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Evanescence - Ehe der Vorhang fällt

Das Warten hat sich gelohnt: Evanescence sind mit Album Nummer drei zurück im Geschäft und haben vor kurzem nach Europa übergesetzt. Mit dabei: The Pretty Reckless, Kellermensch und einiges an Saft in den Akkus - was nach der langen Bandpause nicht weiter verwundert, vielmehr das Publikum in hohem Maße delektiert haben dürfte. Wir waren für Dich in der Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf mit dabei und haben dem Spektakel aus nächster Nähe beigewohnt.

Wer es auf Evanescence abgesehen und erwartet hatte, sich vorab durch die zähe Performance zweier nichtssagender Abklatsch-Supportbands quälen zu müssen, der dürfte im Regelfall mit Kellermensch und den Pretty Reckless ganz schnell eines Besseren belehrt worden sein. Zwar waren Kellermensch, die durch Violine, Kontrabass und einen optisch interpolesken Auftritt auffielen, ursprünglich nicht als Special Guests vorgesehen, jedoch erweckte das Sextett aus Dänemark alles andere als einen Eindruck der Notdürftigkeit.


Die ursprünglich als Unterstützer geplanten Progressive-Metaller Fair To Midland, die ihre Europa-Tourdaten aufgrund des Ausscheidens ihres Bassisten absagen mussten, dürften viele jedenfalls nicht so schmerzlich wie befürchtet vermisst haben. Falls doch, konnte bestimmt Taylor Momsen mit ihrer Band The Pretty Reckless zügig die Wehmütigen auf andere Gedanken bringen.
Erstaunlich, wie mühelos die erst 18-Jährige es vermochte, mit einer für ihr Alter unerwartet reif klingenden Rockröhren-Stimme die doch ziemlich große Halle (Fassungsvermögen: 7.500 Menschen) mit Silbe für Silbe klar vernehmbarem Powergesang zu füllen - unter anderem mit einem etwas schwächeren Cover von... 'Seven Nation Army'. Erstaunlich, dass sich eine Band im Jahre 2011 noch immer an so etwas Abgenutztes zwecks Neuinterpretation heranwagt, sei es auch live. Füllen konnte der ehemalige Gossip Girl-Star im Übrigen mit ihrem nur allzu weiblichen Auftreten wohl auch so einige männliche Hirne mit der einen oder anderen Fantasie, wie sich aus zahlreichen Zwischenrufen ableiten ließ.

 


Im Anschluss an diese erfrischenden Aufwärmrunde und einer etwas längeren Umräum-Wartezeit war es dann schließlich so weit . Amy Hartzler, die an diesem Abend ein mit fischschuppenartigen Elementen besetztes Kleid trug, dessen Farbton dem ihres Haares entsprach, stürmte in des Wortes wahrstem Sinne als letztes Evanescence-Mitglied zu 'What You Want', der ersten Single des aktuellen Albums, die Bühne und wirkte dabei aufregend agil. Kaum länger als ein paar Sekündchen blieb sie an einer Stelle auf der Bühne stehen, während sie ihr Rückgrat in alle erdenklichen Positionen bog. Es folgte eine herzliche Begrüßung, weiterhin aber keine längeren Anekdoten oder Ansprachen und eine Setlist, die sich mit insgesamt 17 Songs ein bisschen hinter dem Möglichen hielt. Während derer bedankte sich Amy immer wieder gerührt für den begeisterten Applaus und legte alles an Herzblut in ihren Gesang, und zwischenzeitlich, als man ihr für Stücke wie 'Lost In Paradise' und 'Lithium' einen Konzertflügel herbeirollte, ebensoviel davon in die Fingerspitzen.


Stücke der ersten beiden Alben, wie die zwei genannten es sind, waren allerdings innerhalb der Performance klar in der Minderheit. Mit mehr als der Hälfte des Sets waren es die neue Stücke, die Evanescence vor ihren nordrhein-westfälischen Gästen zum Besten geben wollten. Dabei wurde die aus den vielen zurückliegenden Tourwochen erwachsene Eingespieltheit des frischen Materials deutlich sicht- beziehungsweise hörbar. Die Puzzlesteine des Liedauswahl gingen klanglich stimmig ineinander über, ganz gleich ob alt oder neu. Als besonderes Highlight zu verzeichnen war 'Lost In Paradise', welches sich schnell als zu den von Fanseite meistgeliebten Stücken auf 'Evanescence' gehörig entpuppt hat. Ohnehin liebte das Publikum, das zwar eine breite Variation an Alters- und Stilgruppen lieferte, jedoch wie erwartet zur überwiegenden Mehrheit aus holder Weiblichkeit bestand, auch an diesem Abend alles, was Amy und Band ihm servierte. Besonders die alten 'Juwelen' wurden, sobald ein Minimum der jeweils zur Identifikation notwendigen Akkorde verklangen waren, durch ein begeistertes Aufjohlen der Menge gebührend gefeiert. Seine großen Gefühle tat diese durch bemühtes, akzentuiertes Mitsingen kund und, was zumindest eine Zuschauerin in der ersten Reihe betraf, durch an weiße Rosen befestigte Kurznachrichten auf Papier.

 



Nach dem zelebrierten - mit Verlaub - Smash-Hit 'Bring Me To Life' verließen die Musiker schließlich die Bühne, und kehrten zurück für etwas, das man geläufiger Weise eine Zugabe nennt, an jenem Abend jedoch noch den eigentlichen, erhabenen Höhepunkt des Konzertes bilden sollte. Mit 'Never Go Back', einem rasenden 'Your Star' und schließlich dem fulminanten Abschluss durch 'My Immortal' - inklusive Instrumentalteil - erreichte der Auftritt der Band aus Little Rock seine allumfassende Krönung.

Freundinnen wurden geschultert, kleine Scharen von Feuerzeugflammen erleuchteten über den Köpfen, und die Masse sang mit Leichtigkeit, nahm der glücklich wirkenden Amy sogar ein paar Verse ab, und kurz bevor schlussendlich die ganze Band backstage verschwand und das Licht anging, um die feuchten Augen einiger Konzertgäste zu entblößen, rief Amy kurzum 'See you next year!', woraufhin dann auch sie von der Bühne huschte. 'Hopefully', mag da so manch einer im Saale im Stillen gedacht haben.


Fotos: Valentin Erning


 

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Valentin
© 11/2011 whiskey-soda.de
 


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