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Marilyn Manson - Doitschlääänd mit Griff ans Gemächt

Eines gleich vorne weg: Das Zitadellen - Festival ist eine richtig feine Sache. Die mittelalterliche Kulisse mit dem großen Innenhof, auf dem eine Bühne aufgebaut wurde gibt richtig gut Atmosphäre. Kein Wunder also, dass über die Sommermonate verteilt große Künstler dort auftreten. Dream Theater, Patti Smith, und auch Marilyn Manson, der in seinen Absichten, die Burg zu stürmen, von gleich mehreren Songcontest- Teilnehmern unterstützt wurde.

Vollmundig verkündet die Zitadelle auf ihrer Homepage, dass "genügend Parkplätze vorhanden" seien. Achtung, Freunde der gepflegten Musik: Dem solltet ihr KEINEN Glauben schenken! In bestem Glauben an die Häufigkeit der Parkplätze kommt man pünktlich zum Beginn - nur um ca. 45 Minuten von der Ankunft bis zum tatsächlichen Betreten der Location zu verbringen. Dementsprechend durften Krieger dran glauben, denn während die Deutschrocker spielten, wurde verzweifelt nach einer Abstellmöglkichkeit für den fahrbaren Untersatz gesucht.

Als nächstes waren dann pünktlich wie die Maurer Knorkator an der Reihe. Mit ihrem vordergründig proletenhaften Auftreten und der intelligenten Basis dahinter haben die verrückten Berliner jede Menge Fans gewonnen. Bis in den Eurovisionsausscheid haben die Jungs um Frontmann Stumpen es gebracht, und Livequalitäten hat die Band allemal. Zwar nervt der Falsett gehörig, und den Song "Ich hasse Musik" quittierte man beim Hören unweigerlich mit "Das merkt man", aber sie können auch richtig gut rocken, wenn sie wollen. "Böse" ist wie immer das Highlight - vor allem, WEIL der hohe Kreischgesang fehlt. Ansonsten schrie Stumpen das Publikum grundsätzlich nur mit "Titten!!" an, und auf den T-Shirts prangte der wichsende Sandmann mit dem Spruch "Gleich kommt unser Sandmännchen". Haha, sehr komisch. Naja, über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, und man konnte währenddessen darüber sinnieren, ob die über der Zitadelle startenden Flugzeuge wohl eine gute Sicht auf die Show haben. Auch konnte man sich mit einer gehörigen Portion Ohrenzuhalten an den Ständen umsehen, die Festivallike um den Innenhof aufgebaut waren.

Nach einer ewig langen Pause durften schließlich die zweiten Contestteilnehmer des Abends ans Werk. Oomph! - Sieger bei Stefan Raab und seinem Bundesvision-Songcontest - spielten ausschließlich die Highlights ihrer Karriere - zumindest die, die mal als Single ausgekoppelt wurden. Ein vorhersehbarer Set ohne jedes alte Material und ohne jede Überraschung. "Sex hat keine Macht", "Mein Schatz", "Die Schlinge", "Gott ist ein Popstar", "Gekreuzigt", "Augen auf!" - nunja, dass die Band so geniale Alben wie "Wunschkind" gemacht hat, weiß wohl eh keiner mehr.

 

Allerdings war der Auftritt selbst erste Sahne. Dero hat eine sensationelle Livestimme, die Musik ist durch das fast vollständige Fehlen von Elektronik ungemein druckvoll. Und irgendwer scheint Dero endlich verklickert zu haben, dass es dämlich ist, wirklich jeden Song mit "Eins, zwei, drei, vier" zu beginnen. Deshalb war der Auftritt von Oomph! dem Rahmen entsprechend sehr gut und dementsprechend viel Spaß hatte das Publikum auch. Das allerdings war schon von Anfang an der Fall. Ohnehin war es untypisch für solche Konzerte, dass der Freiplatz sich nicht nach und nach füllte sondern eigentlich von der ersten Sekunde an besetzt war. Insgesamt allerdings waren sehr viel weniger Leute anwesend, als man bei einem Namen wie Marilyn Manson hätte erwarten dürfen.

Marilyn Manson dann durften nach einer erneut viel zu langen Umbaupause ans Werk. Und das, was der ehemalige Schockrocker da anbot, war genauso überraschend wie sein aktuelles Album. Jede Menge Brian Warner, und wenig Marilyn Manson. Kein Theater, keine Verkleidung, kein Rollenspiel. Einfach nur ein etwas schüchterner Junge, der beim Rockmusik-Machen richtig aus sich herausgeht. Kein Schockrock, kein Pathos, keine Provokation. Die einzige Abwechslung bestand im zweimaligen an- und ausziehen des Hutes und des Jacketts. Ansonsten konzentrierte sich Marilyn Manson auf seine Musik.

Eine ganz normale Rockband war das, die da richtig gut Musik machte. Einige Stücke der neuen Platte wurden mit vielen alten Hits vermengt. Auch hier nichts Überraschendes, aber dennoch auf hohem Niveau - gerade weil der Schnickschnack fehlte und Manson sich auf die Musik und das Transportieren der Texte konzentrierte. So wie das Album "Eat Me Drink Me" ein Seelenstrip ist, so war auch der Liveauftritt Back To Basics. Die Trackliste hört sich richtig gut an - von "The Dope Show" über "Great Big White World", "Rock Is Dead", "Disposable Teens" und "If I Was Your Vampire", "Heart-Shaped Glass", "The Fight Song", "Tainted Love" bis zu "Sweet Dreams" - Marilyn Manson hat eine richtig gute Songauswahl getroffen. Lediglich die Kommunikation mit dem Publikum sollte er noch üben. Ein Dutzend mal "Doitschläääänd" zu schreien ist einfach nur peinlich. Weiß der ehemalige Liebhaber Berlins nicht mehr, wo er ist? Egal. Ebenso nervtötend war der permanente Griff an den Sack. So oft hat selbst Michael Jackson nicht an seinen Eiern herumgespielt, und der ist schon ziemlich krank. Mal den nackten Hintern zeigen ist ja in Ordnung, aber dramaturgisch gesehen hat der Griff ans Gemächt jedenfalls keine große Daseinsberechtigung.

Dennoch waren 80 Minuten Marilyn Manson absolut hervorragender Zeitvertreib. Mit dem als einzige Zugabe angebotenen "The Beautiful People" endete der Abend um Punkt 23 Uhr. Schließlich ist man ja in einer Großstadt, und bevor die alten Leute von nebenan die Bullen rufen (die eh schon in gehöriger Stückzahl anwesend waren und sich am T-Shirtstand in de Menge mischten, um etwas für ihre Kinder zu ergattern) hielt man sich an die offensichtliche Vorgabe um 23 Uhr müsse Schluß sein. Etwas weniger Umbaupause und dafür ein, zwei Stücke von "The Golden Age Of Grotesque" - das wäre noch ein Quäntchen besser gewesen. Aber auch so konnten Marilyn Manson und seine Vorbands absolut überzeugen.


 

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The Wendigo
© 06/2007 whiskey-soda.de
 


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