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Nightwish - Die Reifeprüfung

Als Anette letztes Jahr die Nachfolge von Tarja Turunen antrat, entschloss sich die Band, auf die großen Festivals zu verzichten und stattdessen erst einmal durch die USA zu touren. Dort sind Nightwish mittlerweile zwar auch angesagt, von einem Superstar-Status jedoch noch weit entfernt. So wurden die Clubshows in den Staaten als eine Art Testlauf für die neue Sängerin angesehen, bevor es zu Beginn dieses Jahres endlich nach Europa ging, wo Nightwish problemlos die gr0ßen Hallen füllen. Letzten Donnerstag gab die neue Formation in der Arena Berlin ihre Visitenkarte ab.

Welche Plattenfirmen-Deals dazu geführt haben, dass die sächsichen Deutsch-Hardrocker Krieger im Vorprogramm auftreten, ist mir schleierhaft. Nichts gegen die Band persönlich, aber weder passt es stilistisch zum Hauptprogramm, noch schätze ich die Band als wirklich beeindruckend ein. Und wenn man 40 Euro für ein Konzert zahlt, darf man schon erwarten, dass sich der Veranstalter um Vorbands bemüht, die dem Besucher auch Gegenwert für's Geld versprechen. Da waren Peter Tägtgrens Pain sicher eine viel bessere Wahl, denn der mit Gothic-Elementen spielende Darkrock der Schweden passt eindeutig besser auf den Geschmack des Publikums und die Band hat sich in den letzten Jahren bereits einen festen Platz in der Szene erspielt. Nur zu dumm, dass die zweite Vorband des Abends schon neun Uhr die Bühne wieder verlässt - wer nicht pünktlich wie ein Uhrmacher war hat das ganze Vorprogramm verpasst.

Doch an diesem Abend sollte sich sowieso alles um Nightwish drehen. Die haben mit "Dark Passion Play" und dem Echo-Gewinn vor wenigen Tagen ihren Ausnahme-Status in Deutschland auch nach dem Wechsel am Mikrofon bestätigen können. Nun wartete das Berliner Publikum gespannt auf die ersten Live-Eindrücke von Anette Olzon. Als etwa 21:15 Uhr das orchestrale Intro erklingt, ist die Spannung in der gut gefüllten Arena fast zum Greifen spürbar. Die für viele Fans entscheidende Frage, ob Anette auch die von Tarjas Mezzosopran-Stimme dominierten Band-Klassiker überzeugend singen kann, wird aber nicht sofort beantwortet. Als die Band unter lautem Jubel die Bühne betritt, erklingt das Keyboard-Intro von "Bye Bye Beautiful". Den Abgesang auf die alte Sängerin gleich als Opener? Man muss schon sehr naiv sein, um dahinter kein bewusstes Statement der Band zu vermuten. Derweil vernimmt das Fan-Ohr mit einiger Freude, dass Anette schon einmal ihre eigenen Gesangsspuren vom aktuellen Album auch live beeindruckend souverän umzusetzen versteht.

 

Beim dritten Song dann der spannendste Moment des Abends: eine gut gelaunte und nicht nervös wirkende Anette (die US-Tour zum "Aufwärmen" stellt sich als sehr gute Idee heraus) kündigt "Dark Chest Of Wonders" an. Wie wird dieser Song ohne klassisch ausgebildeten Gesang klingen? Kurze Antwort: ganz hervorragend! Anette nimmt sich den Song mit Mut und ohne Rücksicht auf Verluste an. Sie folgt der bekannten Melodieführung, lässt somit den bekannten Charakter des Songs intakt, verschwendet andererseits aber keine Sekunde damit, in die Bereiche von Tarja vorzudringen. So erhält der Song eine etwas unmittelbarere Note, wirkt wärmer und direkter als die alte Version. Über besser und schlechter sollte man hier nicht diskutieren, das hat am Ende zuviel mit den persönlichen Vorlieben eines jeden Einzelnen zu tun.

Was man außerdem beobachten kann - und das ist wohl die größere veränderung gegenüber der Tarja-Ära - ist eine Nightwish-Sängerin, die sich auf der Bühne als Teil der Band gibt und jede Menge Spaß am unbeschwerten Abrocken ausstrahlt. War Tarja die in wallenden Gewändern etwas über den Dingen schwebende Diva, passt Anette mit bunten Haaren, Lederstiefeln und verdammt kurzem Rock doch eher in die Kategorie Rock-Schlampe. Aber keine Angst, alles bleibt artig, jugendfrei und handzahm; Nightwish machen schließlich immer noch Disney-Metal für die ganze Familie und das soll bitte auch niemand abwertend verstehen.

Anette also besteht ihre Reifeprüfung, animiert das Publikum immer wieder zum Mitmachen und scheint auch den Rest der Band mit ihrer mitreißenden Art zu beflügeln. Neben den unvermeidbaren Hits wie "Ever Dream", "Nemo" und der letzten Zugabe "Wish I Had An Angel", die Anette allesamt überzeugend rüberbringt, gibt es nicht weniger als acht (!) Songs vom neuen Album "Dark Passion Play" zu hören. Mehr Vertrauen in die Qualitäten einer aktuellen Scheibe hat man zuletzt nur bei Iron Maiden erleben können. Angesichts des kommerziellen Erfolges und der positiven Kritiken, darf man sich über das Selbstbewusstsein der Band nicht wundern. Und tatsächlich gelingen der Band mit ihren neuen Songs einige großartige Live-Momente: "Amaranth" wird fast schon auf "Nemo"-Niveau abgefeiert, die zum Großteil von Basser Marco Hietala gesungene akustische Folk-Ballade "The Islander" bietet besinnliche Gänsehaut-Atmosphäre und das beinahe viertelstündige Epos "The Poet And The Pendulum" ist auch live ein Achterbahn-Epos sondersgleichen.

Bis auf einige Tarja-Fans, die sich mit Anettes Kleinmädchen-Charme nicht anfreunden können, geht am Ende keiner unzufrieden nach Hause. Nightwish haben eine gute Show hingelegt, die hinter dem ganzen Bombast, all den Pyroeffekten, dem Konfetti und der aufwendigen Licht-Show auch so etwas wie eine Seele erkennen ließ. Anettes Anteil daran sollte nicht unterschätzt werden.


 

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Antal
© 02/2008 whiskey-soda.de
 


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