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Status Quo - Wir haben auch viel Mist gebaut

40 Jahre liegt der erste kommerzielle Hit von Status Quo zurück. In allen Folgejahrzehnten konnten die Rock'n'Roll-Veteranen einen Top-10-Hit für sich verbuchen. Zum ersten Mal erscheinen nun alle 75 Singles, egal ob Hits oder nicht, in einer Zusammenstellung. Wie aus dieser Greatest-Hits-Compilation eine Wohltätigkeits-Aktion wurde, erzählt Francis Rossi, die eine Hälfte des dynamischen Quo-Gründungs-Duos, im Interview mit Whiskey-Soda.


In 40 Jahren haben Status Quo unglaubliche 118 Millionen Alben verkauft. Von 75 veröffentlichten Singles waren 22 in den Top 10, insgesamt 64 waren über einen längeren Zeitpunkt in den Hitparaden platziert. Da wurde es Zeit, sich mal etwas ganz Besonderes einfallen zu lassen als das übliche 08/15-Best-Of. "Die hauptsächliche Motivation kam daher, dass von Seiten des Labels eine neue Compilation erscheinen sollte", erzählt Francis. "Und das war ja nicht zu verhindern. Die Idee mit den Bildern und den verschiedenen Formaten war also das beste, was wir daraus machen konnten." Die Idee hatte Bandmanager Simon Porter, der sich an den ersten Status Quo-Hit (nicht die erste Single) "Pictures Of Matchstick Men" erinnerte und daraufhin etwas kreieren wollte, das auf Bildern basiert. Mit Robert Scott, einem Freund der Band, formte er, was schließlich "Pictures - 40 Years Of Hits" wurde, das erste (und vermutlich einzige) Earbook der Rock'n'Roll-Veteranen, das auch erstmals sämtliche Singles von Status Quo enthält. Die erste erschien bereits 1966, da aber erst "... Matchstick Men" ein Erfolg wurde, spricht man von "40 Years Of Hits". Francis erklärt das Produkt: "Alle 75 Singles wurden remastert. Wir haben versucht, das allerbeste rauszuholen und ein wertvolles Paket zu schnüren. Schließlich kaufen die Fans es sowieso, dann sollen sie auch was Vernünftiges bekommen. Wir versuchen es jedes Mal noch ein bisschen besser zu machen."

 

Fast noch interessanter als die musikalische Zusammenstellung ist die visuelle. Der Bandmanager hatte nämlich die Idee, Fans, Freunde, Kollegen und quasi flüchtige Bekannte von Status Quo dazu zu animieren, ein Bild mit Bandbezug zu malen, entweder das Cover einer Single neu zu interpretieren oder sich was ganz Eigenes einfallen zu lassen. Mit von der Partie sind aus dem Musikbereich u.a. Alice Cooper, Brian Wilson (Beach Boys), Chris DeBurgh mit seiner Tochter (der ehemaligen Miss World), John Hammond und Scooter. Das mag den einen oder anderen Puristen erschrecken, vermutlich hat er den Schock aber schon längst verdaut. Schließlich haben Status Quo mit einem Durchschnittsalter von 60 Jahren erst kürzlich dank HP Baxxter und Co. den Sprung auf die Tanzflächen der Großraumdiskotheken geschafft. "Jump The Rock (Whatever You Want)" heißt das Rock'n'Roll-Techno-Mashup. Francis lacht: "Ich muss da nicht lügen, mir gefällt die Nummer wirklich. Der Beat geht richtig schön ab, und so anders als Quo ist es doch gar nicht." Dennoch: Gab es im Vorfeld der ungewöhnlichen Kooperation überhaupt keine Skepsis? "Nein", sagt Francis. "Denn wär das schiefgegangen, wär's nicht unser Problem gewesen, sondern Scooters. Uns gibt es jetzt so lange. Manche Sachen die wir gemacht haben, waren fantastisch, andere total scheiße. Und Du weißt niemals vorher, ob es Scheiße ist oder nicht. Das findest Du erst raus, wenn's zu spät ist." In brachialer Ehrlichkeit nennt Francis auch noch ein paar Beispiele für gefühlte Tiefpunkte: "Wir haben so viel Mist gebaut, 'Riffs', 'Don't Stop', 'Famous In The Last Century', 'Anniversary Waltz 1 & 2', so einiges eben."

Ein besonders witziges Bild hat der Deep Purple-Bassist und langjährige Quo-Freund Roger Glover gezeichnet. Er malte das Cover des 96er-Albums "Don't Stop" mit sichtlich gealterten Bandmitgliedern neu und betitelte es "Please Stop (60th Anniversary Album)". "Das finde ich sehr lustig", lacht Rossi. "Die Bilder mit Humor gefallen mir sowieso am besten." Bekamen sie die Forderung denn schon mal wirklich zu hören? "Ich schätze schon oft. Wie bei vielen Bands, die so lange dabei sind wie wir, fordern immer mal welche, dass wir aufhören. Aber das interessiert mich nicht", stellt Rossi klar. Ist denn ein Ende in Sicht? "Naja, wir sagen immer: So in zwei bis drei Jahren. Und das schon lange", lacht er. "Um ehrlich zu sein, mit 40 fand ich die Vorstellung lächerlich, mit 60 noch auf der Bühne zu stehen." Aber die 50 Jahre Quo müssten doch jetzt eigentlich noch voll werden, oder? "Oh mein Gott, haha, vielleicht auch die 70! Mal sehen. Fakt ist, zurzeit werden wir als Band sogar besser. Das ist schon erstaunlich, das macht wohl die Reife. Früher hat mich das nicht interessiert, da hab ich nicht versucht, irgendwas zu verbessern. Aber jetzt machen wir tatsächlich noch Fortschritte als Band. Und solange das der Fall ist und wir uns gut fühlen, gibt es keinen Grund aufzuhören." Eine so langfristige und erfolgreiche Karriere hatte der Mann mit der Weste nie erwartet. Denn: "Ich erwarte nie irgendwas. Erwartungen sind doch das Schlimmste überhaupt. Alle Leute erwarten immer irgendwas, und wenn's dann da ist, ist es oft nicht so gut wie erwartet. Ich zum Beispiel hab früher oft gedacht: Die Show heute wird der absolute Hammer. Und dann war sie ganz normal. Also versuche ich, niemals Erwartungen zu haben und freue mich über alle schönen Dinge."

 

Zum Beispiel über das Bild von David Shepherd, das sein Lieblingsbild im Earbook ist. Der Künstler hat das "Heavy Traffic"-Artwork aufwendig neu interpretiert. Die moderneren Bilder, z.B. von Jamie Cullum, gefallen ihm weniger gut. "Das ist nicht so mein Fall, aber das ist ja egal. Die Vielfalt macht es aus." Apropos Vielfalt, vor Jahren haben Status Quo mal zwei Fußball-Songs mit Manchester United aufgenommen, die ebenfalls auf der Compilation zu finden sind. Doch während sich der FC Chelsea und der FC Liverpool mit einem "Bild" im Earbook verewigt haben, fehlt ManU. "Tja, das ist so eine Sache. Sie wurden von uns gefragt. Wir haben ja unzählige Leute gefragt, aber nicht jeder hat mitgemacht. Das ist jetzt vielleicht peinlich für sie, aber: Wer nicht im Buch ist, obwohl er dazugehört, der ist nicht dabei, weil er nicht mitgemacht hat, nicht weil wir das nicht wollten." Auch die fünf aktuellen Quo-Mitglieder haben jeweils eins der 40 Bilder beigesteuert, manche mit freundlicher Hilfe ihrer Familien. Rossi selbst hat die "Matchstick Men", also die Streichholz-Männchen sehr treffend gezeichnet. "Acht Stunden hat das gedauert, es war ja nicht so schwer. Ein Freund hat mir noch dabei geholfen", erzählt der Frontmann. Die sehenswerte Sammlung von 40 Bildern ist mit ausführlichen Künstlerbeschreibungen in dem 120-seitigen Earbook zu finden.

Sämtliche Originale wurden für die Stiftung von Prinz Charles, den "Prince's Trust" meistbietend versteigert. Dabei kamen immerhin 112,000 Britische Pfund für benachteiligte Kinder zusammen. Es war nicht die erste Zusammenarbeit mit dem Prinzen. 1982 gaben Status Quo in der Royal Albert Hall in seinem Beisein ein Charity-Konzert, das dem "Prince's Trust" zugute kam. Und trotzdem musste die neue Kooperation erstmal durch sämtliche Instanzen gehen. "Es ist nicht so, dass wir Charles einfach anrufen und fragen, ob er mitmachen will. Zunächst wird das von den zuständigen Leuten seiner Organisation geprüft. Entscheidend ist, ob die Aussichten gut sind, dass da genug Geld bei rumkommt", bringt das halbe Quo-Duo es auf den Punkt. Im Endeffekt hat es geklappt und die britische Institution hat es sich nicht nehmen lassen, das Vorwort im Earbook zu verfassen und seine Begeisterung für die Musik zum Ausdruck zu bringen. Ob die Queen einen ähnlichen Enthusiasmus für Status Quo empfindet? "Nein, tut sie nicht. Wir haben ja mal für die Queen gespielt, da kam sie danach zu uns und sagte 'Sie sind wirklich sehr gut.' Waren wir aber nicht, es war ja nur Playback", erinnert sich der bodenständige Herr Rossi. "Das hab ich ihr aber nicht gesagt, ich hab gesagt 'Ja, Mam!' Sie ist eine Figur aus dem Showgeschäft und total professionell. Und das ist doch gut."

Bis vor wenigen Tagen waren Status Quo in Deutschland unterwegs, dieses Mal mit nur sechs Gigs verhältnismäßig kurz. "Wir waren so oft bei Euch, dass wir gedacht haben, wir müssen mal etwas kürzer treten", scherzt Rossi. "Aber keine Sorge, nächstes Jahr kommen wir für zehn Konzerte wieder." Dass die Quo-Legende keine Erwartungen hat, erklärte er bereits ausführlich. Aber wie sieht es mit Zielen aus? Gibt es noch Ziele, die er nicht erreicht hat, noch erreichen will? "Ich hatte nie konkrete Ziele. Nur immer ein bisschen größer, ein bisschen besser. So ist es auch jetzt. Wir hatten ja eigentlich viel Glück", gibt er sich bescheiden. Sein kongenialer Partner Rick Parfitt gibt sich im Gegensatz dazu im Vorwort ganz als Rockstar: "Wir sind einfach eine verdammt gute Rock'n'Roll-Band. Und wenn Du das magst, bist Du bei uns an der richtigen Adresse." Wo er Recht hat, hat er Recht. Nach 40 Jahren voller Hits gibt es übrigens trotzdem noch ein Novum in der Bandgeschichte. Nächste Woche erscheint tatsächlich das allererste Weihnachtslied von Status Quo. Die Single "It's Christmas Time" hat Glöckchen und festliche Atmosphäre, doch sie ist hundertprozentiger Quo-Rock'n'Roll mit Gute-Laune-Garantie. Na dann frohe Weihnachten!

(Fotos: Dethlefs, Foto 4: Jess PR)


 

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Philip
© 11/2008 whiskey-soda.de
 


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