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Fünf Fragen an Jim Matheos von Fates Warning

Ende September haben die Progressive-Metal-Veteranen Fates Warning nach über neun Jahren ihr neuestes Album "Darkness In A Different Light" veröffentlicht. Mit Gitarrist und Bandleader Jim Matheos haben wir uns vor der Show im Schweizerischen Pratteln zusammengesetzt und neben dem neuen Album auch über Progressive Rock Meilensteine, das bei Musikern größtenteils unbeliebte Spotify und bisher unerfüllte künsterische Träume geplaudert. Der introvertierte Musiker stellte sich als gemütlicher Gesprächspartner mit einem feinen Sinn für Humor heraus.

Euer neues Album heißt "Darkness In A Different Light". Ich finde, der Titel passt perfekt zur Stimmung der Musik. Hat der Titel eine besondere Bedeutung oder wo drückt sich die Dunkelheit in unserer Welt heute deiner Meinung nach besonders aus?

Der Titel kam so auf, als wir uns gegen Ende der Aufnahmen die Texte genauer angesehen haben. Da fiel uns auf, daß es einen gemeinsamen Tenor in den Texten gab. Immer wieder ging es darum, beispielsweise in einer schwierigen Lebensphase oder im Weltgeschehen Hoffnung zu schöpfen. Wir versuchen, da auch immer etwas positives zu sehen, uns Optimismus zu bewahren. Das war nichts, was von Beginn an so gedacht war, aber es tauchte in den Texten hier und da auf. Auch gerade weil die Musik und auch die Texte so einen düsteren Touch hatten, wollten wir in gewisser Weise ein Gegengewicht setzen - die Dunkelheit eben in einem anderen Licht, einem positiven, zu sehen. Bei dem Album Artwork war das übrigens genauso eine bewußte Entscheidung - die meisten Metal-Bands machen dunkle Cover, dunkle T-Shirts. Weiß ist natürlich weit davon entfernt und setzt also auch da ein Gegengewicht.

In den letzten zwei Jahren sind jede Menge hervorragende Prog-Alben erschienen. Threshold, Steven Wilson, Haken, Neal Morse, Queensryche, Steve Hacket, Dream Theater und natürlich jetzt Fates Warning. Gibt es eine Art Prog-Revival, was denkst du?

Ich glaube nicht. Es gibt vielleicht mehr Bands, aber das bedeutet ja nicht notwendigerweise, daß es auch mehr Fans gibt. Wenn man von den ganze Großen wie Dream Theater und vielleicht noch Queensryche absieht, sehe ich da kein Wachstum. Mehr Bands gibt es vielleicht, weil Prog-Musiker sich ähneln. Sie haben ihre Vorbilder, wollen sich musikalisch verbessern und deswegen streben sie ihren großen Vorbildern wie eben Dream Theater nach. Aber ein größeres Publikum? Nein, das sehe ich nicht. Leider.

Mir ist aufgefallen, daß Euer neues Album bei Spotify erhältlich ist aber eure älteren Sachen nicht. Ich nehmen an, das hängt mit der Politik der Labels zusammen, ihr seid ja von Metal Blade zu Inside Out gewechselt. Es gibt viele Musiker, die Spotify und seine Klone scharf kritisieren, weil sie nur Bruchteile von Cents an die Künstler ausschütten. Andere Musiker schätzen die Möglichkeit, ein neues oder anderes Publikum zu erreichen. Schließlich geht von den jungen Leuten kaum noch jemand in einen Plattenladen, um sich neue Bands anzuhören. Wie ist deine Meinung zu dem Thema?

 


Ich mag die Entwicklung nicht. Aber mir ist natürlich bewußt, daß ich daran auch nichts ändern kann, es ist einfach die Zukunft. Ich persönlich, als Künstler, möchte für meine Arbeit in einer angemessenen Weise entschädigt werden und ich finde nicht, daß diese Streaming-Dienste das tun. Es liegt aber ohnehin in der Entscheidung des Labels. Wenn ich es selbst entscheiden könnte, würde ich es vermutlich eher nicht verfügbar machen. Ob das dann eine kluge Entscheidung wäre, ist eine andere Frage. Es ist ja wie du sagst, dort bei diesen Diensten wird heute die Musik gehört. Ich muß mich dieser Realität stellen, auch wenn ich sie nicht mag und auch nicht mögen muß. So läuft das Spiel nun mal. Das Argument, daß man damit möglicherweise mehr oder neue Leute erreicht, finde ich heikel. Denn erstens gibt es dafür keine Garantie und zweitens kriegst du gleichzeitig fast Geld. Und es ist wirklich fast nichts. Youtube ist besonders schlimm. Ich glaube für 100.000 Streams bekomme ich 25 Cent! Ist also ein riskantes Geschäft.


Eure Band gilt als eine der bedeutendsten Bands für die Entwicklung von Progressive Metal. Welche Klassiker oder welche neuen Talente würdest du einem Prog-Newbie empfehlen?

Oh Mann, da gibt es ja sehr viel, die Geschichte von Prog Rock geht schließlich schon an die vierzig Jahre. Für denjenigen, der ganz an die Wurzeln zurück möchte ist sicherlich Rushs "2112" eine wichtige Hausnummer. "Images & Words" von Dream Theater, ein echter Meilenstein. "Awaken The Guardian" von uns selbst fällt mir sehr schwer. Da hab ich einfach nicht die notwendige Distanz dazu, weil ich es selbst gemacht habe. Wenn jemand sagt, es wäre ebenfalls ein Meilenstein, dann freut mich das natürlich riesig. Viele Namen, die du erwähnt hast, sagen mir natürlich schon was, aber was die konkret machen, verfolge ich nicht so. Außer Steven Wilson, dessen Sachen sind mir sehr geläufig, obwohl ich das neue Album auch noch nicht gehört habe. Das davor ("Grace For Drowning") habe ich wirklich geliebt.

Ihr habt dieses oder nächstes Jahr ja euer dreißigstes Bandjubiläum, du selbst bist sehr aktiv als Musiker, hast außer Fates Warning unter anderem noch Musik mit O.S.I. und Arch/Matheos gemacht. Hast du denn noch unerfüllte, bisher nicht erreichte künstlerische Träume, beispielsweise einen Film-Soundtrack zu schreiben?

 

Ich hatte mit der Platzierung von Musik im Fernsehen einige kleinere Erfolge, sowohl mit Fates Warning als auch mit O.S.I. Da war es allerdings so, das schon bestehende Stücke von mir angefragt wurden, unter anderen auch für eine deutsche Fernseh-Show. Aber mal etwas von Grund auf zu schreiben, das wäre schon was tolles, das mir sicherlich großen Spaß machen würde. Ich hab dir ja schon gesagt, daß ich außer Musik zu machen nichts anderes wirklich gut kann. Deswegen mach ich ja immer noch das, obwohl ich dauernd darüber klage, wie schlecht man da verdient. Aber alles, wo ich mich musikalisch austoben kann, stilistisch verschiedene Musik zu schaffen, ist mein Ding. Damit werde ich einfach immer weiter machen. Also vielleicht auch mal ein Filmsoundtrack. Das wäre sicherlich sehr spannend.



 

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DanielF
© 12/2013 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Fates Warning

Homepage:
- Fates Warning offizielle Website

Artikel:
- Prog-Metal-Herbst mit Fates Warning
- Fünf Fragen an Jim Matheos von Fates Warning

Rezensionen:
- Live In Athens
- Darkness In A Different Light
- Theories Of Flight


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