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Paradise Lost - 20 Jahre keinen richtigen Job gemacht

Ganze 20 Jahre ist es nun schon her, dass sich im englischen Halifax eine junge Deathmetal-Band nach John Miltons bekanntem Gedicht benannte. Anfangs gerne mit Morbid Angel und Bolt Thrower verglichen, lieferte die Band mit ihrem zweiten Album "Gothic" die Blaupause und auch gleich den Namen für ein ganzes Genre. Ende der 90er klang man dann eher wie die Sisters Of Mercy oder Depeche Mode, bevor bei den aktuellen Scheiben wieder die Gitarren das Kommando übernahmen. Als Fan haben es einem Paradise Lost mit ihrer stilistischen Kreuzfahrt durch die Musiklandschaft nicht immer leicht gemacht. Hält man kurz inne und blickt auf die Karriere der Band zurück, so muss man jedoch anerkennend feststellen, dass dieser konsequente Experimentier- und Veränderungswille niemals zu Lasten der Authentizität der Band ging. Ob Doom oder Darkwave-Rock: gute Songs durfte man immer erwarten. Zum 20. Geburtstag der Band dürfen sich Fans über eine gelungene Live-DVD freuen, die eine schöne Retrospektive auf zwei Jahrzehnte Paradise Lost bietet. Wir hatten die Gelegenheit mit Sänger Nick Holmes über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Band zu reden.

Erst vor wenigen Monaten gab es mit der Band-Dokumentation "Over The Madness" bereits eine DVD-Veröffentlichung aus dem Paradise Lost-Lager. Nick Holmes stellt aber klar, dass die Band mit dieser Sache gar nicht viel zu tun hatte. "Ich habe nur Teile des Films gesehen, denn ich habe kein großes Interesse daran, mir selbst beim Reden zuzuschauen", gibt Nick zu. "In England hat der Film gute Kritiken bekommen, aber viele Fans der Band finden ihn nicht so toll. Diese DVD zu machen, war aber auch keine Entscheidung, die von der Band ausging. 'Over The Madness' hat der Band Publicity gegeben, ob das Ergebnis nun gut oder schlecht war", sieht es der Sänger recht pragmatisch. "Die neue Live-DVD, die wir letztes Jahr aufgenommen haben, ist dagegen eine ganz offizielle Paradise Lost-Veröffentlichung." Und bei "The Anatomy Of Melancholy" (Review) gibt es denn auch nichts zu meckern, was die Qualität angeht.

In ihrem Bemühen, der ganzen Karriere der Band gerecht zu werden, haben Paradise Lost beim Konzert im Londoner Club Koko auch alte Perlen wie "Gothic" und "Eternal" ausgepackt, die die Band seit Jahren nicht mehr live gespielt hatte. Ein Konzert, bei dem Songs von "Gothic" (mit Death-Grunts) bis "Host" (Nick Holmes goes Dave Gahan) gespielt werden, ist stimmlich sicher eine große herausforderung. "Es ist okay", spielt es Nick herunter. "Ich singe die alten Songs aber nicht so tief wie früher, das würde meine Stimme nicht aushalten", gibt er unumwunden zu. "Ich versuche in einer moderaten Tonlage zu singen, da diese Songs mit einer höheren Stimme schrecklich klingen würden. Manche Leute sind nicht ganz so glücklich damit, weil es nicht wie die Originale klingt, aber ich bin kein verdammter Roboter." Dass die alten Songs auch ohne kellertiefe Grunz-Vocals gut klingen, kann man auf der neuen Live-Scheibe hören. "Wenn man sich beim Singen okay fühlt, klingt es meistens auch gut", erläutert Nick seine simple Herangehensweise. "Es sei denn man liegt völlig daneben, wie einige der Kandidaten bei 'The X-Factor' [eine Art DSDS in England]", fügt er mit einem Lachen hinzu.

 

Bis auf das Debütalbum "Lost Paradise" von 1990 finden alle Alben der Band mit mindestens einem Song Berücksichtigung auf "The Anatomy Of Melancholy". Gibt es denn Alben in der Bandgeschichte, mit denen Nick rückblickend wirklich unzufrieden ist? "'Believe in Nothing' ist okay, aber eben nur okay, und das ist das Problem", greift sich Nick den Nachfolger von "Host" heraus, mit dem die Band nach ihrem umstrittenen Ausflug in Elektro-Pop-Gefilde wohl ein paar Kompromisse zuviel eingegangen ist. "Es ist weder richtig schlecht noch großartig. Ich denke der Produktion fehlte einfach die Ecken und Kanten; irgendwas fehlt auf jeden Fall. Es befinden sich eine Reihe guter Songs auf dem Album, aber insgesamt hört es sich etwas schwachbrüstig an. Und 'Lost Paradise': ein erstes Album ist eben ein erstes Album. Die Gitarren und das Schlagzeug könnten besser klingen, aber das Album wurde ja auch 1989 aufgenommen."

Ganz anders beurteilt Nick dagegen das nunmehr ein Jahr alte, aktuelle Studioalbum "In Requiem": "Wir sind absolut zufrieden mit dem Album. Wir haben sehr viel Zeit damit verbracht, die Songs zu schreiben und Demos aufzunehmen. Als das Album dann endlich fertig war hatten wir das Gefühl, dass es so gut geworden ist wie möglich. Es gibt nichts zu bereuen." Tatsächlich ist "In Requiem" einer der Glanzpunkte in einer sowieso beeindruckenden Diskographie. Mir persönlich gefallen insbesondere die Bezüge zu den verschiedenen Phasen der Bandgeschichte; zwischen "Icon"-Feeling und "Symbol Of Life"-Rhythmen ist fast alles mit dabei. Steckte da etwa Absicht dahinter? "Das Songwriting für 'In Requiem' war natürlich eine Mischung aus all dem, was wir die vergangenen paar Jahre gemacht haben. Was den Klang angeht haben wir versucht, jedem Song die gleiche Produktion zu verpassen. Alle Songs hören sich deshalb ziemlich heavy an, sogar die Songs, die vielleicht eher nach unserem 'Symbol Of Life'-Material klingen. Dass die Songs mit den verschiedenen Vorgänger-Alben vergleichbar sind, war keine bewusste Entscheidung, sondern das Ergebnis der Art und Weise wie wir Songs schreiben. Wir gehen die Songs mitunter unterschiedlich an, aber am Ende klingen sie dann doch nach Paradise Lost, denn das ist einfach unsere Art Musik zu schreiben."

Und dafür sind seit jeher Gitarrist Greg Mackintosh und Nick verantwortlich; von Jam-Sessions, wie sie bei so vielen anderen Bands Teil des kreativen Prozesses sind, hält Nick nicht soviel. "Greg und ich schreiben die Songs komplett bevor wir in den Proberaum gehen. Wir schreiben die Songs auch alleine für uns; wir sind keine Band, die jammt. Jamming ist wohl eher was für 16-jährige, die erst anfangen Musik zu machen. Wir wissen aber sehr genau, was uns gefällt und was nicht. Die Songs sind deshalb praktisch fertig, wenn wir ins Studio gehen. Es kann natürlich immer noch passieren, dass ein Song, der als Demo funktioniert, im Band-Setting nicht gut klingt", schränkt Nick ein. "Aber heutzutage kann man mit den Aufnahmetechniken auch bei den Demos sehr sicher sein, wie es am Ende klingen wird. Zu Zeiten von 'Icon' war das anders, da wussten wir erst, welche Songs wirklich hervorstechen würden, als sie fertig aufgenommen und produziert waren."...

Paradise Lost - 20 Jahre keinen richtigen Job gemacht Seiten 1 2

 

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