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Helloween - 'Er dachte schon, dass ich nicht Gitarre spielen kann...'

Nicht viele Bands bringen es auf eine silberne Hochzeit, wenn es dann eine Gruppe 25 Jahre im harten Musikbusiness erfolgreich durchhält, muss schon ein besonderes Zeitdokument her. 'Unarmed: Best of 25th Anniversary' zeigt die Bandklassiker Helloweens in teilweise radikal veränderte Form. Wer z.B. 'Dr. Stein' mit Saxophon-Versatzstücken oder mit Partituren des Prager Sinfonie-Orchesters ausstattet, hat keine Angst vor Fan-Protest und dem Verlust der eigenen Glaubwürdigkeit. Dementsprechend entspannt aufgelegt war auch Gitarrist Michael Weikath im Gespräch.

"Wir hatten ja nun schon viele Best Ofs, die unsere ganzen ehemaligen Label herausgebracht haben wie z.B. Noise mit 'The Best, The Rest, The Rare', da hatten wir keinen Bock drauf. Das ist ja auch albern. Wir hatten auch schon die 'Treasure Chest', noch Best Offer kann man das gar nicht machen, dann wären nur noch neuere Stücke drauf, die dann wahrscheinlich so eh keinen interessieren, weil es keine Best Of ist. Dann kam irgendwann die Idee auf, das ganze unplugged zu machen oder im ganz anderen Gewand. Markus Großkopf und ich finden unplugged-Geschichten nicht sonderlich toll, wir wollten das dann komplett anders machen. Und unser Produzent Charlie Bauerfeind meinte dann: Das kann man ja anders arrangieren, wie man lustig ist. Dann kann man da Leute ransetzen, die das können und schon geht das. Als hauptberuflicher Metal-Musiker hat man nicht das wahre Talent für so etwas, weil man es doch anders machen würde. Die Idee war dann gewesen, einfach alles anders zu machen und hoffentlich mit Klassik-Arrangements und das hat sich dann ja auch ergeben. Wir wollten es aber auch nicht so machen wie andere Bands mit Orchester. Tröpfchenweise kamen dann auch die Angebote von interessierten Personen rein, das hat aber auch ewig gedauert, bis die dann Zeit hatten. Dann gab es auch Personen, die hatten kein Interesse und keine Zeit hatten", beschreibt Gitarrist Michael Weikath, wie es schlussendlich zum Ergebnis 'Unarmed: Best of 25th Anniversary' kam. Doch wen gibt es eigentlich, der kein Interesse hat, mit einer der wichtigsten und einflussreichsten Metalbands zusammen zu arbeiten? "Wen wir nicht alles gefragt haben. Apocalyptica hatten z.B. keine Zeit und auch das Management war der Meinung, dass die das nicht unbedingt machen müssten", verrät Weiki.

 

Die Finnen werden sich wohl, wenn sie 'Unarmed' hören, in den allerwertesten beißen, denn das Album präsentiert Helloween überraschend und gänzlich unbewaffnet, wie der Titel schon sagt. Ohne meterhohe Verstärkertürme bleibt so der ursprüngliche Song zurück, dem durch die Bearbeitungen völlig neue Aspekte entlockt werden "Ich fand das Ergebnis dann, als Charlie mit den Final Mixes ankam, richtig gut. Man war bei der Entstehung beteiligt, wir sollten die Arrangements ja prüfen und absegnen, hier haben alle geniale Arbeit geleistet, besonders Andreas Becker von Peter Maffay oder Matthias Ulmer, der 'Falling To Pieces' und die ganzen Klassikarrangements gemacht hat und bei Heinz Rudolph Kunze Keyboarder ist. 'Falling To Pieces' war gar nicht vorgesehen, aber er kam an und sagte: Hört mal rein, mir ist da was eingefallen, vielleicht gefällt euch das. Und wir fanden es einfach nur geil!", so Weiki, dass es auch Songs auf das Album geschafft haben, die ursprünglich gar nicht vorgesehen waren.

Das Ergebnis klingt, trotz unterschiedlicher Atmosphären und Stilistiken, über die komplette Spielzeit sehr homogen. "Wir haben die Gitarren stellenweise gemutet, weil es ein Kuddelmuddel gab und man das Orchester dann nicht mehr gehört hat. Das war der Effekt, den wir nicht wollten wie bei anderen Bands: Volle Pulle die Gitarre drauf und irgendwo zirpt das Orchester mit herum, dafür waren die Aufnahmen zu teuer und zu gut!", erklärt der Gitarrist, dass das Album ein stetiger Arbeitsprozess war und die einzelnen Songs erst mit der Entwicklung gewachsen sind und einen ständigen Veränderungsprozess unterlagen.

Überraschenderweise hatte Weiki nicht das Gefühl, eine andere Band außer Helloween zu hören, als es das erste Mal das fertige Produkt serviert gab. "Es ist halt eine 25-Jahre-Jubiläums-CD, das war alles beabsichtigt. Womit man sich natürlich herumschlagen muss, sind bösartige Emails von Fans, die sich ein paar Sachen auf youtube angehört hatten. Es gibt halt Leute, die hätten sich lieber eine neu aufgenommene Best Of gewünscht. Ich habe jetzt 15 Jahre am Stück durchgearbeitet und wir wollten nach der Tour ein wenig Ruhe tanken, damit die nächste Platte auch wieder gut wird. Das war schon ein wenig an der Kreativitätsgrenze: Besetzungswechsel, Managementwechsel, 'Keeper Pt. 3', die ganzen Festivalshows. Das zehrt schon, man wird ja auch nicht jünger. Jedenfalls kam unser Manager und sagte: 25 Jahre, da muss man was machen! Und wir sagten: Gern, aber im Rahmen, deswegen ist das auch kein Doppelalbum geworden, für das wir monatelang im Studio hätten sitzen müssen. Wir wollten in der Pause kein Mammutprojekt machen und das ist schon Mammut genug. Wir brauchten da gar nicht so viel machen", meint Weiki, dem man das so trotzdem nicht abnimmt.

Allerdings gab es auch Songs in der 25-jährigen Historie, die in einer möglichen Bearbeitung nicht funktioniert hätten, deswegen sind alte Gassenhauer wie 'Ride The Sky' oder 'Judas' nicht vertreten. "'Ride The Sky' hätte man vielleicht noch machen können, es gab da aber eine Liste mit Songs, für die man Visionen hat und da war der Song nicht mit drauf. 'Judas' finde ich persönlich auch nicht so toll, der hat so einen Bildzeitungs-Refrain...", moniert der Helloween-Gründer. Für die Songs, für die es Visionen gab, kam die kreative Verstärkung ins Spiel, die Hand an die Songs legten. Kontrolle abgeben: Damit hatte Michael Weikath keine Probleme. "Wir wurden ja immer gefragt, was wir von dieser oder jener Passage halten. Ich hatte ja auch spezielle Wünsche wie eben jenes Saxophon. Durch das ganze Patchwork weiß ich jetzt auch nicht mehr genau, wer was gemacht hat. Mathias Ulmer hat sich z.B. in sein Keyboard-Imperium zurückgezogen und dort bei sich gebastelt, während Andreas Becker sich mit uns hingesetzt und Sachen erarbeitet hat. Ich hab mich dann da rausgehalten, weil er die Dinge ganz anders gemacht hat als ich, aber das war die Idee. Ich wollte ihn dann auch nicht wegen jedem Akkord nerven. Ich habe mir dann schon eine schwarze Les Paul genommen, um etwas zu daddeln, damit er sieht, dass ich überhaupt Gitarre spielen kann. So sehr habe ich mich da rausgehalten. Er hat glaube ich wirklich gedacht: Er kann doch gar nicht, er steht hier nur rum...", führt Weiki als Beweis für seine Zurückhaltung an.

 

Das Ergebnis hat absolut das Potential, im kommerziellen Radio gespielt zu werden. 'Dr. Stein' ("Die Version finde ich absolut geil!") oder 'If I Could Fly' inmitten von Pink oder Ich und Ich? "Das stimmt, man kann das da spielen, aber wir bleiben trotzdem hinterher die bekannte Heavy Metal-Band. Wir werden auch nicht auf der nächsten CD in die Richtung weitergehen. Experimente wie in Zeiten von 'Chameleon' werden wir lassen! Wir sind jetzt auf Sony, die können schon produktionstechnisch zaubern. Nehmen wir einmal an, die Best Of verkauft sich jetzt drei oder 30 Millionen Mal, dann ist das sehr schön, aber dann Leute zu unseren Konzerten, die sind Wechselkäufer, die das nur aus dem Radio kennen und interessieren sich nicht für den Rest, den wir machen. Wenn die natürlich sagen: Für das Geballer ist das nicht schlecht, dann hast Du ein paar normale Fans dazubekommen, aber das ist nicht die Methode, auf der Du weitermachen kannst. Wenn wir nach 25 Jahren Arbeit es mit der CD aber erreichen, dass uns alle kennen, dann ist das toll. Aber die wollen dann nur solche Sachen hören wie auf der 'Unarmed'. Wenn die kommen sollten, möchte ich, dass denen bewusst gemacht wird, dass sie ein Heavy Metal-Konzert besuchen und nicht den kompletten Pop-Wahn bekommen. Die Leute bezahlen Geld und auch wenn sie doof sind und es nicht besser wussten, muss man so was vermeiden. Im Endeffekt sind solche Gedankenspiele aber völlig nutzlos, weil alles anders kommt, als man es plant. Wer hätte schon gedacht, dass wir mit 'Dr. Stein' in die Top Ten kommen oder die 'Keepers'-Alben so abgehen?", philosophiert Weiki. "Ich habe nur zu Bedenken gegeben, dass es einigen Leuten nicht gefallen wird und es mit der 'Chameleon' verglichen wird. Aber es sind ja keine neuen Sachen drauf und deshalb auch kein Verbrechen. Ich würde aber gern mal 'Dr. Stein' live aufführen, da sind ja immerhin auch Schrubbelgitarren dabei, nur halt nicht so verzerrt".


 

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Ingo
© 01/2010 whiskey-soda.de
 


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