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Billy Talent - Screamo Emo Irgendwas?

Um Billy Talent kommt man die Tage nicht herum, wenigstens der Name ziert zur Zeit das Titelblatt jedes Musikblättchen, das was auf sich hält. Die Newcomer des Jahres? Viele behaupten es. Allerdings sind Billy Talent das personifizierte Gegenteil von Easy Listening, so dass der Hype um die musikalisch sehr eigenwillige Band aus Toronto/Kanada doch etwas überrascht.

Screamo-Emo-Irgendwas? Oder einfach nur Punkrock? Gefallen sind im Zusammenhang mit Billy Talent wohl schon alle möglichen Begriffe, aber ist ja auch egal, wie man das nennt was der kanadische Vierer da gerade auf ihr erstes Major-Debut haben pressen lassen, wichtig ist: es kracht ordentlich. Ich hatte das außerordentliche Vergnügen mich mit Benjamin Kowalewicz, seines Zeichens Sänger der besagten Band, und Aaron Solwoniuk, seines Zeichens Drummer, unterhalten zu dürfen und die nennen es schlicht: Straight up Rock’n Roll. Yeah.

Neu sind Billy Talent nun nicht gerade. Zehn Jahre machen die Jungs schon gemeinsam Musik, zuerst noch unter dem Namen Pezz und mit einem Stil, den Aaron heute selbst etwas seltsam findet: There were really long six or seven minutes epic songs with totally different endings from the beginning, it was just us trying all our different influences going together and now we just learned working together and focuse on the essence of the word ‘song’, you know, just a three or four minute rock song, instead of a eight minute ballade of weirdness. It wasn’t crap, it was – different. All die verschiedenen Einflüsse unter einen Hut zu bekommen, mutet auch etwas schwierig an, denn die gehen von Klassikern wie The Clash und den Sex Pistols über Bands wie The Buzzcocks, Jane’s Addiction und Rage Against the Machine. Und so musste auch Ben erst einmal dazu lernen: I was always trying to sound or do things that were out of my rage or out of my control, and than I just kind of accepted what my natural voice can do, where it can take me. I just went with it instead of fighting it or trying to be something else. Also, neues Spiel neues Glück. Schnell noch den Namen einer Figur aus dem Rock’n Roll Buch „Hardcore Logo“ von Michael Turner klauen und ab geht’s.

 

Any music has to be culturally relevant and has to move people and it has to connect with people. We don’t have a political agenda, you know, we played millions of shows for different causes, doing charity things, I think one thing about us is just having a good time and just enjoying music for what it’s worth. You know, walk away with whatever it means to you. Das klingt bescheiden und nett und genauso wirken die Jungs auch. Aaron: I don’t take myself that seriously, I think. Und so richtig fassen können sie auch noch nicht, was da eigentlich gerade mit ihnen passiert. Billy Talent – The next big thing? It’s a lie! Aber lachen muss Ben doch dabei. Well, what changed for us is that we’re in Berlin and we’re doing an interview with you and there is going to be a show tonight. That is for us just unbelievable. We are so thankful and so appreciative of what happens to us, because we have worked really, really hard to get here, real hard, we’ve sacrificed everything in our lives to be here. For us it’s a very nice payback to come to a town and play and people show up to the show, you know, that’s the best thing in the whole world. Und sehr glaubhaft versichern mir beide, dass sie jeden Abend vor dem Gig fest überzeugt sind, dass nicht mehr als zehn Leute kommen werden. Und dann ist die Bude doch voll und die Leute können jeden Song mitsingen. It’s fucking nuts. Nuts. But very cool. Very exciting. Fassungslos schüttelt Ben den Kopf.

Stressen lassen sich Billy Talent durch den plötzlichen Erfolg jedoch nicht. Durch den Major-Deal hat sich in ihrer Arbeitsweise nichts geändert, sie machen immer noch was sie wollen, aber dabei machen sie ja auch alles richtig. Und so können sie sich auch ein gesundes Selbstbewusstsein leisten: If anyone hears us and goes like, oh, Billy Talent suck, who cares, don’t see us, don’t buy our album, fuck off. If you wanna come check us out, come check us out and if you don’t like us after seeing us live, than that’s fine. We like doing what we’re doing, we enjoy what we do and it seems like that there are some people who are enjoying it as well.

Und wie. Ich bin selbst überrascht, wie viele Leute den Weg am Abend ins Silverwings gefunden haben, um Billy Talent zu sehen. Und ob der Ungeduld, mit der die Kanadier erwartet werden, haben Downshifter, eine sympathische launig-schöne Berliner Emo-Combo, es etwas schwer als Vorband. Ist aber auch ein undankbarer Job.

Und dann endlich BILLY TALENT. Nicht zu glauben dass dieser kreischende, gesichtsverzerrende, wie wild herumspringende, einfach völlig ausrastende Frontmann der gleiche schmächtige, kleine Ben sein soll, mit dem ich vorhin noch auf der Couch gesessen habe, da wirkte er eigentlich ganz normal. Aber es funktioniert, der kleine Raum des Silverwings ist proppevoll, alle haben einen riesen Spaß. Es ist wahnsinnig heiß, jeder teilt Schweiß aus und steckt Schweiß ein, Sauerstoff ist Mangelware, aber das ist wohl Rock’n Roll und eins ist klar: Billy Talent sind Rock’n Roll. Viel zu kurz ist ihr Set, aber ohne Zugabe lässt die begeisterte Menge sie doch nicht gehen und am Schluss haben sie außer „Nothing to lose“ ihr ganzes Album durchgespielt und als letztes Schmankerl gibt’s noch „Waiting Room“ von Fugazi – großartig. Das selbe noch einmal bitte.

Nichts davon zu merken, dass die Jungs nach dem Auftritt im Hamburger Molotov am vorangegangenen Abend noch ordentlich „dem besten Bier der Welt“ – Weizenbier – gefrönt haben und gesundheitlich sowieso ein wenig angeschlagen sind. Besser kann man’s eigentlich nicht machen. Wer nicht da war, ist selbst schuld.

Dass sie Spaß an der Sache haben, sieht und merkt man ihnen an. Am nächsten Abend geht’s noch zu einem Gig im Kölner Underground und dann nach sechs Monaten Tour zum ersten Mal wieder nach Hause. Stellt sich doch die Frage, ob das nicht anstrengend ist und nicht zuletzt einfach langweilig wird, jeden Abend die gleichen Songs zu spielen. Das sieht Aaron aber gar nicht so. The live part is the easy part of it. Everything else is really hard. Like getting your laundry done, eating healthy food or eating food at all. That’s the mundane, boring part of it. Playing live is the fun part of it, it’s the best. It’s the same songs every night but it’s the crowd which make the difference, it’s a different kind of people every night.

Ich für meinen Teil freue mich jetzt schon auf das nächste Album und auf die nächste Tour. Billy Talent – The next big thing? Hell yeah.


 

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rocktwiesau
© 11/2003 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Billy Talent

Homepage:
- Billy Talent - Fanpage
- Billy Talent - Offizielle Homepage

Artikel:
- Billy Talent - Screamo Emo Irgendwas?
- Billy Talent - Next Stop: Zoso?
- BILLY TALENT - Das ist unser Krieg

Rezensionen:
- Billy Talent II
- III
- Dead Silence
- Afraid Of Heights

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