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Oceansize - Zwei Tage als Idioten

In ungewöhnlichem Ambiente treten Oceansize am 8. Oktober 2010 auf. Als Support für Porcupine Tree spielen sie im Karlsruher Johannes-Brahms-Saal. Diese noble, vollständig bestuhlte Halle ist ansonsten vorwiegend der Veranstaltungsort für klassische Konzerte. Im glitzernden Foyer treffen wir vor dem Konzert Steven Hodson, den Bassisten von Oceansize. Er fühlt sich merklich unwohl in dieser Szenerie und verrät uns im Laufe des Gesprächs den Grund für ssein Befinden. Außerdem erklärt er uns die neue musikalische Ausrichtung, die Oceansize mit ihrem aktuellen Album 'Self Preserved While The Bodies Float Up' eingeschlagen haben.

Die Erkenntnis, dass die Konzerte auf der kleinen Tour, die Oceansize allabendlich für Porcupine Tree eröffnen, bestuhlt sein werden, hat Steve Hodson erst direkt zu Beginn der Tour ereilt: 'Ich wusste bis zum ersten Abend nicht, dass die Konzerte bestuhlt sein würden. Ich bin in den Saal gekommen, hab all die Sitze gesehen, bin in die Garderobe zu unserem Manager gelaufen und er hat gesagt: 'Alle vier Konzerte sollen bestuhlt sein.' Glücklicherweise war es dann doch nur bei zweien so.' Im Gegensatz zu vielen anderen Rockmusikern, die freiwillig ab und an das ruhige Ambiente für ihre Musik aufsuchen, übt diese Situation auf Steve Hodson keine Anziehungskraft aus: 'Mir gefallen Konzerte mit Stehplätzen wesentlich besser. Bestuhlte Konzerte sind einfach sehr skurril. Ich fühle mich ein wenig wie ein Idiot, wenn ich mich in die Musik reinsteigere und alle nur so dasitzen.' Für Oceansize ist diese Art von Auftritten eine ziemlich neue Erfahrung, da sie bisher nur ein einziges bestuhltes Konzert gespielt haben. Den anderen Bandmitgliedern ist dies allerdings nicht so sauer aufgestoßen wie Steve: 'Alle anderen in der Band scheinen es genossen zu haben, aber ich nicht. Es ist ganz einfach nicht die richtige Umgebung für ein Rockkonzert. Rockmusik ist nicht dafür gemacht, dass man sie sich sitzend anschaut und anhört.' Nach dem ersten bestuhlten Konzert dieser Tour allerdings hat sich, wie Steve berichtet, auch beim Rest von Oceansize seine Einschätzung breit gemacht: 'Es ist so eine bizarre Verbindung zwischen der Band und dem Publikum. Es kann nicht sein, dass eine Seite nur gibt und die andere Seite nur nimmt. Es muss eine Balance geben - und in diesem Szenario gibt es diese Balance nicht.' Doch Steve gibt die Hoffnung nicht auf: 'Vielleicht ist es ja heute Abend anders. Vielleicht reißt das Publikum ja alle Sitze heraus.' Ganz so weit wird es nicht kommen, doch werden Teile des Publikums später tatsächlich die Sitzgelegenheiten ignorieren und sich stehend vor der Bühne sammeln - allerdings erst beim Auftritt von Porcupine Tree.

 

Für ihr aktuelles, viertes Album 'Self Preserved While The Bodies Float Up' haben sich Oceansize eine einzige, dafür aber sehr strikte Vorgabe gesetzt: 'Die einzige Absicht bei diesem Album war, es klarer auf den Punkt zu bringen, sodass es wirklich als Album funktioniert. Denn uns ist oft vorgeworfen worden, dass unsere Alben zu viele Stile oder zu viele unterschiedliche Stimmungen haben.' Dass dies nicht zu den einfachsten Aufgaben für Oceansize gehört, gibt er zu: Es ist schwieriger, Ideen herunterzubrechen als alles, was man hat, in einen Song zu stopfen. Darin, dass die beiden Stücke 'Oscar Acceptance Speech' und 'Silent/Transparent' länger als acht Minuten dauern und ausgedehnte Instrumental-Parts enthalten, sieht er keinen Verstoß gegen dieses Konzept. Da diese Songs genau die beiden sind, die Steve Hodson selbst zum Album beigesteuert hat, kann er erklären, wie sie sich mit dem Leitmotiv vereinbaren lassen: 'Das Album ist dahingehend prägnanter, dass die einzelnen Songs weniger Ideen enthalten. Auf 'Frames' gab es in den einzelnen Songs so viele Schichten und Abschnitte, dass es ein bisschen zu viel zum Zuhören wurde. Diesmal gibt es auch in den längeren Stücken nicht so viele Abschnitte. Die Länge eines Songs sagt nichts darüber aus, ob man mit seinen Ideen trödelt oder präzise ist. Sie bleiben zwar Acht-Minuten-Songs, aber sind trotzdem sehr geradlinig.' Dass das Ende von 'Oscar Acceptance Speech' in ausgedehnte Streicher mündet, hat einen ungewöhnlichen Grund: 'Auf die Streicher am Ende von 'Oscar Acceptance Speech' bin ich gekommen, weil ich den Song für ein Projekt an der Universität geschrieben habe. Es war vorgegeben, dass er länger als fünf Minuten dauern muss. Deswegen musste ich noch etwas ans Ende setzen. Also sind da jetzt so viele Streicher. Ursprünglich sollten sie gar nicht mit auf auf die Albumversion, aber jeder in der Band mochte sie und deswegen haben wir sie dann doch behalten.'

Der Arbeitsprozess, der zu diesem Album geführt hat, unterscheidet sich grundlegend von den Entwicklungen der vorangehenden drei Werke: 'Es ist schon merkwürdig: Bei diesem Album haben wir auch fast fertige Stücke mit in den Proberaum gebracht. Bei den alten Alben haben wir jede Kleinigkeit mitgebracht und dann daran gearbeitet. Diesmal hat jeder aus der Band Songs beigesteuert, die so gut wie fertig waren. Das ist definitiv eine einfachere Weise zu arbeiten, weil es weniger Zeit kostet.' Dennoch kann Steve eine Kontinuität zu früheren Platten feststellen - zumindest bei einem Song aus seiner Feder: ''Oscar Acceptance Speech' ist aus einem Song namens 'Getting Where Water Cannot' von der 'Home & Minor'-EP entstanden. Ich hatte versucht, eine Idee auf der Gitarre über diesen Song zu spielen. Aber es hat nicht funktioniert. Also habe ich aus dieser Idee einfach ein neues Stück entwickelt.' Zu der auffälligen Gliederung des Albums durch die zwei fast genau gleich benannten Stücke 'SuperImposer' zu Beginn und 'SuperImposter' am Ende kann Steve allerdings nichts erklären. Er verweist auf Frontmann Mike Vennart: 'Ich habe überhaupt keine Ahnung. Ich glaube, Mike dachte einfach, dass es raffiniert ist, zwei Songs mit beinahe gleichen Namen zu haben.' Für Steve ergibt diese Benennung allerdings keinen Sinn, weil er keine Gemeinsamkeiten in den beiden Stücken entdecken kann: 'Sie sind absolut unterschiedlich.' Während 'SuperImposter' das Tempo schleppt, drückt 'SuperImposer' es. Zu letzterem erklärt Steve: 'Es ist schon eine Art Pop-Song. Der Gesang ist sehr poppig und geradlinig. Aber die Melodie und das Timing des Songs ist sehr seltsam. Einige Leute haben mir erzählt, dass der Gesang und die Musik nicht zusammen passen. Sie würden wie zwei unterschiedliche Songs klingen. Dem stimme ich aber nicht zu.'

Oceansize - Zwei Tage als Idioten Seiten 1 2

 

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maximilian
© 11/2010 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Oceansize

Homepage:
- Oceansize offizielle Homepage

Artikel:
- Oceansize - Das Wesen der Musik
- Oceansize - Zwei Tage als Idioten

Rezensionen:
- Frames (Special Edition inkl. DVD)
- Self Preserved While The Bodies Float Up

Kurzinfos: Porcupine Tree

Homepage:
- Porcupine Tree im Studio
- MySpace-Seite

Artikel:
- Porcupine Tree & Anathema - Der Stachelschweinbaum mit dem Kirchenbann

Rezensionen:
- Stupid Dream
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Rezensionen:
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