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Eels - Dada Life

Die imposante Kulisse des 'Paradiso' in Amsterdam, einer zur Konzert-Location umgebauten Kirche, wurde am 02. April 2013 zur Szenerie für die größte vollzogene Wandlung seit der von Saulus zu Paulus: die Wandlung E's vom Kauz zum Spaßvogel. Rambazamba!

Dieser Konzertabend ist wie eine Mischung aus Karnevalsparade und Altherren-Sportvereins-Jahresfest. Im Halbkreis stehen die fünf Eels lässig nebeneinander auf der Bühne aufgereiht vor Ventilatoren und tragen allesamt Sonnenbrille und Vollbart - dazu von oben bis unten blaue Adidas-Klamotten: Trainingsjacke, Trainigshose und Sneaker. Frontmann E hat vor sich auf dem Boden ein kleines Bastkörbchen mit Schokoriegeln stehen, in das er gütig seine Mitmusiker hineingreifen lässt, wenn ihm ihr Auftritt gefällt, und dessen Inhalt er auch gerne wie Kamelle ins Publikum schleudert - und dabei wiederum so tut, als wäre er zu schwächlich zum Werfen.

 

E gibt an diesem Abend den durchgedrehten Showmaster und hat beinahe häufiger die Rassel als die Gitarre in der Hand. Der Bart ist weder weg noch überlang, sondern prollig gestutzt - und E ist weder zerbrechlich noch unnahbar, sondern einfach gut drauf. Damit ist er quasi der fröhliche Gegenpart zu seiner pessimistischen Vorband Puddles Pity Party. Diese trat in Form eines als weinender, weißer Clown verkleideten Herrn und einer als Affe im Minnie Maus-Kleid verkleideten Frau auf. Die getragene Musik kam vom Band, der Mann sang traurig mit Crash Test Dummies-Stimme und die Frau tanzte lasziv. Heraus kam natürlich genau die skurrile Mischung, die diese Aufzählung vermuten lässt. Eine stellvertretende Szene: Während der Clown 'No more lonely nights!' japste, deutete die Affendame am Bühnenrand an, wie sie sich eine Banane unter das Kleid schiebt und diese auf und ab bewegt. Im Laufe des kurzen Auftritts wurde alles immer irrer, bis der Affe schließlich zu einer in Metalcore abdriftenden Cover-Version von Céline Dions Titanic-Schluchzer 'You'll Be In My Heart' mit einer riesigen Plastikbanane über die Bühne turnte und darauf ein Gitarrensolo imitierte.

Auch die Eels greifen zwischendurch zu Requisiten, als E und sein langjähriger Tour-Gitarrist The Chet mit Brüderküssen ihr Zehnjähriges 'nach alter niederländischer Tradition' unter einem großen, blattlosen Zweig feiern, an den danach alle Bandmitglieder auf Zetteln notiert ihren größten Wunsch hängen dürfen. Nach einer kurzen Beweihräu-cherung ihres Schlagzeugers Knuckles in Form eines Songs fallen sie dann gerührt in eine Cover-Version des Small Faces-Klassikers 'Itchycoo Park' mit seinem einprägsamen Refrain 'It's all too beautiful!' ein. Ein weiteres Cover platzieren sie zu Beginn der Show: 'Oh Well' von Fleetwood Mac in noch treibenderem Gewand.

 

Die sonstige Auswahl dominieren deutlich die Songs vom aktuellen Album 'Wonderful, Glorious' und des stilistisch ähnlich bluesig-rockigen 2009er 'Hombre Lobo', mit dessen Opener 'Prizefighter' die Eels die Show auch eröffnen. Dazu gesellen sich knackige Klassiker wie 'Dog Faced Boy' oder 'Souljacker, Part 1'. Von den beiden anderen Bestandteilen der noch recht aktuellen Album-Trilogie, zu der auch 'Hombre Lobo' gehört, findet überraschenderweise kein einziger Song in die Setlist. Genauer überlegt ist das aber auch folgerichtig, weil diese Songs für das heutige Programm schlichtweg zu ruhig wären. Und ihre melancholische Seite haben die Eels ja zu Hause gelassen.

Die wenigen Stücke im Set, die dann doch einen etwas traurigen Anklang haben, päppeln die Eels mit ihrem satten Gitarrensound auf. 'My Beloved Monster' und 'Mr E's Beautiful Blues' am Ende des ersten Zugabenblocks zum Beispiel rödeln sie zu einem Mash-Up zusammen - und 'Trouble With Dreams' als zweiten Zugabenblock lassen sie zum Ende so laut ausfransen, dass der traurige Clown von Puddles Pity Party die Bühne wieder betritt und die Band innigst bittet, nun doch endlich ruhig zu sein. Als das auch wirklich passiert, das Saallicht längst erleuchtet ist und die ersten Gäste bereits die Halle verlassen haben, kehren die Eels plötzlich doch noch einmal zurück, um mit dem kindergeburtstags-enthusiastischen 'Open My Present' zu schließen. Die doch in erstaunlicher Menge noch verbliebenen ZuschauerInnen aber haben jetzt Blut geleckt und hören nicht auf, eine letzte Zugabe zu fordern - während der Tourleiter die lautstarken Forderungen zwar beeindruckt mit seinem Handy festhält, die Band aber trotzdem nicht zurückholt. So richtig glauben, dass nun tatsächlich engültig Schluss ist, mögen die Gäste aber erst nach und nach. Denn heute Abend schien auf der Bühne alles möglich zu sein - solange sich das Publikum nur an E's eine goldene Regel hielt: 'You mustn't touch the candy-basket!'


 

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maximilian
© 04/2013 whiskey-soda.de
 


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