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Avantasia - "Rock'n'Roll kommt aus dem Herzen!"

Die ersten beiden Teile der Metal-Oper von Avantasia sind seinerzeit wie eine Bombe in das schwermetallische Camp eingeschlagen. Durch Gastsänger, fein ausgeklügelter Story, dramatischen Arrangements und schlussendlich natürlich auch gute Songs wussten die beiden Longplayer des Edguy-Frontmanns Tobias Sammet komplett zu überzeugen und zu begeistern. Mit zwei EPs und dem Album "Scarecrows" geht das Avantasia-Abenteuer nun in die dritte Runde. Der Chef beleuchtet, warum es stilistische wie auch personelle Veränderungen gab.

"Die Reaktionen waren prinzipiell sehr gut, die EPs waren neun Wochen in den deutschen Single-Charts, d.h. es hat sich längerfristig rumgesprochen, dass das Material viel Qualität hat. Ich bin mit dem Song "Lost In Space" ein gewisses Risiko eingegangen, was mir manche Fans übel genommen haben, weil er zunächst erstmal etwas ungewohnt war. Aber damit kann und muss ich leben. Ich finde es ganz wichtig, auch immer mal über den Tellerrand hinaus zu blicken, das tut der Metalszene auch mal ganz gut. Die meisten Leute haben allerdings den stilistischen Ausflug akzeptiert und honoriert." umreißt der Kreator von Avantasia die Reaktionen auf das doch veränderte neue Material.

Viele Leute fragten sich im Vorfeld, warum gerade zwei EPs veröffentlicht wurden und witterten Geldschneiderei. Hätte man da nicht, wenn schon eine EP nötig war, eine richtig fette machen können? "Eine einzige große EP stand nie zur Debatte. Eine Plattenfirma will bei einer größeren Band gerne eine Single vorab veröffentlichen, weil man dadurch den Markt besser auf ein Album vorbereiten kann, und im Handel und auch bei den Fans alle Leute hellhörig werden. Es ist also eine rein promotechnische Sache. Eine lange EP wäre ein volles Album und würde als Single nicht durchgehen, obwohl es finanziell durchaus lukrativer wäre. An einer Single verliert man Geld, weil die Gewinnspanne nur im niedrigen Cent-Bereich liegt, aber das Material ja genauso aufwendig aufgenommen werden muss, Musiker genauso bezahlt werden wollen, und die Coverartworks und Promotionaktivitäten dafür nicht erheblich billiger sind, als für ein halbes Album." gibt Tobi eine kleine Lektion über die Gesetzmäßigkeiten des Marktes. "Eine Longplay-EP hätte der Handel nicht zum Preis einer Single durchgereicht, das zeigt die Erfahrung. Damit wäre die Single-Idee hinfällig geworden. Ich habe es geschafft, den Fans zwei EPs zu geben, und den Handel dabei so arglistig getäuscht, dass sie nicht gemerkt haben, dass es eigentlich keine Singles sondern viel mehr war, weshalb sie die EPs sehr preiswert verkauft haben. Das war gar nicht so leicht. Wenn man allerdings den Bogen überspannt, wird es rein rechtlich ein volles Album, was sich auch in der Preisauszeichnung widerspiegelt und damit ist es keine Vorab-Single zum Album mehr. Die Alternative wäre gewesen, eine der beiden EPs nicht zu veröffentlichen und einfach im Keller verstauben zu lassen. Dann hätten sich alle Leute über die andere Single gefreut, weil anstatt der üblichen drei Songs einer herkömmlichen Maxi-Single sechs Songs und Videomaterial für ein paar Euro erhältlich gewesen wären. Aber nur weil ich den Leuten zwei Veröffentlichungen parallel angeboten habe, haben sich manche beschwert. Das ist doch wirklich albern. Ich kann den Leuten, die immer kommerzielle Ausverkaufsvorwürfe in die Runde werfen nur entgegnen, dass die einzige Konsequenz gegen Kommerz wäre, nichts mehr zu veröffentlichen. Das halte ich aber für eine ziemlich ungünstige Alternative." findet Tobi und wir als Konsumenten müssen zustimmen: Recht hat er!

 

"Scarecrows" erschien kurze Zeit später und unterschied sich noch einmal erheblich von den beiden kleinen Vorgängern. ""The Scarecrow" ist ein in sich geschlossenes Konzept-Album. Jeder Song passt in den Kontext der anderen Songs, es gibt keine Coverversionen und das Album ist wesentlich teurer als die beiden EPs. Demzufolge werde ich mir daran, im Gegensatz zu den EPs, eine goldene Nase verdienen, was sehr schön ist, falls ich mir mal die unteren Schneidezähne richten lassen möchte, die zu schief geraten sind, um damit den amerikanischen Markt zu erobern." scherzt der Frontmann. Mit diversen Coverversionen haben auch bereits andere Bands von sich Aufmerksamkeit erregt, Tobi versuchte es mit zwei ganz speziellen Songs. ""Lay All Your Love On Me" und "Dancing With Tears In My Eyes" wollte ich schon immer mal covern, weil das geile Hymnen sind, die mit verzerrten Gitarren einfach großartige Rockklassiker sind. Schon im Original erinnern sie mich an Rocksongs, bei denen jemand die Gitarren aus Versehen vergessen hat, aufzunehmen. Genauso ging es mir damals bei dem Song "Hymn", den wir mal mit Edguy aufgenommen haben. "In My Defence" ist ein Song, der auch schonmal von Freddie Mercury aufgenommen wurde, an seiner Version haben wir uns orientiert. Mein Produzent Sascha Paeth kam mit der Idee um die Ecke, weil der Song von der lyrischen Grundstimmung irgendwie scheinbar ins Konzept passte. Also nahmen wir ihn auf, benutzten ihn dann aber als B-Seite für die EP, obwohl ich das Wort B-Seite hasse, denn es steckt zuviel Mühe, Geld und Aufwand drin, als dass man den Song einfach B-Seite nennt. "Ride The Sky" ist ein alter Klassiker einer Band namens "Lucifer’s Friend", unser Drummer Eric kam mit der Idee um die Ecke. Er hat den Song dann übrigens auch eingesungen, bei Kiss singt er ja live auch manchmal, bei uns hat er das sogar im Studio getan." berichtet Tobi.

Kommen wir zu den Änderungen, denn personell hat sich einiges getan im Avantasia-Lager. Das fängt schon bei der Optik vom Frontmann ab, der sich von seiner Mähne getrennt hat. "Ich hatte keinen Bock mehr auf lange Haare. Das hat nichts mit den Musikern oder meinem Musikgeschmack zu tun. Rock’n’Roll kommt aus dem Herzen und hat nichts mit den Auswucherungen auf dem Kopf des Sängers zu tun. Sonst wäre Christian Anders schließlich mehr Rock’n’Roll als Bruce Dickinson, Rob Halford und Freddie Mercury. Ich hatte es einfach satt mit 231 Pflege-Shampoos wie eine Frau auf Tour zu gehen." lautet die pragmatische Antwort. Zudem hat sich Tobi den Bass gegriffen und äußerst respektabel eingespielt. "Ich bin mit Sicherheit nicht der schnellste Filligran-Bassist unter der Sonne, aber ich habe das früher hauptberuflich gemacht, und wenn man Groove im Blut hat, dann verlernt man das auch nicht. Ich bin definitiv kein T.M. Stevens, aber ein Bass muss fett und songdienlich sein, und das kann ich mit Herzblut umsetzen. Ich sehe mich nicht als hauptamtlichen Bassisten und ich spiele auch nur noch sporadisch für Demoaufnahmen oder aus Laune oder bei Edguy-Soundchecks, aber wenn ich mich wie im Falle Avantasia gut vorbereite, dann können sich so manche Bassisten warm anziehen, haha." beschreibt der Sänger Tobi den Bassisten Tobi. Außerdem wurden einige Stellen bei Avantasia neu besetzt. "Viele davon sind schon noch mit dabei. Im Falle der Stammband habe ich Markus Großkopf nur nicht eingeladen, weil ich selbst mal wieder Bass spielen wollte. Und dass ich Alex Holzwarth nicht gefragt habe lag daran, dass ich mit Eric Singer einen Drummer einlud, der eigentlich nichts mit europäischem Metal am Hut hat, weil er bei Kiss und Alice Cooper ja eher klassischen Hard Rock trommelt. Er hatte somit eine unvoreingenommene Herangehensweise. Eric hat ja auch schon auf "The Metal Opera Part 2" ein Stück eingespielt. Ansonsten sind viele meiner Mitstreiter mit dabei. Und auch mit Markus und Alex bin ich noch in Kontakt, es hat sich nur dieses Mal einfach so ergeben." berichtet der kreative Kopf der Metal-Oper.

Wie Tobi bereits erwähnte sind mit Eric Singer und speziell Michael Kiske zwei Leute mit von der Partie, die mit dem europäischen Metal nicht (mehr) viel am Hut haben. Dennoch war es nicht allzu schwierig, diese mit ins Boot zu holen. "Naja, beide waren ja auch das letzte Mal schon mit von der Partie, ich bin einfach mit beiden schon lange befreundet. Das war nicht wirklich ein Problem. Alice Cooper und Rudolf Schenker waren da schon etwas ungewöhnlicher, obwohl auch die recht schnell überzeugt waren.". All diese prominenten Musiker wurden vom Produzent Sascha Paeth unter einen Hut gebracht, mit dem unser Gesprächspartner schon lange zusammenarbeitet. Diese Liaison ist also ungemeint praktikabel. Und wie noch? "Rein platonisch, denn Sascha hat glaube ich einen sehr haarigen Arsch, hahaha! Außerdem fänden unsere beiden weiblichen Gegenstücke alles andere auch nicht wirklich gut glaube ich, haha. Sascha und ich verstehen uns super, wir sind ein Kreativteam, wie man es nur sehr selten findet. Schließ uns beide ein Wochenende in einem Studio ein und wir kommen raus und haben das rote Album der Beatles auch noch komponiert. Wir werfen uns gegenseitig Ideen an den Kopf und kurz danach steht ein Demo. Er mit der Gitarre, ich mit Bass oder Keyboard. Sascha ist ein Allround-Talent, er ist musikalisch vielseitiger, als viele herkömmliche Metal-Produzenten, die Du kennen magst und er ist inzwischen auch ein guter Freund." lautet die lobende Antwort.

Die Zeichen stehen also auf Sturm für Avantasia, in einem Jahr sieht sich Tobias mit seiner Band an dieser Stelle: Was werden Avantasia heute in einem Jahr alles erlebt haben? "Ich bin sicher, dass die Live-Shows im Sommer ein einmaliges Erlebnis aller Beteiligten werden. Und wir werden den Schlüssel zu allem Erfolg erleben, denn es ist alles viel einfacher als man denkt: Man muss Spaß haben! Und den werden wir haben!"


 

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Ingo
© 03/2008 whiskey-soda.de
 


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