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In Flames - Columbia Halle Berlin

Die Touristen schauen etwas verwirrt, als sich die U6 mit immer mehr komischen, dunkel gekleideten Kreaturen füllt. Am Platz der Luftbrücke ist der Spuk dann plötzlich wieder vorbei und gemeinschaftlich verlassen die zotteligen Ungetüme die Bahn. Während sich einige noch fragen, was hier eigentlich los war, ist für die meisten bereits klar – ein Metalkonzert in der Columbiahalle steht an. Doch heute spielt nicht irgendeine Metalband, sondern niemand geringeres als die Pioniere der Göteborger Schule, In Flames (warum ich aber in meinem U-Bahn-Wagen mehr Cradle Of Filth- als In Flames-Shirts gesehen habe, wird wohl ein ungelöstes Geheimnis bleiben...).

Bereits vor der Columbiahalle stehend hört man die Double Bass. Vielseitiger wird es, wenn man sich in den Vorraum begibt. Von dort aus geht es dann, nachdem die Kontrolleurin akribisch auch die letzte Ecke des Rucksacks ausgeleuchtet und alle gefährlichen Bonbons sichergestellt hat, in die Konzerthalle. Hier bekommt man dann endlich den ungedämpften Sound um die Ohren. Wer heute früh genug aufgestanden ist, konnte sich bereits ab 19 Uhr die Melodic-Death-Metaller von Sonic Syndicate anschauen. Die charterprobten vier Schweden und eine Schwedin unterhielten die bereits anwesenden Fans mit ihrem modernen, Pop-Appeal nicht scheuenden Metal-Gebräu, während sich die Halle immer mehr füllte. Für die mittleren Langschläfer gab es dann ab etwa 20 Uhr die Jungs von Gojira zu hören. Die vier Franzosen begleiten In Flames gemeinsam mit Sonic Syndicate während der gesamten Europa- und US-Tour und haben soeben mit "The Way Of All Flesh" ein Album vorgelegt, das bei Fans wie Presse gleichermaßen gut ankommt. Während immer mehr Menschen den Weg in der Halle finden, hauen Gojira ordentlich in die Saiten und auf die Drums. Der Sound stimmt und auch die Show kann sich sehen lassen. Es wird weder an Lichteffekten noch an der Lautstärke gespart, wie man es sonst manchmal bei Vorbands zu hören bekommt. Dem Publikum gefällt die satte Dröhnung, die Gojira trotz teilweise komplexer Songstrukturen mit unwiderstehlichem Schmackes durch die PA jagen und so wird die Band mit zahlreichen Pommesgabeln und einem satten Applaus verabschiedet.

Während der Umbaupause wird die ungeduldige Menge mit Musik von Sigur Rós besänftigt. Das ist für ein Metal-Konzert sicher ungewöhnlich, aber allemal besser und stimmiger als eine Woche zuvor bei Anathema im benachbarten Columbia Club, wo man mit "Bayreuth I" von Witt gequält wurde. Die Menge vertreibt sich die Zeit mit Klatschen und Pfeifen, während sich auf der Bühne so einiges verändert. Ein weißer, halb durchsichtiger Vorhang mit dahinterstehenden Kerzen wird herabgelassen. Während sich die meisten noch fragen, was das soll, ging auch schon das Licht aus.

 

Die ersten Töne von "The Chosen Pessimist" erklingen während drei Schatten die Bühne betreten. Die Umrisse lassen zunächst nur erahnen um wen es sich genau handelt, wobei der geneigte In Flames-Fan recht bald Jesper, Björn und Peter zu unterscheiden vermag. Die Ruhe vor dem Sturm? Eine weitere Gestalt betritt die Bühne. Die Nerven sind gespannt und zerreißen, als bei der Hälfte des Songs mit einem lauten Schrei der Vorhang zu Boden stürzt und ein grelles Lichtermeer entblößt. Sehr mutig von der Band, das Set mit dem ungewöhnlichsten und längsten Song der Bandgeschichte zu beginnen, aber das Experiment funktioniert - nicht zuletzt wegen der tollen Inszenierung - hervorragend. Anschließend gibt es dann aber kein Halten mehr und es jagt ein Song den nächsten. "I'm The Highway", "Vanishing Light" und "The Mirror's Truth" sorgen für reichlich Bewegung in der Menge, währenddessen fällt auch der hintere Vorhang und entblößt eine Licht- und Videowand, die im Laufe des Konzerts das ganze Farbsprektrum offenbart und bei einigen Songs auch Textfragmente zum Mitsingen für den Gelegenheits-In Flames-Hörer bieten. Wer die Band dieses Jahr bereits auf Festivals gesehen hat, wird sein persönliches Dèjá Vu-Erlebnis haben, aber eine tolle Show kann man auch zweimal im Jahr vertragen.

Leute, die während des Konzerts ihre Getränkereserven auffüllen müssen, bemerken, dass auch das Barpersonal deutlich Spaß bei der Arbeit hat und munter hinter dem Tresen umhertanzt. Auch die Band hat einen Weg gefunden sich zwischendurch abzukühlen. In der Mitte der Bühne weht ein Ventilator in Richtung Bühne durch den sich besonders Jesper und Peter gern von Zeit zu Zeit eine kleine Abkühlung holen. Erschöpfungserscheinungen treten aber nicht einmal bei Daniel Svensson am Schlagzeug auf, er gibt spielerisch den Ton an. Sänger Anders Fridén verschwendet angenehm wenig Zeit mit Ansagen und so geht es Schlag auf Schlag weiter mit Songs wie "Alias" und "Pinball Map". Ein wahres Lichterfeuer entbrannte bei "Delight And Angers", bei dem jeder dank der animierten Leuchtschrift den Refrain mitsingen kann.

 

Man merkt der Band an, dass sie schon eine Weile auf Tour ist, so eingespielt und souverän zocken die fünf Schweden ihr Set. Dabei spielen sie nicht weniger als sieben Songs vom starken neuen Album "A Sense Of Purpose" und bieten auch ansonsten fast nur Songs der aktuelleren Alben. Stören tut's aber keinen, denn In Flames haben es verstanden, sich in den letzten Jahren eine neue Generation von Fans zu erspielen. Die Klassiker-Freunde müssen sich mit "The Hive" von "Whoracle" und einem "Dead God in Me / The Jester Race"-Medley begnügen, womit bis auf das Debütalbum "Lunar Strain" alle Werke der Bandgeschichte abgedeckt werden. Der Fokus liegt erwartungsgemäß auf Hits der modernen Phase wie "Cloud Connected", "Come Clarity" und "The Quiet Place" die von den Fans lautstark mitgesungen und kräftig abgefeiert werden.

"Trigger" und "Take This Life" bilden einen gelungen Abschluss des Konzerts, denn nach etwa 100 Minuten und 21 Songs verlassen In Flames ohne offizielle Zugabe die Bühne. Auch das anschließenden laute Klatschen und Rufen des Publikums kann die Band nicht zu einem weiteren Erscheinen animieren. Auch das ist eher ungewöhnlich, aber die Band hat alles gespielt, was man erwarten durfte und warum soll man immer Zeit mit dem Zugabe-Ritual verschwenden, wenn man die ganze Show auch am Stück spielen kann? Was bleibt ist die Erinnerung an eine sehr gelungene, teilweise recht pompöse Show, getarnt als Zeitreise durch die letzten 12 Jahre der Bandgeschichte.

(geschrieben von Diadium und Antal)


 

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Antal
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