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Tiamat - Neues vom Leben, von der Musik und vom Glauben

Nachdem sich Johan Edlund schon vor einiger Zeit ausführlich über Musik und Stil der neuen Tiamat-Scheibe "Prey" geäußert hatte, folgt nun ein zweiter Teil, der eigentlich wie aus dem Nichts aus einer einfachen Frage heraus entstand. Da schließlich Johan Edlund am kommenden Freitag, den 12.12.03 in Berlin auftritt, wollen wir Euch zu dieser Gelegenheit den Rest dieses Interviews nicht vorenthalten.

Kain war ja derjenige, der unfreundlicherweise seinem Bruder und Geschäftspartner Abel einen über die Rübe gab, um die Dividenden selbst abzukassieren. Da im gleichnamigen Song mehrfach gebeten wird Let me be your Cain drängte sich die Frage, was genau jemanden zu Cain macht, geradezu auf. Das ist eine sehr gute Frage, so Johan, aber auch eine sehr schwierige. Ich kann Dir das nicht beantworten. Schön, mal nachgefragt zu haben. Sollte man nicht wissen, was man schreibt...? Es ist so, ich weiß sehr wohl, was das für mich persönlich bedeutet. Aber was würde Dir das nützen? Immerhin könnte ich dann eine Antwort abdrucken. Das ist aber nicht der Sinn. Ich möchte, das jeder, der diesen - oder andere - Texte liest, eine eigene Interpretation findet. Ich habe für mich selbst einige mögliche Deutungen, und jeder, der ernsthaft darüber nachdenkt, kommt bestimmt zu seinen eigenen Schlüssen. Auf jeden Fall, allerdings würden solch langwierigen Philosophien den Rahmen dieses Magazins sprengen. Das ist aber genau das Essentielle. Je mehr Gedanken manche sich machen, umso besser.



Der zweite Punkt, der daraufhin noch interessanter zu hinterfragen wurde, ist natürlich The Pentagram. Dabei handelt es sich um die Vertonung eines Gedichtes von Aleister Crowley, dessen Name den meisten Durchschnittsmenschen höchstens aufgrund irgendwelcher Tarotkarten bekannt sein dürfte. Aber weit gefehlt. Es handelt sich um den Begründer einer heutzutage unter dem Namen "Ordo Templi Orientis" firmierenden Glaubensgemeinschaft. Erster Ansprechpunkt ist dabei die etwas unfundierte Aussage des Pressebooklets, daß es sich um ein Gedicht des "Satanisten" Crowley handelt. Ach je ärgert sich Johan, haben die das etwa wirklich so abgedruckt? Na ganz toll. Meiner Ansicht nach ist Crowley kein Satanist, sondern ein Mensch mit einer unglaublich komplexen Idee eines Glaubens. Ja, genau. Leider wird Crowley gerne in den allgemeinen Satanistentopf geworfen. Dem ist aber nicht so. Viele Leute nennen Crowley in einem Atemzug mit der Church Of Satan und Anton Szandor LaVey, obwohl diese nichts miteinander zu tun haben. Allerdings ist es schon so, daß sich LaVey gerne mal auf Crowley beruft. Ja, leider. Crowley hatte ganz andere, viel komplexere Ideen, die die meisten gar nicht vollständig verstehen. Da ist es einfach, auf bestimmte Teile einen Satanistenstempel zu drücken.
Wie kam es denn überhaupt dazu, ein solches Gedicht zu vertonen? Und was bedeutet In Zusammenarbeit mit dem OTO ? Nunja, die Copyrights an Crowleys Gedichten liegen halt beim OTO. Bevor ich den Text benutzen und abdrucken durfte, mußte ich erst einmal Genehmigungen einholen. Sie mochten aber meine Musik, die ich zu diesem Gedicht geschrieben hatte, deshalb gab es da keine Probleme. Beim nächsten Punkt wurde es dann etwas heikel. Nach diverse Recherchearbeiten im Internet schien deutlich zu werden, daß eine dünne Oberfläche der Arbeit des OTO gerne vermittelt wird, aber daß tiefgehendere Fragen insbesondere nach der Identität von Mitgliedern oder sogar von Hohepriestern ganz und gar nicht gerne gesehen werden. Da auf Tiamats Website diverse Links zu verschiedenen Unterabteilungen der 93-Current-Strömung und des OTO gelegt sind, konnte man auf diesem Umweg vielleicht eine Frage nach dem Grad der Einbindung von Johan Edlund in den OTO platzieren.

Auf diese Frage schien ein wissendes Lächeln aus dem Telefonhörer zu strömen, anscheinend wußte er genau, worauf das abzielte. Ich kann sagen, daß ich tatsächlich sehr involviert bin. Das geht über den einfachen Mitgliedsstatus und einfaches Interesse hinaus. Oha. So lange überlegt, wie man das höflich formulieren könnte, und dann eine solch direkte Antwort. Wunderbar!


Dann wäre das ja geklärt, und man kann wieder auf Crowley zurückgehen. Wenn man Crowley mit einem Satz unwissenden Menschen beschreiben sollte, was würde Johan dann sagen? Oh. Unmöglich. Schon wahr, aber wenigstens ein Versuch? Nunja, Crowley ist ein faszinierender Geist. Er hat versucht, einen Sinn seines Lebens zu definieren.Er hat es geschafft, aus allen Welt- und Naturreligionen interessante Elemente zu benutzen, um etwas Neues zu erschaffen. Die meiste Arbeit von Crowley sind allerdings keine Gedichte, sondern eine Art von kleinen Parabeln, Maximen, für jeden anders interpretierbare Richtlinien.

 


So wie "Cain"? Genau. Jeder soll für sich die Essenz aus den Texten heraussaugen. Es scheint fast, als wäre Tiamat, die Musik und insbesondere "Prey" stark von Crowleys Arbeitsweise geprägt. Fast wirkt es, als wäre Johan der Crowley der Musik. Danke. Ich empfinde das als Kompliment. Aber vergleichen kann und sollte man das nicht. Es stimmt aber, daß gerade "Prey" so entstanden ist. Wir haben versucht, alle Essenzen Tiamats, die es je gegeben hat, auf einem Album zu vereinen. So wie Crowley bei dem Versuch, seinen Glauben zu finden. Ja. Allerdings ist das bei Crowley eine lebenslange Suche gewesen, von der nicht einmal sicher ist, ob er sie überhaupt beendet hat. Ich fühle mich da mit ihm verbunden, denn Tiamat wird auch immer weitergehen. Es geht also nicht darum, irgendwann mal das ideale Album zu veröffentlichen, und auf dem Schaffenshöhepunkt aufzuhören? Man weiß nie. Aber Tiamat ist für mich ein regelmäßiger Begleiter, der sich verändert, wenn ich mich verändere. Ende und Anfang sind permanent vorhanden.

Man kann diese Faszination für Aleister Crowley sicherlich teilen. Da Johan hoffentlich noch sehr lange mit seiner Musik da sein wird, kann man dieses Kompliment der Faszination an ihn wohl auch weitergeben. Danke...und glaubt, was ihr wollt, solange ihr es versucht. Jeder soll für sich glücklich werden, für sich Glauben, für sich Interpretieren, Verstehen, Leben. Darum geht es für mich und Tiamat.Und hoffentlich auch für Euch alle.
Ach ja. Dann gab es noch eine kleine Frage am Rande, eher von persönlichem Interesse für den Fragenden, und deshalb als eher unwichtige Kleinigkeit am Ende gestellt. Warum nur, fragen sich sicherlich einige, wird bei Tiamat-Liveauftritten eigentlich der schnelle Part von The Sleeping Beauty immer weggelassen? Eigentlich konnte man eine nebensächliche Antwort auf eine so unwichtige Frage erwarten. Nichts davon. Oh ja lacht Johan, das ist seit Jahren permanentes Diskussionsthema im Tourbus. Eine der wichtigsten Fragen meines Lebens. Es vergeht auf Tour kein Tag, an dem wir nicht darüber sprechen. Unser Bassist sagt immer, dieser schnelle Teil von "The Sleeping Beauty" wäre der schlechteste Bass-Part aller Zeiten. Deshalb weigert es sich, ihn zu spielen. Ich will ihn aber immer spielen, und so gibt es tagein, tagaus Diskussionen. Ich glaube aber, daß es bei der nächsten Tour vielleicht soweit sein wird, daß ich ihn rumkriege. Der Keyboarder ist schon mal auf meiner Seite...
Wir sind alle sehr gespannt!


 

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- Church of Tiamat

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- Tiamat - Das Leben, Musik und der ganze Rest
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- Tiamat - Gemeinsam mit Pain, Sirenia und Theatre Of Tragedy auf Tour
- Wave-Gotik-Treffen 2005 Vorschau : Tiamat
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