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Sabaton – Star Wars kontra das Vergessen

Mit "Coat of Arms" haben die schwedischen Schwermetall-Historiker erneut ein absolut hochklassiges Werk veröffentlicht, das hymnischen Heavy Metal rund um die 2. Weltkriegs-Thematik bietet. Zwar sind die Keyboards in den Hintergrund getreten, Breitwand-Geschichtsunterricht gibt es aber allemal. Diesmal durften die Fans sogar abstimmen, welche Schlachten besungen werden sollen. Warum Sabaton aber die Star Wars-Vorschläge außenvor ließen und vieles mehr, erklärte uns Bassist Pär Sundström.

Bevor wir aber auf den Inhalt und die musikalischen Änderungen von "Coat Of Arms" eingehen, steht der Labelwechsel zum Branchenprimus Nuclear Blast auf dem Notizzettel. "Unser altes Laben Black Lodge hat in der Vergangenheit alles für uns gegeben, aber sie waren ein kleines Label in Stockholm ohne Vertriebsmöglichkeiten in die ganze Welt, wenn dann meist nur in Europa. Das führte dazu, dass wir als Band in den meisten Gegenden auf uns allein gestellt waren. Nuclear Blast hat da andere Möglichkeiten und bringt uns hoffentlich voran", erklärt der Sabaton-Bassist, wie es zum nächsten Schritt kam. Der Einstand beim Donzdorfer Label ist mit "Coat Of Arms" mehr als gelungen ausgefallen. "Ich liebe das neue Album", pflichtet Pär bei, ”aber ich liebe es mehr live. Die Songs wurden so geschrieben, wie sie live gespielt werden sollen. Das heißt, dass wenn wir sie live spielen, sie wachsen und sich verbessern". Der Grund für diese Entwicklung war wohl auch, dass die Keyboard-Dominanz zurück gefahren wurde und die Songs sehr Gitarren-orientiert ausfallen. "Das geschah eher zufällig. Der Grund liegt darin, welche Songs wir zum Schluss auf das Album gepackt haben. Wir denken nie darüber nach, wieviele Songs eher Gitarren- oder Keyboard-orientiert sind. Wir nehmen einfach die guten Songs auf ein Album drauf. Aber danke! Denn viele Journalisten sahen das Album komplett um Keyboards herum gebaut, sodass ich mich manchmal frage, ob sie sich das ganze Album angehört haben oder nur den Titeltrack", moniert Pär.

 

Spannend war der Fakt für die Albumentstehung, dass Sabaton die Fans im Internet zu einer Abstimmung aufgerufen haben, um Ideen für Schlachten zu geben, über die die Band singen kann. Tausende Mails erreichten daraufhin die Band. Hattet ihr diesmal keine Ideen? "Doch, natürlich hatten wir Ideen, aber wir sitzen in Schweden und wissen auch nicht alles über die Geschichte anderer Länder. Die ganze Sache mit den Vorschlägen war schon ziemlich irre, wir haben über Dinge etwas gehört, auf die wir so wohl niemals gestoßen wären. Wir hatten zwar Inspirationen und Ideen für das Songwriting, aber mit der Hilfe unserer Fans ging es noch besser voran", berichtet Pär über die interaktive Zusammenarbeit für das neue Album. So kamen viele Vorschläge über Schlachten aus dem 2. Weltkrieg. "Auf dem neuen Album sind so alle Songs durch Vorschläge der Fans entstanden oder beeinflusst worden. Einige Schlachten und Fakten kannten wir schon, einige überhaupt nicht. Z.B. war der Song bzw. das Themas von "White Death" etwas, wovon wir überhaupt noch nie etwas gehört hatten (eine spiezielle Scharfschützen-Thematik, A.d.V.)", so der Bassist. Allerdings gab es auch einige ganz spezielle Wünsche, denen die Band nicht nachkommen wollte oder konnte. "Einige wollten auch etwas über Star Wars oder Ameisenkriege hören, naja" zeigt sich Pär wenig begeistert von diesen Ausreißern. Doch die Themen, die bei der Band ankamen und vertieft werden sollten, wurden von den Fans mit fundierten Quellen belegt. "Meist schickten uns die Fans gleich Links mit oder wir fragten nach, wo wir noch Zusatzmaterial herbekommen könnten. Die Zusammenarbeit war perfekt!" ist Pär immer noch sehr zufrieden von dieser Kooperation.

Allerdings ist es meist etwas risikobehaftet, wenn man historisch belegte Texte und Fakten nutzt. Stichwort: was ist wahr, was ist Propaganda? "Wir müssen immer recherchieren, das ist klar. Manchmal ist es nicht einfach, da die Fakten nicht zuverlässig sind, weil es immer zwei Seiten von solchen Geschichten gibt. Der Sieger schreibt aber meistens die Wahrheit", erklärt Pär, wie sich die Band an die Texte ihrer geschichtlich belegten Songs macht. Dann wäre da noch die Sache mit der Atmosphäre, immerhin kann man schlecht die Thematik mit der organisierten Judenvernichtung mit einer pathetischen Uptempo-Nummer verbinden, sondern muss die passende Verbindung wie bei "The Final Solution" finden. "Die Musik wird immer zuerst geschrieben, Joakim (Gesang, A.d.V.) arbeitet eine lange Zeit allein und macht eine Art Vor-Produktion, die wir dann hören können. Daraus ergeben sich dann finale Veränderungen. Anschließend schreiben Joakim und ich die Lyrics zusammen" beschreibt der Schwede die bewährte Arbeitsweise Sabatons. "Der Song "Saboteurs" ist für mich auf dem Album der bedeutendste, ich habe den Song schon geliebt, als ich ihn vor zehn Jahren geschrieben habe, aber er schaffte es nie auf eine CD. Jetzt ist er endlich fertig gestellt worden und ich habe endlich meinen Willen durchgesetzt und hier ist er", grinst Pär.

"The Final Solution" befasst sich auf dem Album, wie schon kurz erwähnt, mit der Endlösung in der Judenfrage, ein absolut ergreifender und emotionaler Song. Wie wird die Band hier dieses Stück live performen? "Nein, wir können dieses Stück aboslut nicht im typischen Sabaton-Stil luve wiedergeben. Man muss hier absolut korrekt sein. Wir können nicht so ein Thema auf die Bühne bringen und das Publikum zu "Hey Hey"-Rufen animieren. Wenn wir diesen Song live spielen sollten, was wir wollen, werden wir ihn in einen melancholischeren Stil bringen, vielleicht sogar akustisch" schlägt der Bassist ernste Töne an. Und auch wenn man es nicht erwartet, haben Sabaton noch nie Probleme gehabt, weil sie als Metalband über die 2. Weltkriegsthematimk singen. "Wir hatten noch nie Probleme damit, auch wenn es immer alle Leute denken", so Pär, der sich aber schon im die Wirkung der Songs auf das Publikum bewusst ist. "Wir wissen, dass sich einige Leute aufgrund der Songs für Geschichte zu interessieren begonnen haben. Ob wir das gewollt haben, weiß ich nicht. Aber ich denke, dass das eine sehr gute Sche ist. Wenn wir beginnen unsere dunkle Geschichte zu vergessen, sollten wir daran erinnert werden! So haben uns viele Leute bereits deswegen geschrieben, besonders aus Polen erreichen uns viele Reaktionen".

 

Trotz dieser eindeutigen Statements verirrten sich zu Beginn der Bandhistorie die falschen Fans zu Sabaton. "Zu Beginn konnte man ein paar von denen auf unseren Konzerten sehen, aber die sind mittlerweile verschwunden, als sie gemerkt haben, dass Sabaton nicht mit ihrer Ideologie sympathisieren" berichtet Pär aus der Vergangenheit. Auch hat er keine Angst, dass aufgrund des Songs "Wehrmacht" es in Deutschland Probleme mit dem Publikum geben könnte. "Ich glaube, die Deutschen reagieren gut auf diesen Song. Es ist nicht der bekannteste Song von dem Album, aber alle scheinen ihn bis jetzt zu mögen. Es war auch nicht geplant, dass das einer der härtesten Nummern des Albums wird. Die Musik war zuerst da, dann haben wir Themen gesucht und das Wehrmacht-Thema hat zu dem Song gepasst. Es hat funktioniert und deshalb ist der Song jetzt so, wie er ist" beschließt der Bassist seinen Einblick in die Sabaton-Welt.

Wer jetzt sehen möchte, wie die Band ihr neues Meisterwerk live umsetzt, hat auf diversen Festivals und bei der World War-Tour ab September hier die Gelegenheit dazu:

Hamburg - Markthalle
Hannover - Musikzentrum
Leipzig - Hellraiser
Geiselwind - Musik Hall
München - Backstage
Ludwigsburg - Rockfabrik
Köln - Underground
Saarbrücken - Garage


 

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Ingo
© 06/2010 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Sabaton

Homepage:
- Offizielle Sabaton-Website

Artikel:
- Sabaton, Grave Digger und Therion - Zwischen Hausmannskost und rotem Teppich
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- Thobbe Englund - Von Sabaton zur Solokarriere

Rezensionen:
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- Carolus Rex
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Kurzinfos: Nuclear Blast

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- Epica, Eluveitie und Scar Symmetry - Die Nuclear-Blast-Wundertüte


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