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Satyricon - Anbruch eines neuen Zeitalters

Bis kurz vor Weihnachten bestreiten Satyricon die letzte Etappe eines über einjährigen Tourzyklus' zum Album 'The Age Of Nero'. Bei seinem kurzen Heimaturlaub in Norwegen nahm sich Frontmann Sigurd 'Satyr' Wongraven die Zeit und erzählte uns von der Produktion des letzten Albums, den Zukunftsplänen von Satyricon und Thorns sowie dem nach wie vor bestehenden Zusammenhalt in der norwegischen Black Metal-Szene...

'Es fällt immer noch schwer, das Album im Rückblick zu betrachten', erzählt mir Satyr auf meine Frage, wie er 'The Age Of Nero' im Rückblick einschätzen würde. 'Auch wenn die Veröffentlichung bereits über ein Jahr her ist, ist das Album für uns immer noch sehr lebendig und aktuell. Wir haben seitdem fast non-stop getourt, waren in Indien, dann sieben Wochen in den USA. Dann kamen wir nach Hause, haben unsere Sachen gewaschen und weiter ging es nach Australien und Japan. Dann noch Konzerte in Skandinavien, danach waren wir drei Wochen zu Hause bevor die Festivalsaison losging. Die letzte Show war am 4. September - zwei Wochen später stand die zweite Etappe in den USA an. Erst jetzt bin ich seit zwei Wochen zu Hause.' Und die nächste Tour durch Europa läuft mittlerweile auch schon wieder...

'Wir haben also seit über einem Jahr konstant an dem 'Age Of Nero'-Projekt gearbeitet. Seit ich aber aus den USA zurück bin hatte ich Gelegenheit, mir 'The Age Of Nero' in Ruhe in meinem Auto anzuhören. Das habe ich auch vorher schon gemacht, aber nur um für die Liveshows Arrangements und Timings zu checken. Es war eine Weile her, dass ich das Album einfach nur so gehört habe, dann fühlte es jedoch sich sehr gut an. Ich bin sehr zufrieden mit beiden Alben [gemeint ist auch 'Now, Diabolical']. 'Ich bin sehr glücklich mit dem Songwriting von 'Age Of Nero' und der Klang ist sehr natürlich.'

Tatsächlich ist dies einer der großen Pluspunkte der letzten Satyricon-Werke - ein sehr direkter, ungekünstelter Sound, bei dem man das Gefühl hat, tatsächlich die Musiker spielen zu hören statt mit digitaler, gesichtsloser Perfektion abgespeist zu werden. 'Ich habe zuletzt wieder viele verschiedene Metal-CDs gehört', berichtet Satyr. 'Aber 'The Age Of Nero' hört sich anders als alle anderen Alben an. Wir waren sehr selbstbewusst und haben einen Sound kreiert, der klingt wie bei den Proben. Man hat den natürlichen Klang der Instrumente.'

 

'Ich habe mich vor Kurzem erst mit Fenriz von Darkthrone unterhalten', fährt Satyr fort. 'Wir redeten darüber, dass die Becken beim Schlagzeug bei heutigen Produktionen einfach nicht mehr so klingen wie früher. Es ist natürlich in erster Linie eine Frage der Mikrophone, die man verwendet und wo man diese platziert', geht Satyr etwas mehr ins Detail. 'Aber ich mag diesen künstlichen Stil nicht. Ich bin stattdessen sehr stolz auf die Richtung, die wir eingeschlagen haben. Es klingen zwar nicht alle anderen Alben gleich, aber es klingt halt doch meist unecht.'

Dennoch, so erläutert mir Satyr, liegt das Problem nicht bei der modernen Technik selbst, sondern bei den Leuten, die sie nutzen. 'Welchen Sound man am Ende hat, hängt einzig vom Willen der Leute ab. Um im extremen Metal einen deutlich hörbaren Drumsound zu haben, brauchst du Trigger. Wenn Du eine laute Gitarrenwand hast, reicht der analoge Sound einer Bassdrum nicht aus, diesen zu durchdringen. Die Kunst besteht darin, es bei der Produktion nicht zu übertreiben. Viele Produzenten kommen heutzutage mit einem fertigen Set an Samples an. Wir dagegen haben den Originalsound von Frost als Sample genutzt und ihn bei schnellen Passagen hinzugefügt. In langsamen Abschnitten haben wir es beim akustischen Signal belassen, weil wir diesen natürlichen Sound wollten.'

Satyr stimmt meiner Einschätzung zu, dass die letzten drei Satyricon-Alben 'Volcano', 'Now, Diabolical' und 'The Age Of Nero' was Songwriting und Klang angehen, eine gefühlte Trilogie bilden und das nächste Album von Frost und Satyr einfach anders klingen muss. 'Es wird anders werden; wir werden ein neues Kapitel aufschlagen. Das ist bereits beschlossen. Das ist auch einer der Gründe, warum wir nach dieser Tour eine Pause einlegen wollen. Es sei denn Metallica laden uns auf eine Tour ein, da würden wir natürlich nicht nein sagen', gibt Satyr zu. 'Aber außer einigen ausgewählten Festivalshows haben wir für das nächste Jahr keine Tour geplant. Die aktuelle Tournee ist das Ende des langen Tourzyklus' und der Beginn eines neuen Abschnitts. Wir müssen unsere Batterien neu aufladen und wollen für eine Weile ein normales Leben führen.'

Die Tourpause heißt aber nicht, dass Satyr auch eine Auszeit von der Musik nehmen wird. Ganz im Gegenteil, wie er mir versichert. 'Ich werde zunächst ganz andere Musik machen und an einem Hardrock-Album arbeiten, für das ich auch schon einige Songs geschrieben habe. Daran muss ich aber noch ein wenig feilen. Mit Satyricon wollen wir auch ein wenig experimentieren, vielleicht auch neues Blut in die Band bringen. Wir sind sehr motiviert, mit Satyricon ein neues Kapitel aufzuschlagen.'

Bei den letzten Satyricon-Alben hat Satyr in der Vorproduktion eng mit Snorre Ruch (Thorns) zusammengearbeitet. Wie dessen Beteiligung am nächsten Satyricon-Album aussehen wird, steht noch nicht fest, aber Satyr hat andere frohe Kunde zu vermelden: 'Wir arbeiten an einem neuen Thorns-Album. Die meiste Arbeit macht freilich Snorre selbst, ich bin eher eine Art musikalischer Berater. Aber ich kann bereits berichten, dass er an einem verdammt guten Album arbeitet. Zurzeit muss er mit den Aufnahmen pausieren, da er eine Entzündung im Ellenbogen hat, aber 2010 wird es ein neues Thorns-Album geben.'

Wo die musikalische Reise von Satyricon hingehen wird, steht noch nicht fest, aber einige Gedanken hat sich Satyr bereits gemacht. 'Wir brauchen erst einmal Zeit zum Durchatmen und zum Reflektieren. Wo es hingeht wird sich zeigen, wenn wir voranschreiten. Ich habe aber bereits an mehreren neuen Songs gearbeitet. Wir denken über alternative Instrumentierung nach. So habe ich auch die Idee, einen Black Metal-Song ohne verzerrte Gitarren aufzunehmen. Wir wollen den spezifischen Charakter und das Feeling des Black Metal intakt halten, es aber mit anderen Elementen umsetzen.'

 

Abschließend sprechen wir noch über ein recht interessantes Phänomen. Die zahlenmäßig sehr überschaubare norwegische Black Metal-Szene der frühen 90er (zu denen auch Leute wie Varg Vikernes gehörten, verurteilter Mörder und unverbesserlicher Nazi, zu dessen Entlassung aus dem Gefängnis und musikalischen Plänen mit Burzum sich Satyr nicht äußern möchte) hat sich stilistisch zwar aufgefächert. Man denke insbesondere an den Weg, den Bands wie Enslaved, Dødheimsgard (heute DHG) und insbesondere Ulver eingeschlagen haben. Und dennoch halten sich einige enge Beziehungen bis heute. Satyr stimmt mir zu. 'Ja, die meisten Leute sind immer noch da und die meisten von uns reden auch noch miteinander. Nur mit einigen stehen wir nicht mehr in Kontakt. Es hat sich natürlich viel geändert seit den frühen Tagen. Wir waren Teenager, als es losging. Ich war 19 als ich Nocturno Culto von Darkthrone kennenlernte, jetzt bin ich 34 und er hat zwei Kinder. Aber lass mich mal überlegen: seit ich vor zwei Wochen nach Hause gekommen bin, habe ich bereits mit Nocturno Culto, Snorre, Ivar von Enslaved und Samoth von Emperor gesprochen.' Schön zu sehen, dass die alte Truppe älter und weiser geworden ist, aber immer noch zusammenhält. Vor meinem inneren Auge sehe ich schon, wie die Herren in 40 Jahren mit ihren Enkeln am Kamin sitzen und die Kinder große Augen machen, wenn ihre Opis von den alten Zeiten erzählen. Hach, mir wird ganz warm ums kalte Black Metal-Herz.

Hier die ausstehenden Tourdaten von Satyricon (mit Shining, Negura Bunget und Dark Fortress):

06.12. - Z7 - Pratteln, CH
07.12. - Backstage - München, D
08.12. - Estragon - Bologna, I
10.12. - Szene - Wien, A
11.12. - [tba] - Bratislava, SK
12.12. - Folimanka - Prag, CH
13.12. - Studio Club - Krakow, P
15.12. - Train - Ahus, DK
16.12. - Markthalle - Hamburg, D
17.12. - Batschkapp - Frankfurt, D
18.12. - Alte Spinnerei - Glauchau, D
19.12. - Effenaar - Eindhoven, NL
20.12. - O2 - Islington, London, UK


 

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