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Deep Purple - Alles Banane

Deep Purple sind inzwischen bald jedes Jahr auf Welt-Tournee. Letztes Jahr gab es hierzulande mehrere Open-Airs, und im Frühjahr erst ging der ausgiebige US-Abstecher zuende. Nachdem sie diesen Sommer mit den Veteranen Lynyrd Skynyrd auf einigen Festivals in Europa gespielt hatten, gaben sie in Berlin vor kleinem Publikum ihr vorerst einziges Konzert in Deutschland. Mit der neuen Platte „Bananas“ im Gepäck erfreuen sie nun wieder die Massen in mehreren deutschen Städten. Am 12. November rockten sie die Stadionsporthalle in Hannover, doch eine gewisse Müdigkeit war ihnen anzumerken.

Die Kooperation mit Lynyrd Skynyrd scheint Herrn Gillan zumindest musikalisch beeindruckt haben, mit Molly Hatchet hat man auch diesmal einen würdigen Vertreter des Southern-Rock für den Support gewählt, der mit 25 Jahren Bandgeschichte allerdings etwas „jünger“ ist. Die Südstaatler erweisen sich als perfekter Anheizer, und im Publikum befindet sich auch so mancher Hatchet-Fan, der das Programm, das sich wie das Greatest-Hits-Album in der Kurzfassung liest, genießt. Aber auch der durchschnittliche Purple-Anhänger hat seine Freude an der Setlist, die klassischerweise mit dem legendären „Flirting With Disaster“ abschließt.

Die Halle ist inzwischen ziemlich voll, und nach kurzer Atempause geht’s dann schon los. Das enttäuschende, allerdings sowieso unnötige Bühnenbild, fiel schon beim Betreten der Halle auf. Es ist das „Bananas“-Cover, mit dem Unterschied, dass jetzt nur noch Bananen drauf sind. Wie schon auf dem Album, eine wahre Katastrophe in der Tradition so grandioser Kunstwerke wie „In Rock“, „Stormbringer“ oder „Come Taste The Band“. Aber darüber wollen wir mal nicht weiter reden, denn die ersten Takte von „Highway Star“ lassen einen schnell darüber hinwegsehen. Steve Morse hat es einfach drauf, da kann man Richie Blackmore wirklich nicht hinterher trauern. Sein erstes Solo an diesem Abend ist wahrscheinlich auch schon das coolste, wobei die anderen nicht minder gelungen sind, aber „Highway Star“ hat ja generell schon eines der besten.

 

Dann gibt es "House Of Pain", eine Nummer vom aktuellen Album. Die ist auch ganz gut, aber – so sehr ich es hasse, so etwas zu sagen – was Altes wäre besser gewesen. Wie sich später herausstellen wird, sollte das natürlich nicht der letzte „Bananas“-Song gewesen sein. Im Gegenteil, die Hälfte der Show besteht daraus, wobei der beste Track „Never A Word“ leider fehlt. Statt dessen spielt Morse sein erweitertes Solo „Contact Lost“ und Gillan verweist auf die Opfer der Columbia, da unter der Crew offenbar Freunde der Band waren, denen der Titel auch auf dem Album gewidmet ist. Na gut, das ist eine schöne Sache. Und wenigstens wird dieses Mal auf „Haunted“ verzichtet, der schlechteste Track, den Deep Purple in den letzten Jahren fabriziert haben.

Selbstverständlich wird die Setlist mit jeder Menge Klassikern garniert, wobei es immer wieder schade ist, dass neben „Child In Time“ auch die ganze Ära Coverdale ignoriert wird. Also ersteres lässt sich vielleicht noch ganz gut erklären. Die stimmlichen Qualitäten, die Gillan vor mittlerweile über 20 Jahren auf „Made In Japan“ offenbarte, kann er natürlich heute nicht mehr erreichen. Es wird ihm allerdings auch niemand vorwerfen, wenn er nicht mehr ganz so hoch singt. Was Coverdale angeht, gibt es keinen Grund. Kracher wie „Stormbringer“ und „Burn“ sollten ins Programm gehören. Es sei denn, es ist rechtlich unmöglich, weil von der damaligen Besetzung nur Paice dabei ist. Und kann man auf „Smoke On The Water“ nicht langsam verzichten? Ok, wahrscheinlich nicht. Schade, dass „Fireball“, im letzten Sommer noch dabei, weichen musste, aber glücklicherweise hat „Ted, The Mechanic“ das gleiche Schicksal ereilt.

Ein echtes Highlight der Show ist Don Aireys ausgedehntes Solo. Der Nachfolger von Purple-Gründer und Hammond-Legende Jon Lord macht seine Sache wirklich gut. Das ist auch kein Wunder, wenn man sich seine Diskographie als Session-Musiker ansieht. Eines seiner wichtigsten Alben war ohne Zweifel der Megakracher „1987“ von Whitesnake. Und für alle Fans und Experten spielt er daraus ein paar Takte von „Still Of The Night“. Desweiteren gibt er neben dem „Star Wars“-Theme auch die deutsche Nationalhymne und Beethovens „Für Elise“ zum Besten. Klingt merkwürdig, aber gut. Und seine Tasten beherrscht der Mann wie Ian Paice sein Schlagzeug. Von dem Standpunkt aus gibt es wirklich nichts zu meckern.

Als nach der Zugabe das Licht angeht, kommt doch noch "Haunted", allerdings vom Band. Ein echter Rausschmeisser! Deep Purle boten wirklich eine solide Show. Die dauerte allerdings nur knapp über 100 Minuten. Angesichts einer Steigerung des Ticketpreises von 30%(!) ist das eindeutig zu wenig. Nicht zu vergessen, dass genannte Klassiker weggefallen sind. Es wäre also kein Problem gewesen, den Gig noch auf 2 Stunden zu verlängern, wie es z.B. bei AC/DC Standard ist, Publikum und Stimmung waren vorhanden. Vielleicht sind Gillan und Co. aber auch des Tourens müde. Sie wirkten nicht ganz so motiviert wie noch im letzten Jahr, als sie dem Publikum ein wahres Gewitter boten. In diesem Fall wäre den „alten“ Herren zu raten, einfach mal eine längere Pause einzulegen, um dann in zwei oder drei Jahren noch mal richtig Gas zu geben, wie es die Rolling Stones in diesem Sommer gemacht haben, dazu bedarf es auch keines neuen Albums.


 

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Philip
© 11/2003 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Deep Purple

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- Deep Purple

Artikel:
- Deep Purple - Alles Banane
- Ian Gillan - Warum sollte ich dasselbe machen wie Deep Purple?
- Deep Purple - Oldskool is still alive!

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