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The Flower Kings & Neal Morse Band feat. Mike Portnoy - Ein Meer progressiven Wohlgefühls

Das Progressive-Label Inside Out Music feiert seinen 20. Geburtstag mit 200 Minuten-Prog-Rock-Parties in 13 europäischen Städten. Geladen sind Roine Stolt mit seinen Flower Kings, Neal Morse feat. Mike Portnoy und einer hervorragenden Live-Band sowie 400 Prog-Freunde. Als die Schweizer Party im Z7 in Pratteln steigt, zeigt sich einmal mehr, wie vielseitig Progressive Rockmusik sein kann. Eine Welle musikalischen Wohlgefühls nach der anderen schwappt in den Rockschuppen - am Ende zeigen sich sowohl die elf Musiker als auch das Publikum entspannt und überaus zufrieden.

Als die sympathische, schwedische Blondlocke Roine Stolt im 60er Jahre-Gedächtnis-Outfit mit seiner Band auf die Bühne tritt, ist der Applaus höflich aber verhalten. Das mag daran liegen, daß der Sound seiner "Flower Kings" mal psychedelisch, mal mit einer gehörigen Portion Fusion daher kommt und daher weniger zugänglich als die Musik ähnlicher Bands wirkt. Doch schnell taut die Menge auf und man hat den Eindruck, daß die eher abwartende Haltung einem ehrfürchtigen Lauschen Raum gegeben hat. Keyboarder Tomas Bodin jammt sich psychedelisch-rockig durch die Setlist, Gitarrist Hasse Fröberg teilt sich Gesang und Gitarre leidenschaftlich mit Bandleader Stolt. Der neue deutsche Schlagzeuger Felix Lehrmann arbeitet nicht nur erstklassig hinter seiner Schiessbude, sondern verlässt seinen Posten auch mal, um mit Tamburin und begleitet zur Violine der ganzen Show einen Touch zu geben, der nicht mehr sehr an ein klassisches Rockkonzert erinnert. Dreckige 70er-Gitarren-Riffs mischen sich in exstatisch-psychedelische Keyboard-Attacken, hymnischer Pop-Gesang mit gequältem Flüstern und gegen Ende des rund 80minütigen Sets bekommt das Ganze sogar einen Swing-Beat, allerdings standesgemäß mit einem Rock-Gitarren-Solo von Stolt abgerundet. Der 56jährige Bandleader gibt während des ganzen Sets den authentischen Gentlemen, der sich nach dem Applaus für seine Gitarrensolos höfisch verbeugt und mit echter Passion und Dankbarkeit seine exzellenten Bandkollegen dem Publikum vorstellt.

 

Als die Bühne sich nach dem Abgang der Flower Kings verdunkelt, hallt der 70er-Vibe noch nach und nicht wenige Gesichter im Publikum lächeln selig. Das Lächeln weicht frenetischem Jubel, als auf der verdunkelten Bühne die Scheinwerfer angehen und Neal Morse auf die Bühne gerannt kommt, sich das Mikrofon schnappt und wie ein flippiger Teenie und voller Energie den Titelsong seines aktuellen Albums "Momentum" anstimmt. Der Laie wundert sich währenddessen noch, warum auf der Bühne an drei Stellen Keyboards stehen - doch dieses Rätsel lüftet sich bald. Die Sache ist die: Hier steht nicht einfach nur eine Live-Band mit Morse auf der Bühne, sondern eine Vielzahl von Multi-Instrumentalisten: Keyboarder Bill Hubauer singt, spielt Gitarre, Violine und Saxophon im Laufe des Konzerts.

Gitarrist Eric Gillette ist ein passabler Keyboard-Spieler. Portnoy hinter seinem für Dream-Theater-Kenner eher sehr bescheidenen Drumkit und und Bandleader Morse sind ohnehin eine Klasse für sich. Wo Stolt den höflich-professionellen Musiker gibt, umgibt den gläubigen Christen Morse ein charismatisches Strahlen, wenn er mit seiner Musik auf der Bühne steht. Nach dem eingängigen "Weathering Sky" folgt "Author Of Confusion", an dem die Musiker das erste Mal so RICHTIG zeigen, welche Klasse sie haben.

 

So streuen sie mal locker eine fünfstimmige Acapella-Einlage ein und Portnoy darf am Ende des Songs zeigen, daß er kein riesengroßes Schlagzeug braucht, um ein erstklassiges Drum-Solo zu zaubern. Mit stillen Piano-Klängen leitet Morse dann zur über 30minütigen Question-Mark-Suite über, einem Medley aus sechs Songs vom "?" Album. Das Medley soll nicht nur, sondern ist auch ein verdichtetes Klang-Monster aus dem Oeuvre von Morse, das alles auszeichnet, wofür der Kalifornier steht. Keyboard-Exzesse, geprägt von Yes und Genesis, ruhige Gänsehaut-Passagen aus Piano und hymnischem Gesang und grandiosen Pop-Melodien. "Another World" beschreibt sprichtwörtlich den Zustand des Sextetts auf der Bühne, die Herren musizieren nicht, Sie schweben.

Eric Gillette legt wie in Trance ein astreines drei Minuten-Gitarrensolo hin und Hubauer führt sein Saxophon auf der Bühne spazieren. Am Ende des Medleys spielt Morse mit geschlossenem Augen kniend auf seinem Keyboard und besingt den "Temple Of The Living God". Die tiefe Spiritualität von Neal Morse ist in diesem Moment nicht nur sicht- und hörbar, sondern auch spürbar. Er kniet zuerst vor seinem Gott und erst in zweiter Linie vor seinem Instrument. Irgendwie wäre das auch ein gutes Ende des Auftritts gewesen, doch Morse und seine Band präsentieren noch den 33-Minuten-B(P)rocken "World Without End" vom aktuellen Album. Ein episches Klanggewitter aus Crescendos und Decresendos, zu dem sich im Rhythmus nickende Zuschauer mit geschlossenen Augen nochmals ganz der wunderbaren Musik von Morse hingeben, aber auch vereinzelt ungeduldiges Fusswippen zu beobachten ist.

 

Es sollte nun noch die angekündigten Transatlantic-Zugabe folgen und manch einer fragte sich wohl, wer den Posten des Bassisten von Transatlantic (Pete Trevawas von Marillion) übernehmen würde. Wer noch zuletzt auf eine Überraschung gewartet hatte, wurde enttäuscht, jedoch nur ein wenig. Zu Beginn sind nur Stolt und Morse auf der Bühne und spielen den ersten Teil der Ballade "All Of The Above - Full Moon Rising". Zur zweiten Hälfte des Whirlwind-Openers "Overture" betreten dann Portnoy und Flower-Kings-Bassist Jonas Reingold die Bühne, kurz darauf folgt Bill Hubauer mit seinem Saxophon. Gemeinsam spielt man noch zwei weitere Transatlantic Songs, Morse stellt einmal mehr unter Beweis, daß er gleichzeitig und locker Keyboard und Synthesizer bedienen kann. Den Höhepunkt und endgültigen Abschluß der Prog-Geburtstagsfeier bildet "Stranger In Your Soul". Neun Musiker des Abends beschliessen den gelungenen Abend gemeinsam jammend, abgekämpft aber mit großer Leidenschaft. Fast dreieinhalb Stunden Progressive Rock mit erstklassigen Musikern haben dem Konzertabend unausweichlich den Stempel des besonderen musikalischen Erlebnisses aufgedrückt, bei dem der Auftritt von Morse und seiner Band aber zweifellos der Höhepunkt war.

Setlist

Fotos: Daniel Strub (www.great-moments.ch)


 

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DanielF
© 03/2013 whiskey-soda.de
 


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