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Steven Wilson - Daheim im Spiegel der Musikgeschichte

'The Raven That Refused To Sing (And Other Stories)' heißt Steven Wilsons jüngst erschienenes drittes Soloalbum. Es gehöre zu den besten Leistungen seines Lebens, beteuert der Brite, der es als Frontmann und Gründer der Band Porcupine Tree zu Weltberühmtheit brachte, im Interview mit whiskey-soda. Die Zahlen scheinen ihm Recht geben zu wollen: Der bahnbrechende Charteinstieg der Platte auf Platz drei der deutschen Albumcharts ist ein erfreuliches Novum auch für Steven Wilson. In Köln trafen wir den lobgepriesenen Regenten des Progressive Rock und unterhielten uns mit ihm über seine sechs frischesten Fabeln, den modernen Musikmarkt, Audiophilie und die ungewisse Zukunft von Porcupine Tree.


Noch ist Steven Wilson anderweitig eingebunden und nicht verfügbar, als wir im Backstage-Bereich der Live Music Hall eintreffen. Wir werden deshalb mit Trinkbarem versorgt und gebeten, im abgelegensten der dortigen Räume Platz zu nehmen. Zum Warten ist das kleine Zimmer mit dem schwarzen Ledersessel und den zwei Sofas ideal, ziert die Wände doch ein umfassendes Suchbild an Zeichnungen und Signaturen, ingestalt derer sich die in all den Jahren in der Live Music Hall aufgetretenen Künstler mit schwarzem Permanent-Marker verewigt haben. Es gibt viel zu entdecken. 'Ich hab' schon schlimmere Räumlichkeiten gesehen', gibt sich Steven Wilson unbeeindruckt, als er den Raum betritt. 'Ich steh da nirgendwo. Das ist irgendwie nicht so mein Ding, an Wände zu schreiben. Aber hey, dort vorne an der Tür - das ist doch Nick, unser Bassist, sehe ich gerade!', entdeckt er schließlich doch ganz angetan eine liebevolle Zeichnung seines Kollegen. Nicht viel später belagern wir gemeinsam die Sitzgarnitur und Steven reibt sich erwartungsvoll die Handflächen. In der Tat wird es in den folgenden zwanzig Minuten keiner weiteren Anstrengungen bedürfen, den 45-Jährigen zum Reden zu bewegen. 'Wenn ich einmal loslege mit dem Erzählen, ist es schwierig, mich zu stoppen...', räumt er lächelnd ein, als wir bemerken, dass drei anstehende Fragen in einem Rutsch beantwortet werden. Doch Wilsons Monologe machen ihn nicht weniger sympathisch. Wie sich später zeigt, ist an ihm ein fesselnder Geschichtenerzähler verloren gegangen, der selbst in Interviewatmosphäre emotional bewegt.


In allererster Linie aber ist Steven John Wilson Musiker. Ein Musiker, der zugleich den Aufgabenbereich des Produzenten und Labelchefs wahrnimmt und dessen Anspruch eine einzige Band, ein alleiniges Projekt nicht abzudecken vermag. Der Brite ist Begründer und Kopf von Bass Communion, Blackfield, No-Man und Incredible Expanding Mindfuck. Den meisten allerdings wird er als Mastermind der erfolgreichen Porcupine Tree ein Begriff sein - einer Band, die Wilsons Solo-Karriere weichen musste und derzeit auf Eis liegt. Die Frage nach der Zukunft von Porcupine Tree brennt der starken Fanbase auf den Nägeln - verständlicher Weise. Deren vielbeschäftigtem Gründer hingegen stellen sich derartige Fragen nicht. 'Ich denke gerade gar nicht an Porcupine Tree. Wie denn auch? Ich mache gerade das, was ich für die beste Arbeit meines Lebens halte, und das zusammen mit einer Band, die aus den außergewöhnlichsten Musikern besteht. Ich fühle mich natürlich noch sehr verbunden mit dieser ganzen Legende um Porcupine Tree, die Band ist ein wichtiger Teil der Reise gewesen, die mich an den Punkt führte, an dem ich mich jetzt befinde', gesteht Steven ein. 'Aber ich hatte nie die Absicht, Porcupine Tree mein ganzes Leben vereinnahmen zu lassen. Es war auch nur eines von drei oder vier Projekten, die ich hatte, als es anfing, und es schien unter jenen das zu sein, das man am meisten wertschätzte und das den größten Erfolg einfuhr. Ich bin mittlerweile 15 Jahre dabei und ich war an einem Punkt angelangt, an dem ich ehrlich gesagt keine Ahnung mehr hatte, wie es mit diesem Projekt weitergehen sollte. Das war dann auch ebender Punkt, wo ich den Wunsch hatte, etwas Anderes auszuprobieren.'

Ein Hinweis auf die bevorstehende Auflösung? Nein - denn Wilson dramatisiert ebenso ungern, wie er fremde Wände bekritzelt. 'Weißt du, ich bin nicht der Typ für solche melodramatischen Bandauflösungsgeschichten. Die Band hat sich nicht aufgelöst, es gibt sie noch und ich bin zuversichtlich, dass wir irgendwann mal wieder zusammenkommen und etwas starten, aber im Moment steht mir nicht der Sinn danach. Ich habe keine Pläne, was Porcupine Tree angeht. Wie du schon sagtest... das Feedback der Öffentlichkeit zum aktuellen Album ist so dermaßen gut, besser als jemals bei irgendeinem all meiner bisher releasten Alben. Ich habe eine tolle Band, man erkennt meine Musik sehr an - warum sollte ich jetzt aufhören und umdrehen? Mich einer Sache zuwenden, die der Geschichte angehört?', argumentiert er. Man nimmt es ihm ab, wird man sich bewusst, wie schwärmerisch aufgelegt Wilson ist, was seine derzeitige künstlerische Situation angeht. Seine Ausführungen zur Entstehung des Solo-Projektes - das mit seiner mittlerweile gefestigten Bandbesetzung gar kein richtiges mehr ist - lassen durchscheinen, dass wir uns mit einem Musiker unterhalten, der seiner persönlichen Erfüllung beträchtlich näher gekommen ist. 'Das, was ich jetzt mache, ist in vielerlei Hinsicht das, wovon ich immer geträumt habe. Eine Art Musik-Regisseur zu sein, und dabei nicht notwendigerweise selbst ein Band-Musiker. Diese traumhaften Künstler an meiner Seite zu haben, für sie zu komponieren, sie zu lenken und zu produzieren. Das ist genau die Rolle, die ich spielen will und in absehbarer Zeit nicht aufgeben werde.'

Steven Wilson - Daheim im Spiegel der Musikgeschichte Seiten 1 2 3 4 5

 

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Valentin
© 03/2013 whiskey-soda.de
 


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