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Night of the Prog Festival 2013 - Tag 1

Für alle Freunde progressiver Rockmusik war der "Place to Be" am zweiten Juli-Wochenende das "Night of the Prog" Festival auf der Loreley. Bereits zum achten Mal hat der Veranstalter es wie auch in den Jahren zuvor geschafft, echte Szenegrössen zu verpflichten und konnte erneut Prog-Fans aus der ganzen Welt an den Mittelrhein bei St. Goarshausen locken. Porcupine Tree Gründer Steven Wilson, mit seinem dritten Solo-Album in den letzten Monaten in aller Munde, konnte neben Opeth als Headliner verpflichtet werden - aber auch einige weitere, seltene Progressive-Live-Performer. Die einzigartige Lage der geschichtsträchtigen Freilichtbühne auf dem sagenumwobenen Felsen im Unesco-Welterbe Mittelrheintal bot den perfekten Rahmen für ein spannendes und äußerst vielseitiges Programm, das am Samstag Nachmittag bei herrlichem Sommerwetter startete.

Sanguine Hum aus England waren auf persönliche Empfehlung von Mr. Wilson zum Festival eingeladen worden. Das Quartett startet mit ihrem Mix aus Art Rock und Post Rock mit einem Schuss Prog gerade voll durch und ist dieses Jahr als einer von zehn "Breakthrough Artist" bei den Prog Rock Awards 2013 des renommierten englischen Prog Magazine nominiert. Die Reihen des Amphitheaters waren noch lange nicht gefüllt, als die Briten ihr Set begannen. Während sich schätzungsweise 1000 Besucher auf den Rängen des Amphitheaters den souveränen Auftritt des überwiegend ruhigen, keyboardlastigen ansahen, waren es noch etwa Zweihundert weitere von den oberhalb der Bühne gelegenen Schattenplätzen unter den wenigen Bäumen. Ihr eigentümlicher Sound wurde von Musikkritikern als "Porcupine Tree meets Radiohead" beschrieben und obwohl das den Nagel naturgemäss nur unzureichend auf den Kopf trift, ermöglichte der Vergleich doch eine Annäherung an die komplexen Kompositionen und Arrangements. Den anwesenden Zuschauern gefiel der Auftritt, der der Band sicherlich etliche neue Fans beschert haben dürfte.

 

Sound of Contact begann unerfreulich mit technischen Schwierigkeiten. Ein defekter Verstärker wurde von der Bühne getragen und ersetzt, doch auch danach ging es noch eine ganze Weile, bis Drummer und Sänger Simon Collins mit dem Opener Debütalbum "Dimensionaut" startete. Wie sein berühmter Vater ist Collins Schlagzeuger und Sänger, bestritt das Konzert jedoch in erster Linie als Sänger mit einem Live-Schlagzeuger. Dennoch ließ er es sich nicht nehmen, einige Male hinter das Drumkit zu sitzen und sein Talent zum Besten zu geben, unter anderem bei instrumentalen Opener. Ab dem zweiten Song "Pale Blue Dot" wurde deutlich, dass der Soundingenieur offensichtlich nicht sehr viel von seinem Job verstand. Der Mix der einzelnen Instrumente war so basslastig, dass Matt Dorseys Bass alles andere überlagerte. Die Stimmen ringsum waren verständlicherweise kritisch, ein echtes Drama, denn sowohl das Material der Band als auch ihre musikalische Klasse liessen trotz des schlechten Sounds keinen Zweifel daran, dass hier eine hervorragende Band am Werk war. Die Band spielte sogar erstmals das 20-minütige, verspielt-geniale "Moebius Slip" - doch das Wummern des Basses blieb bis zum Ende ein schmerzhafter Makel. Das Kenner-Publikum applaudierte, doch mancher hätte sicherlich gerne dem Sound-Ingenieur gerne ein ernstes Wörtchen geflüstert. Ringsum waren enttäuschte oder ärgerliche Kommentare zu hören.

Wegen der technischen Schwierigkeiten war der Zeitplan bereits nach der zweiten Band um fast 40 Minuten im Hintertreffen und so begannen The Pineapple Thief erst deutlich nach 17 Uhr ihren Auftritt. Der führte allerdings bei inzwischen gefüllteren Rängen zu den ersten wirklich begeisterten Reaktionen beim Publikum, der groovig-rockige Opener "Give It Back" vom aktuellen Album weckte die letzten Sonnenanbeter von ihren Decken und versöhnte schlagartig für den schlechten Soundmix der vorherigen Band. Der Sound von den Ananasdieben stimmte absolut - und live kam der eigentlich recht ruhige Art-Rock zudem nochmal einiges knalliger als auf dem letzten Album "All The Wars". Frontmann Bruce Soord machte nicht nur an der Gitarre eine gute Figur, sondern verbreitete mit seinen sympathischen Ansagen auch gute Laune. Der elektrolastige, an Muse oder Radiohead erinnernde Brit-Pop-Rock kam beim Publikum hervorragend an und der Applaus war das erste Mal groß, auch wenn die Hitze im Amphitheater die ganze Zeit über für rege Wanderungen zu den Getränkeständen sorgte.

 

Mit Crippled Black Phoenix stand bereits die vierte Band aus dem Heimatland des Prog an - deren aufwändige Songs und damit einhergehende Technik war nicht hilfreich, die verlorene Zeit aufzuholen. Das englische Septett um Gründungsmitglied und Gitarrist Justin Greaves begann entsprechend ebenfalls leicht verspätet. Am späten Nachmittag hatte die Hitze schon leicht nachgelassen und die Reihen des Amphitheaters sich weiter gefüllt. Doch das war nicht der einzige Grund für den zunehmenden Applaus, sondern schlicht die unverwechselbare Vielseitigkeit und Meisterhaftigkeit der Band. Mal bluesig, mal "klassisch proggig" und manchmal fast ein bisschen doomig, wie beim Konzertopener "Joneston Martin", bei dem Keyboarderin Miriam Wolf als Sängerin eine mehr als gute Figur machte. Die melancholische Note gehört zu den Phoenixen. Mit dem umfangreichen Set boten die Engländer überwiegend Songs von den beiden letzten Alben - die ganze Zeit unter mehr als höflichem Applaus. Beim Journey-Cover "Of A Lifetime" flippte das Publikum das erste Mal an diesem Tag richtig aus. Danach hatten die sieben Herrschaften das Festivalpublikum endgültig und fest bis zum Ende ihres Auftritts in der Hand. Der Applaus dauerte noch eine ganze Weile an, als schon die Techniker wieder beim aufwändigen Umbau für die Legende Magma war.

Night of the Prog Festival 2013 - Tag 1 Seiten 1 2

 

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DanielF
© 07/2013 whiskey-soda.de
 


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