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In Flames - Wir haben nicht in einen Sack gegriffen und vergessene Riffs herausgeholt

Mit dem neuen Album "A Sense Of Purpose" gelingt es In Flames, den Bogen zwischen der traditionellen mittleren Ära und der eindeutigen Modernen der letzten drei Alben zu verbinden. Zwar werden die zahlreichen Oldschool-Fans nicht die Wiedergeburt ihrer Lieblinge erfahren, müssen aber wohlwollend anerkennen, dass die Schweden verstärkt auf Gitarren-Harmonien setzen und sich die innig geliebten Melodie-Linien nicht mehr dem erneut weiterentwickelten Gesang von Anders Friden unterordnen. Neue Elemente und Überraschungen birgt der aktuelle Chartbreaker der Göteborger auch noch, somit hatte Gitarrist Björn Gelotte eine Menge zu erzählen.

"Ich habe mich gerade von einer hartnäckigen Erkältung erholt, falls ich aber noch herumniese oder schniefe, ignoriere das einfach, haha. Wir sind jedenfalls als Band mit dem neuen Album sehr zufrieden, wir wussten schon vorher, wie es klingen soll und das Ergebnis ist so, wie wir es uns vorgestellt haben. Dass die Leute und Fans dann das Album auch noch mögen, ist umso schöner." bedankt sich Björn für das umfangreiche Lob bezüglich "A Sense Of Purpose", wobei es etwas schwierig war, dieses loszuwerden, verbrachten doch die Schweden die letzten Wochen verstärkt im Proberaum, um die neuen Songs perfekt einzustudieren. Diese Zeit war wohl auch vonnöten, da die neuen Stücke zum einen zu den schnellsten gehören, die In Flames jemals veröffentlich haben und auch in Punkto Komplexität neue Sphären erschließen. "Alles, was wir kreieren ist dazu da, dass wir diese Songs auch live spielen können, auch wenn sie sich heute von Stücken wie von "The Jester Race" unterscheiden. Aber 90 Prozent der Zeit, die wir mit In Flames verbringen, sind wir auf Tour, daher ist es sehr wichtig, dass die aktuellen Songs und Arrangements auch live funktionieren. Das einzige Problem ist, dass das Material brandneu ist. Wir haben vor den Albumaufnahmen etwas gejammt, ein wenig aufgenommen und das dann alles arrangiert. Diese Songs haben wir niemals zusammen vor den Proben vor der Tour zusammen gespielt! Aber wir bekommen das von Tag zu Tag besser hin und ich freue mich schon, die neuen Stücke auf der Bühne vorzustellen!" verrät der Gitarrist mit den charismatischen Zebra-Tattoos an den Armen.

Die typische In Flames-Probe beschreibt Björn so: "Lang und langsam, haha. Wir proben nicht so oft, weil wir meistens auf Tour sind. Was man wirklich lernen muss, lernt man auf der Bühne, vor dem Publikum. Da lernt man viel über Musik, was man machen muss und was nicht. Proben sind für uns das notwendige Übel, die wir nutzen, um alte Songs wieder einzustudieren oder um sicherzustellen, dass das Set die richtige Länge hat. Mit dem neuen Album haben wir 15 neue Songs, die wir noch nicht gespielt haben, die aber jeder von uns spielen will."

 

Wenn man soviel Zeit auf Tour verbringt, wäre es logisch, dort auch zusammen neue Songideen zu entwickeln. Doch bei den Götheborgern ist dies nicht der Fall. "Auf Tour oder bei den Soundchecks lernt man eher viel über Dynamik oder wie man einen Song arrangiert, um ihn interessant zu halten und natürlich wie man einen Song arrangieren muss, um ihn später auch live spielen zu können. Die Songs schreiben wir noch immer so, wie wir sie die letzten zehn bis 15 Jahre geschrieben haben: Ich habe eine Idee, Jesper hat eine Idee, wir setzen uns zusammen und arbeiten so einen rohen Entwurf aus. Das passiert aber meist im Umkleideraum, wenn man Zeit hat. Da sitzen wir dann zusammen und arbeiten daran, das macht am meisten Spaß." berichtet das Nordlicht. So ist es auch kein Problem, dass Sänger Anders mittlerweile nach Stockholm gezogen ist. "Anders musste das tun, denn seine Freundin ist aus Stockholm. Und wenn sie nach Götheborg gezogen wäre, wäre sie hier die meiste Zeit alllein gewesen, da er ja ständig auf Tour ist, deshalb verstehe ich das. Es ist kein Problem heutzutage, eine Entfernung zu überbrücken, durch das Internet kann ich ihm eine Idee zusenden. Außerdem ist Stockholm in drei Stunden per Zug zu erreichen, es ist also nicht die andere Seite der Welt, wo er jetzt lebt. Für die Proben oder die Vorproduktion kam er immer ein paar Tage herunter, das ist also wirklich kein Problem. Wenn er hier ist schläft er in einem Hotel oder bei Freunden." beruhigt Björn alle, die denken könnten, dass sich hier ein Problem anbahnen könnte.

Die Songs auf "A Sense Of Purpose" verbinden mehrere Welten von den Melodic Death Metal-Pionieren, wie in der Vergangenheit wird sehr auf die Gitarrenmelodien geachtet, wie auf den letzten Alben aber auch auf moderne Riffs und Gesanglinien. "Ich würde nicht sagen, dass das eine Rückbesinnung auf die Vergangenheit ist, die Songs sind In Flames und ist unsere Präsentation, was wir derzeit darstellen. Wir haben nicht in einen Sack gegriffen und vergessene "The Jester Race"-Riffs herausgeholt! Alles ist brandneu und In Flames. Wir nutzen keine alten Parts, die es früher nicht auf ein Album geschafft haben, das wäre zwar einfacher, ist aber nicht unser Ding. Es war keine Suche nach unseren Wurzeln, es war das, was in uns drinnen war und wir wussten genau vorab, was wir wollten. Deshalb gehen wir auch mit jedem Album in kleinen Schritten immer wieder auf unbekanntes Territorium. Wir machen das natürlich auch, um es für uns interessant zu halten, wenn man wie wir fast immer auf Tour ist, muss es auch Spaß machen, diese Songs live zu spielen. Deswegen müssen die Songs immer wieder ein wenig anders sein als diejenigen, die wir früher geschrieben haben. Deswegen klingen einige Songs etwas oldschooliger und andere wieder moderner. Das ist unsere Garantie immer weiter zu machen. Wir lieben es, auf Tour zu sein, aber es darf nicht langweilig werden. Es ist egal, ob es eine große oder kleine Show ist, man lernt immer etwas über die Musik oder über sich selbst." beschreibt der ehemalige Schlagwerker den Prozess der eigenen und band-orientierten Dynamik.

Auch in Amerika gelang es den Melodic Death-Metallern, positiv wahrgenommen zu werden, man spielte erfolgreiche Shows und wird immer wieder gern eingeladen. Mit dem neuen Werk sollte somit auch ein weiterer Schritt überm großen Teich getätigt werden. "Das kann man vorab immer nicht so sagen, wir versuchen uns immer weiterzuentwickeln, aber uns treu zu bleiben. Wir machen nichts, was uns vorgeschrieben wird, denn wenn das passiert, spielst Du eines Tages Songs, die Du gar nicht spielen willst. Auch wenn viele Leute uns prognostizieren, dass wir das nächste große Ding in Amerika werden und wir viele Bands dort drüben bereits beeinflußen, lassen wir uns davon nicht verrückt machen. Es ist zwar schön, wenn so etwas gesagt wird, aber viele von den Bands, mit denen wir zusammen gespielt haben, haben ihren eigenen Sound und sehr schwer dafür gearbeitet." bleibt Björn bescheiden und auf dem Teppich.

Bei "The Chosen Pessimist", der erst im Studio geschrieben wurde und der längste In Flames-Track in der Band-Historie ist, wagten sich die Schweden erstmals an orchestrale Elemente heran. Das Experiment ist äußerst gelungen und wird von vielen Fans als einer der stärksten Tracks auf dem Album angesehen. "Mit einem richtigen Orchester haben wir nicht zusammengearbeitet, das sind alles Samples. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden, auch wenn wir für diesen Song unsere typische Arbeitsweise verlassen haben. Wir hatten kein Sound-Setup, wie bei allen anderen Songs, wo wir vorweg schon wussten, wie welche Gitarre zu klingen hat. Wir haben für diesen Song jeden einzelnen Sound, verschiedene Verstärker-Kombinationen usw. ausprobiert. Das war eine wundervolle Erfahrung für uns. Unser Ziel ist, auch diesen Song live zu spielen, haben ihn aber noch nicht geprobt. Wenn wir als Headliner in Europa unterwegs sind, dann können wir uns es leisten, diesen Song zu spielen, wenn wir woanders im Vorprogramm sind, haben wir keine Zeit, einen so langen Song zu spielen." meint Björn.

Eine weitere Neuerung ist das Logo und das Artwork, was passend zu den Inhalten des Albums ausgefallen ist. Dazu der zweifache Vater: "Ein Logo muss irgendiwe immer zum Cover passen und natürlich zum Rest des Albums. Es gibt so viele Beispiele, wo Bands ein wunderbares Cover haben, aber ein wirklich extrem oldschooliges Cover, das wirkt, als hätte man eine Briefmarke draufgeklebt. Ein Logo ist ein Trademark, für die Industrie und die Band, es sollte zum Inhalt passen. Das Cover sollte auch eher zu den Inhalten als zu der Musik passen, denn die Lyrics erzählen die Geschichte, die Musik verpackt diese Geschichte. Das Album hat kein Konzept, aber ein Thema, welches mit dem Artwork abgepasst wurde. Das Cover soll die Lebensstationen aufzeigen und es hat einige wirklich starke Symbole integriert. Die Lyrics sind ja auch bei Anders immer persönlicher geworden, bei "The Jester Race" ging es um die gesamte Menschheit, es war ein sehr episches Album, "Colony" wurde dann schon persönlicher. Viele sagen, dass die Texte immer introvierter wurden, ich sage, dass sie viel mehr Leute ansprechen, denen es genauso geht."



 

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Ingo
© 05/2008 whiskey-soda.de
 


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