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Soilwork: nasses Wetter - eisiger Sound

Im Metropolis gaben sich schon viele bekannte Bands die Klinke in die Hand. Doch wird man das Gefühl nicht los, als wäre die Örtlichkeit so etwas wie ein Abstellgleis für aus der Mode geratene Gruppierungen. Die Nähe zum Münchner Ostbahnhof verstärkt den Eindruck noch zusätzlich.


In der hintersten Ecke des Kunstparks befindet sich das Metropolis. Freitags gibt es die Deep Space Night für Technofans, samstags läuft Black Musik (nein, nicht Black Metal) und dann gibt es dort noch Konzerte von Ektomorf über Menhir bis eben auch Soilwork. Offenbar ist das Konzept des Ladens, dass es kein Konzept gibt. Und aus diesem Grund gibt es auch keine Stammgäste, die immer da sind wenn etwas geboten wird. So walzten sich nur wenige Fans am Nikolaustag durch den eisigen Regen hinein in den unbehaglich leer erscheinenden Club.

Als ich hörte, dass an jenem Abend Dethklok spielen sollte, war ich mehr als aus dem Häuschen. Bis ich dann das Banner mit dem Namen der Band sah. Deadlock. Naja. Damit war das bayrische Englisch immerhin nah dran gewesen. Doch statt - wie von mir erwartet - versiertem Deathmetal aus den Vereinigten Staaten, bekamen die Gäste Metalcore aus Regensburg zu hören.

 

Mit einer Schöne-und-das-Biest-Aufstellung am Gesang, wie sie im Gothic Metal schon so zahlreich durchgenudelt wurde, dass ein Abdriften dieser Masche in andere musikalische Gefilde wie eine Hiobsbotschaft für die Authentizität eines ganzen Musikstils erscheinen mag. Zwar erwies sich der Auftritt von Deadlock als musikalisch ertragbar, den Eindruck einer talentierten Schülerband zuzuhören konnten sie trotzdem nicht komplett abschütteln. Zu klischeehaft erschienen die exzessiv tätowierten Mittzwanziger mit gigantischer Flying V-Gitarre und um den Hals gewickeltem Mikrofonkabel. Was die Lyrics angeht, so begegnen einem Tierschutz-Thematiken. Und jetzt möchte ich nochmal eine Person hören, die nicht ganz stark an einen Maroon-Abklatsch erinnert ist. Muss ich noch erwähnen, dass sowohl in der Homepage- als auch in der Myspace-Adresse zwei "X" den Bandnamen flankieren?

Mit One Way Mirror stiegen dann doch etwas die Erwartungen, kennt man zumindest einmal Sänger Guillaume Bideau, der an jenem Abend eine nicht von der Hand zu weisende Ähnlichkeit mit einem Redneck hatte, und Schlagzeuger Dirk Verbeuren von ihren Hauptbands Mnemic respektive Soilwork (womit der gute Dirk eine Doppelschicht hinter den Töpfen einlegen musste).

Unglücklicherweise war das einzig positive an der Show der Soundcheck, während dessen man jedes Instrument klar und deutlich hören konnte. Doch zusammengenommen schaukelte sich der Lärmpegel derart auf, dass einem trotz Gehörschutz fast der Kopf weh tat. Bereits bei Deadlock war die Lautstärke hoch gewesen. Spätestens aber bei One Way Mirror wurde es unangenehm und auch das sonst wohlige Kribbeln der Bass-Schallwellen im Körper kann ab einer gewissen Intensität beunruhigen. Trauriger Höhepunkt war eine wirklich grausame Coverversion von Frankie Goes to Hollywoods "Relax". Wie sagte schon Wilhelm Busch in seinem Gedicht "der Maulwurf": "Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden."

Je später es wurde, desto mehr Pommesgabeln erhoben sich vor der Bühne, so als ob die 20 Uhr für einen Konzertbeginn für viele noch zu früh gewesen wären. Was sich da an Publikum versammelte, war aber eher von Mama mit der Bitte aus dem Haus geschickt worden, vor Mitternacht wieder heimzukommen. Der Anteil derer, die den inzwischen auf den Brettern stehenden Headliner Soilwork bereits vor ihrem aktuellen Album "Sworn To A Great Divide" von 2007 kannten, dürfte nicht allzu groß gewesen sein.

 

Auch die Schweden rund um Frontmann Bjorn Strid überzeugten mehr durch die schier ohrenbetäubende Gewalt ihrer Lautstärke als durch ihren Klang. Zwischenzeitlich erinnerte der Gesang an Larvell Jones. Für alle, die den Namen dieses Künstlers jetzt nicht direkt zuordnen können: das ist der Kerl aus Police Academy, der mit seiner Stimme verschiedenste Geräusche nachahmen konnte. Mit Metal nach Göteborg-Manier hat das ganze jedoch nichts mehr zu tun. Erst mit "Bastard Chain" kam eines der wenigen Lieder in der Setlist, die wirklich überzeugen konnten.
Abschließend sei gesagt, dass jener Nikolaus-Abend nicht nur mir so negativ aufgefallen zu sein scheint. So ergab sich dieser Dialog zwischen Guillaume Bideau auf - und den Fans vor der Bühne:
Are you here to party? - yeah!
Are you partying right now? - yeah!
I don't think so... A party is much better than this.

(Fotos von Montserrat Miramontes)


 

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