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Paradise Lost - Plüschherzen für die Shadowkings

"Verdammt noch mal, das ist doch kein Miley Cyrus Konzert hier!" schimpft Nick Holmes an seinem Mikrophon und schleudert das rosa Plüschherz genauso zurück ins Publikum wie den Plüsch-Hai und weitere Stoff-Acessoires in den Minuten zuvor. Auch wenn je nach bemühtem Klischee wohl eher weibliche Unterwäsche (Rock-Star) oder schwarze Rosen (Gothic-Metal-Sänger) nach dem Geschmack des Paradise Lost Frontmanns gewesen sein dürften, kann sich der blondbärtige Brite ein Grinsen und amüsiertes Kopfschütteln nicht verkneifen. Die ausgelassene Stimmung im Publikum ist natürlich auch im Sinne der Bands. Schliesslich hätte man auch schwarze Haartönung für die zumindest teilweise ergrauten Haare der britischen Gothic-Metal-Urgesteine auf die Bühne werfen können, die im schweizerischen Solothurn die Europa-Tour zum 25jährigen Bandjubiläum beendeten.

Begleitet wird das Quintett aus Halifax in England von den befreundeten Bands Lacuna Coil aus Italien und Katatonia aus Schweden. Letztere eröffneen den Konzertabend in der gut gefüllten Konzertfabrik Kofmehl. Offensichtlich hatten sich die Schweden um Frontmann Jonas Renske entschieden, auf den Geburtstag-Zug aufzuspringen und ihr 2003er Album "Viva Emptiness" zum zehnten Jahrestag in kompletter Länge zu spielen. Wohl hauptsächlich für jene eine interessante Erfahrung, die die schwedischen Melancholie-Rocker bereits öfters live erlebt haben. Manch einer dürfte sich hingegen eher eine abwechslungsreichere Setlist gewünscht haben, zumal die beiden letzten Studioalben "Dead End Kings" und "Night Is The New Day" sehr stimmig und dynamisch waren und vielen Anhängern gegenwärtiger gewesen sein dürften.

Bei Dynamik und Stimmigkeit kann "Viva Emptiness" live gespielt nicht gänzlich überzeugen, jedenfalls nicht an diesem Abend. Ob es am nicht ganz satten Sound, der sehr statischen Performance oder schlicht an der Vorfreude der meisten Anwesenden auf den Hauptact des Abends liegt, bleibt unbeantwortet. Der Applaus für die Schweden hält sich jedenfalls von einigen Katatonia-Jüngern abgesehen in Grenzen und dürfte alles in allem mit dem Schlagwort 'höflich' treffend beschrieben sein. Daran ändert auch die Tatsache, daß die Band am Ende ihres Sets noch einige weitere Songs neben "Viva Emptiness" spielt und man Schlagzeuger Daniel Liljekvist direkt am Bühnenrand positioniert besonders gut beobachten kann, nicht mehr viel. Das sollte sich bei Lacuna Coil ändern.

 

Zudem muß man kein ignoranter Macho sein um festzustellen, daß die zierliche Sängerin Christina Scabbia in ihrer eng anliegenden, schwarzen Hose ein begeisternder Anblick ist als Katatonia-Sänger Renske im weinroten Schlabber-Longsleeve, dessen Gesicht die meiste Zeit hinter einem Vorhang aus seinen langen Haaren verborgen bleibt. Drittens, uns das dürfte wohl das schlagendste Argument sein, sind die Mailänder zweifelsfrei die kommerziell erfolgreichste der drei Bands des Abends. Die Italiener eröffnen ihre dynamische Performance mit 'Don't Believe In Tomorrow' vom aktuellen 2012er-Album "Dark Adrenaline". Dynamisch ist der ganze Auftritt nicht nur wegen der Bewegung auf und vor der Bühne oder dem stimmigen Erscheinungsbild, sondern vor allem aufgrund der Mischung aus Dark-Metal-Touch und Eingängkeit. Wobei die Bewegung auf der Bühne auch Raum für etwas Kritik bietet. Scabbias Gegenpart Andrea Ferros Moves erinnerten doch sehr an die bisweilen klischeebelastete Gestik von Hip-Hop oder Nu-Metal-Bands. Aber eigentlich sollte die Musik für sich selbst sprechen und der Doppel-Gesang ist nicht nur eines von Lacuna Coils Markenzeichen, sondern vor allem auch musikalisch interessant. Zwar wird diese Kombination wohl nie wieder so schaurig schön erklingen wie von den leider aufgelösten Theatre of Tragedy, aber in 'Kill The Light' überzeugen die Italiener auf ganzer Linie - vor allem wegen dem sich abwechselnden und überlagernden Gesang des Sänger-Duos. Wie auch immer: Was Katatonia leider vermissen liessen bringen Lacuna Coil mehr als nur etwas auf die Bühne: Bewegung. Die ist beispielsweise auch bei 'Our Truth' mit seinem orientalischen Einschlag zu beobachten. Die ganze Band nutzt den treibenden Beat zu munterem Headbanging und das Publikum zelebriert die Metal-Messe ebenfalls überwiegend mit den Nackenmuskeln. Bei der Lacuna-Coil-Hymne 'Heaven's A Lie' wird das mitfeiern sogar noch gesteigert. Kein Wunder, daß bei dem ohrwurmigen Refrain der Großteil des Publikums lauthals mitsingt und dem gewogenen Konzertbesucher einen weiteren Gänsehautmoment beschert. Am beeindruckendsten an dieser Band ist jedoch die kräftige Alt-Stimme der Sängerin, die Scabbia als Gast-Sängerin auf dem kürzlich erschienen Ayreon-Album unter Beweis stellte. So eine zierliche Person, aber was für eine Stimme! Die gesamte Band überzeugt jedoch mit einem gelungenen Auftritt, heizt die Stimmung ordentlich an und darf als Lohn zumindest während ihres Auftritts mehr Applaus und Jubel als der Hauptact des Abends für sich verbuchen.

Paradise Lost - Plüschherzen für die Shadowkings Seiten 1 2

 

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DanielF
© 11/2013 whiskey-soda.de
 


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