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Dragonforce - Wollt Ihr noch was Langsames?

Mit Dragonforce war eine der schnellsten Metal-Bands der Welt in Hannover zu Gast. Bevor die international besetzte Band aus London eine schweißtreibende Show abzog, äußerte sich Gitarrist Herman Li im Tourbus gegenüber Whiskey-Soda zu ignoranten Metalfans und jenem Videospiel, das der Mann aus Hong Kong selbst nicht spielt.


Schnell geht es immer zu bei Dragonforce. Mit 'Fury Of The Storm' versetzen sie das Publikum in der Hannoveraner Faust sofort in extatische Stimmung, um dann mit 'Heroes Of Our Time' die erste von mittlerweile drei Singles aus dem aktuellen, aber nicht mehr neuen Album 'Ultra Beatdown' zu präsentieren. Der Longplayer von 2008 ist laut Herman Li, wie könnte es anders sein, das bisher beste Album von Dragonforce. 'Technisch gesehen zumindest', sagt der Gitarrist. 'Subjektiv ist das natürlich was Anderes. Sicher wird es viele geben, die 'Imhuman Rampage' besser finden und sogar welche, die unser erstes Album bevorzugen.' Man versuche sich aber ständig technisch weiter zu entwickeln.

 

'Um den Unterschied zu hören, muss man sich natürlich mit der Musik auseinandersetzen', mahnt Li fast schon. 'Für viele hört sich alles gleich an. Ich möchte wirklich nicht arrogant klingen, aber das liegt in erster Linie daran, dass sie keine Ahnung davon haben, was wir tun.' Was Dragonforce auf der Bühne tun, sieht auch in Hannover beeindruckend aus. Das Sextett beherrscht das Kunststück, zugleich Künstler wie Techniker zu sein. Die beiden Saitenvirtuosen Herman Li und Sam Totman kämpfen eine gespielte Gitarrenschlacht, in der jeder den anderen zu überbieten versucht, vor allem der Wahl-Neuseeländer Totman macht ständig abfällige Gesten zu den Soli seines kongenialen Partners/Konkurrenten. Die Bühnenshow ist damit quasi eine moderne Version der 'Dueling Banjos'. Die penetrant albernen Grimassen von Totman sind aber nach einer Weile fast schon nervig.

Viele Fans wissen gar nicht, wo sie hinschauen sollen. Das wuchtige Drumkit vom nimmermüden Dave Mackintosh? Der 2-Meter-Frontmann ZP Theart mit seinen 1-Meter-langen Locken? Der französische Bassmann Frédéric Leclercq? Selbst der Tastenverantwortliche Vadim Pruzhanov springt dank Umhänge-Keyboard wild durch die Gegend und sorgt so für reichlich Action auf der kleinen Bühne. Lange Haare und lange Soli gibt es zuhauf bei fantastischen Metalhymnen wie 'Operation Ground And Pound', 'Revolution Deathsquad' oder 'Reasons To Live'. Nur ein oder zweimal werden dabei die ersten Reihen zum Moshpit. Zu anstrengend wäre wohl das Headbanging über die gesamte Setlist. Bei der Ballade 'Starfire' wird es dann doch etwas ruhiger. 'Wollt Ihr noch was Langsames hören? Ihr bekommt was Langsames!' ruft Frontmann ZP Theart anschließend und lügt. Es folgt allerdings 'Revolution Deathsquad'.

 

Der Sänger fordert allerdings noch mehr Euphorie vom Publikum. 'Das ist ja wie auf einer Beerdigung hier!', ruft er. Das vor allem in den vorderen Reihen sehr junge Publikum gehorcht brav. Nach 'Where Dragons Rule' (vom ersten Album) hakt er nach: 'Wie viele von Euch kannten diesen Song?' Er wird gejubelt. Und Totman ruft hinterher: 'Wie viele von Euch kennen NUR den Song aus 'Guitar Hero'?' Man muss davon ausgehen, dass das Wörtchen 'nur' bzw. 'only' überhört wurde, denn fast alle jubeln. 'Den spielen wir nicht, also haut ab!' grinst der Gitarrist. Dass 'Through The Fire And The Flames' der bisher größte Hit von Dragonforce wurde, verdankt er auch seiner Präsenz im Videospiel 'Guitar Hero'.

'Wenn Du ein Rockstar sein willst, ohne die ganze Arbeit machen zu müssen, dann ist 'Guitar Hero' genau das richtige für Dich', sagt Herman Li fast ein bisschen zynisch. Die Band, deren Sound bisweilen als 'Nintendo Metal' bezeichnet wird, hat zu dem populären Videospiel eine etwas ambivalente Beziehung. 'Viele Metal-Fans wollen ihre Bands für sich allein haben. Sie wollen nicht, dass andere ihre Band mögen. Und wenn dann die breite Masse anfängt, Dragonforce zu mögen, gefällt ihnen das nicht. Dann mögen sie uns nicht mehr', klingt der Mann aus Hong Kong fast ein bisschen verärgert. 'Das Spiel hat uns weder genützt noch geschadet, es hat nur ein paar Leute auf uns aufmerksam gemacht. In Amerika haben wir schon ausverkaufte Shows gespielt, bevor das rauskam.'

 

Mit dem Titelsong des Debütalbums 'Valley Of The Damned' geht das reguläre Set zuende, wobei sämtliche Bandmitglieder albern auf der Bühne herumtanzen. Sollte es wirklich kein 'Through The Fire And The Flames' geben? Doch! Die Band erhört großzügig die Zugaberufe, kehrt zurück und sorgt für die Formierung eines letzten Moshpits. Und vielen entgeht, dass ZP statt 'Now here we stand with their blood on our hands' ganz dreist '... we stand with our cocks in our hands' singt. Und obwohl es nur zehn Songs zu hören gab, sind fast zwei Stunden rum, als das Spektakel zuende geht. Es war der Abend der langen Haare, der langen Soli und der kurzen Weile. Dragonforce halten live, was sie im Studio versprechen.

(Fotos: Dethlefs)


 

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Philip
© 11/2009 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Dragonforce

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