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Ihsahn - Mit dem Dudelsack ins Ewige Eis

So hatte ich mir meinen Einstieg hier nicht vorgestellt! Hart und erbarmungslos wollte ich rezensieren, das eisige Lächeln, mit welchem ich den Damen und Herren Künstlern die schlechten Noten in die Besprechungen zu trümmern und nur in Ausnahmefällen ein 'ausreichend' gelten zu lassen gedachte, übte ich stundenlang vor dem Spiegel. Und dann schiebt der Herr Chefredakteur mir zum Jahresende Ihsahns drittes Solowerk, schlicht 'After' betitelt, über den virtuellen Tisch und mir bleibt weder aus subjektiver, noch aus objektiver Sicht etwas anderes übrig, als die Höchstnote zu zücken. Unverschämtheit!

So nöle ich Ihsahn höchstpersönlich die Ohren voll, doch als Antwort auf die Frage, wie er denn mit der Bürde umgehen wolle, ausgerechnet von mir die volle Punktzahl erhalten zu haben, hat der Meister lediglich ein mitleidiges Lachen reserviert. 'Vielen Dank für die Bestnote, aber die sehe ich bestimmt nicht als Bürde. Weißt Du, es bereitet mir schlicht Freude, meine Alben veröffentlichen zu können und besonders schön war es, mein neues Album herausbringen zu dürfen. Es gibt für mich keinen Grund, gute Kritiken als Bürde zu sehen.' Der letzte Satz lässt auf eine durchweg positive Resonanz auf dein Werk in der Presselandschaft schließen. 'Bisher scheint 'After' bei vielen Leuten mehr als gut angekommen zu sein. Die Kritiken bewegen sich überwiegend im Bereich fast volle bis volle Punktzahl, von daher habe ich bestimmt keinen Grund, zu meckern!'

So hat also scheinbar nicht nur mir die exquisite Mischung unterschiedlichster klanglicher Stile, teils fernab des Black respektive Heavy Metal, gefallen. 'Es war mit Sicherheit nicht geplant, auf Biegen und Brechen ein facettenreiches Werk zu produzieren. Aber alles was ich tue, ist natürlich stark von meiner Experimentierfreudigkeit sowie meinen persönlichen musikalischen Präferenzen geprägt. Und ehrlich gesagt macht Metal im Vergleich zu allen anderen Genres, die ich ebenfalls gerne höre, wahrscheinlich sogar den kleinsten Teil aus', gesteht der Norweger. 'Von daher war es fast schon klar, dass, obwohl ich natürlich die längste Zeit Musik mit verzerrten Gitarren, Bass und Schlagzeug produziert habe, irgendwann der musikalische Schritt über Emperor hinaus kommen würde. Mit Beginn meiner Solokarriere und der Arbeit an den drei Outputs unter dem Ihsahn'schen Banner fühlte ich mich endlich in der Lage, auf dem über die Jahre entstandenen neuen musikalischen Fundament eben auch neue Einflüsse aufzuschichten, auszuprobieren, so dass mehr und mehr mein gesamter musikalischer Hintergrund zum Zuge kommt. Mittlerweilen ist es so, dass ich mich völlig entspannt hinsetzen, bestimmte Songteile entwerfen, sie anhören und unter Zuhilfenahme meines Backgrounds gänzlich anders verfeinern kann als früher. Wahrscheinlich spült überwiegend diese über die Zeit entwickelte Gelassenheit immer häufiger absurdeste Einflüsse vollkommen natürlich an die Oberfläche, hehe!'

 

So spricht der Meister, um im selben Atemzug auszuführen, warum Ihsahn als Ihsahn und Ihsahn eben nicht als Emperor 'After' sowie seine Vorgänger 'AngL' und 'The Adversary' veröffentlicht hat: 'Punkt eins: Emperor waren kurz vor Beginn meiner Solokarriere ein Meinungstummelplatz unterschiedlichster Menschen außerhalb der Band selbst. Alle wussten, was gut sei für uns, die wir die Musik erschufen, und in welche Richtung sich alles bewegen müsse. Ich denke, du verstehst, dass so etwas irgendwann zu nerven beginnt und man als Musiker vielleicht einen temporären Schlussstrich ziehen möchte. Punkt zwei: sollte es um die beliebtheitstechnischen Aspekte gehen, so denke ich, enthalten alle meine Solowerke genug Black Metal-typische Trademarks, um auch vor meiner alten Fangemeinde zu bestehen. Alles, was ich mache, ist immer Metal genug, um es unter Ihsahn zu veröffentlichen. Ich behaupte, ich brauche mich nicht verstecken. Es gab in der Hinsicht für mich keinen Grund, auf Nummer sicher zu gehen und, um einen möglichen Popularitätsverlust abzuwenden, als Emperor zu veröffentlichen. Punkt drei: es war einfach an der Zeit! Als Solokünstler muss ich keine Kompromisse mehr eingehen. Keine Absprachen mehr, kein Abgleich der Ideen. Alles, was mir gefällt, kommt aufs Album, was mir missfällt, fliegt runter. Fertig!'

Rumms! Alles mehr als nachvollziehbar, immerhin frickelt der Mann, von dem ich dachte, er könne meinen Telefonhörer durch bloßes sprechen vereisen, seit seinem elften (!) Lebensjahr auf den Instrumenten dieser Welt herum. Dass der ein oder andere da irgendwann mal gerne Ketten sprengen und Neuland betreten möchte, scheint mehr als logisch. Aber wann begann der Prozess dieses über den Tellerrand blicken wollens?

'Ich würde sagen', mutmaßt Ihsahn, 'wer sich 'Prometheus' [das letzte Emperor-Studioalbum - Anm. d. Verf.] anhört, der wird bereits Ähnlichkeiten zum Hier und Jetzt feststellen können. Genau genommen waren Emperor zu diesem Zeitpunkt vermutlich ausschließlich ich, zumindest fühlte ich damals so, denn ich wurde zum ersten Mal wirklich mit der Arbeitsweise eines Solokünstlers konfrontiert. Und da keimte wahrscheinlich erstmals der Gedanke in mir, Distanz zu dieser Band zu schaffen, die mich bereits so lange durchs Leben begleitet, indem ich einfach etwas alleine starte.'

Ganz alleine oder gab es da eventuell jemanden, der Dich in dieser Entscheidung bestärkte oder begleitete? 'Nicht direkt, aber Rob Halfords Anfrage, ob wir denn nicht gemeinsam etwas entfesseln wollten, trug natürlich zu meiner Emanzipation bei. Letztlich führen aber sämtliche Wege zu meinem Willen zurück, all meine Interessen einzubringen. Ich bin beispielsweise unheimlich glücklich, Jørgen [Munkeby, Saxophonist und Chef der norwegischen Industrial Jazz-Extremisten Shining - Anm. d. Verf.] zur Mitarbeit am neuen Album bewegt haben zu können! Der Kontakt kam über gefühlte 500 Stationen und Umwege zustande, aber das Ergebnis war die Herumtelefoniererei doch Wert, oder?' fragt mich der nordische Solobarde. Na, aber sicherlich! Ihsahn bricht in schallendes Gelächter aus, als ich ihm gestehe, vor Freude durchs Zimmer getanzt zu haben, nachdem ich auf 'After' das Saxophon ausgemacht hatte. Als er sich beruhigt hat, erläutert er das Zustandekommen der auffälligen Unterschiedlichkeit seiner drei Scheiben nach Emperor und was es für das nächste Album bedeuten könnte, mit 'After' Instrumente dieser Art eingebracht zu haben: 'Also ich meine, jedes meiner drei Soloalben symbolisiert den richtigen, wenn auch nicht unbedingt logischen Schritt. 'The Adversary' war schon klar abseits Emperor einzuordnen und auf dieses erste Soloalbum MUSSTE 'AngL' folgen, auch wenn 'AngL' vielleicht nicht folgerichtig scheint. Auch 'After' war nun vielleicht nicht das, was man erwartet hat, doch meines Erachtens ist es nicht wichtig, stets den logischsten Schritt zu gehen. Ein Saxophon auf dieser CD bedeutet nicht zwangsläufig, einen Dudelsack auf der Nächsten. Ich habe, ehrlich gesagt, zum jetzigen Zeitpunkt nicht den blassesten Schimmer, wie after 'After' klingen wird.'

 

Norwegisches Ü-Ei also und ähem-ähem, einen Monat nach Veröffentlichung seines Albums Nummer Drei wäre eine definitive Aussage zur nächst folgenden Kreation wahrscheinlich auch zu früh und ließe den Verdacht aufkommen, der Mann hätte nichts anderes zu tun, als sich im Studio zu verschanzen und Platten einzubolzen. Ein wenig Abwechslung brächte da mit Sicherheit eine kleine Tour, doch man munkelt, Ihsahn sei, was das Touren angeht, nicht gerade der enthusiastischste Mensch auf diesem unseren Planeten. Was er aber tun würde, so denn ein musikinteressierter, endlosreicher Abramowitsch-Verschnitt von den Ufern der Halbinsel Kamchatka ihm ein verlockendes Angebot unterbreiten würde, erklärt er wie folgt: 'Es wäre cool (im wahrsten Sinne des Wortes), einen Gig am Nordpolarmeer abzureißen! Dort eine Bühne aus Eis hingezaubert, auf welcher gigantische Monitore stehen, über die fortwährend perfekt auf die Musik abgestimmte Bilder flimmen - das wärs! Diese Monitore würde ich mir dann natürlich mit meiner Vorgruppe teilen und das wäre dann, auch wenn es manch einem befremdlich vorkäme, Porcupine Tree. Meine Band bestünde selbstredend aus genau der Truppe, die auch 'After' so fantastisch eingespielt hat.'

Gepriesen seien die Billigflieger, welche hoffentlich bis zur Verwirklichung dieser Idee ihre versteckten Gebühren abgeschafft haben werden und so tonnenweise Metaller gen Nordpol befördern! Ich wäre trotz Flugangst an Bord und würde mich zur Not auch in Ton-Ton-Eingeweide betten, um mir dieses Spektakel zu Gemüte führen zu können. Auf geht's, Ihsahn!


 

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Mitch
© 02/2010 whiskey-soda.de
 


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- Ihsahn - Mit dem Dudelsack ins Ewige Eis

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