerlach beispielsweise verhalfen Led Zeppelin in Gestalt von 'Gallows Pole' zu seinem bis heute bekanntesten Gesicht. Und dann wäre da noch 'Tangerine', dieser wundersame Song, von dem man sich zwischenzeitlich fast schon wünscht, er würde vollakustisch bleiben. Oder die nicht minder beachtlichen 'Bron-Y-Aur Stomp' - erstmalig versehentlich, dann traditionell falsch geschrieben - sowie 'Hats Off To (Roy) Harper', ein jedenfalls für dieses Album bezeichnender Salut in Richtung des folkenden Idols.

 

Sind sie vorüber, trennt den Hörer nicht mehr und nicht weniger als eine Phalanx an Bonus-Mixen von einer ungewissen Sendepause bis zum nächsten Re-Release. Der Hörkurs? Laut last.fm seit Anfang des Monats steigend. Die Spannung? Weiterhin relativ hoch. John Bonham wird dieser Tage im Grabe rotieren.

Nicht, dass Led Zeppelin nicht schon in ihrer Vergangenheit etwas wiederveröffentlicht oder remastert hätten. Doch leisten die aktuellen Re-Issues einen Verdienst, den eine 'Mothership'-Compilation 2007 schon faktisch gar nicht erbringen konnte: Led Zeppelin nicht nur rasterhaft musikalisch, sondern auch fundiert historisch in die Gegenwart zu transportieren, unter Berücksichtigung eines Faktors, zu dessen Gunsten sich Jimmy Page dereinst das Hirn zermarterte: Arrangement und Trackfolge. Hinzu kommen die eingangs angesprochenen Bruchstücke aus Studio- und Bühnentätigkeiten. Eine Einladung sowohl an altgediente, als auch junge, eventuell sogar neue Hörer, einen Blick über den Tellerrand des großen Rockmonumentalismus zu wagen und die Perlen im Schatten der an sich schon zahlreichen Must-Know-Stücke dieser Band zu entdecken. Oder schlicht und ergreifend einfach das ganze Paket noch einmal neu zu durchleben.


An sämtliche Editionen - auch der längst überfällige Vinyl-Nachschub steht ins Haus - wurde so wenig Hand wie möglich gelegt - von großzügigen, mehr oder minder nützlichen Luxus-Gimmicks in den Deluxe-Editionen einmal abgesehen. Die CD-Ausgaben sind den ursprünglichen Schallplatten-Gatefolds nachempfunden - und das bis zur raffinierten, durch Aussparungen im Cover einsehbaren Inlay-Volvelle von 'Led Zeppelin III'. Selbst die modifizierte Tracklist hat man wohlweislich jeweils nur aufgeklebt, um die nostalgische Harmonie nicht zu stören.

Sollte sich am Ende der Wiederveröffentlichungs-Marathon als erstes Indiz für eine neuerliche, nachhaltige Bandzusammenführung erweisen? Robert Plant hat dies erst letzten Monat schrullig dementiert. 'I'm not part of a jukebox', gab er dem Rolling Stone zu bedeuten und empfahl dem insistierenden Jimmy Page auf selbem Wege eine Mütze Schlaf zum ausgeruhten Denken.

 

Währenddessen darf man gespannt sein auf die nächste Re-Release-Charge, aller Wahrscheinlichkeit nach bestehend aus einem Triumvirat 'Led Zeppelin IV'-'Houses Of The Holy'-'Physical Graffity', das sicherlich in eine noch aufregendere, umtriebigere Phase der Led Zeppelin-Diskographie fällt und mit einigen neuen Überraschungen aufwarten könnte. Bis dahin sollte man sich dann auch ein hochwertiges HiFi-System organisiert haben, um die nuancenweise Soundveredelung in vollen Zügen genießen zu können.


 

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Valentin
© 06/2014 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Led Zeppelin

Homepage:
- Led Zeppelin

Artikel:
- The Futureheads - Led Zeppelin ohne Gitarren-Soli?
- Led Zeppelin - Wandlungsworte vom Rock-Olymp (Rückblick Teil I)
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- Led Zeppelin - Wandlungsworte vom Rock-Olymp (Rückblick Teil III)
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Rezensionen:
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