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Journey - Mein Name ist Jeff Scott Soto, wir sind Journey

Es geschehen noch Zeiten und Wunder. Journey treten zum ersten Mal nach 27 Jahren als Headliner in Deutschland auf. Karlsruhe und Köln heißen die Stationen, die wohl nur ein weiterer Schritt auf dem Weg zur verspäteten Eroberung des deutschen AOR-Marktes sind.


Bereits 2006 hatten Neal Schon und Co. beim "Rock The Nation!"-Festival in Oberhausen die deutschen (und holländischen) Fans begeistert und mal eben die Kollegen von Def Leppard in den Schatten gestellt und dem Headliner Whitesnake heftig Feuer unter dem Hintern gemacht. Damals hielt Steve Augeri das Mikrophon in der Hand. Leider musste der sympathische Nachfolger von Steve Perry auf der anschließenden US-Tour vorläufig den Job an den Nagel hängen, da seine Stimmbänder nicht mehr mitmachten. Prompt kamen Playback-Gerüchte auf, die die Band zunächst nicht dementierte. Statt dessen sprang der 41jährige Jeff Scott Soto mitten in der Tour als Frontmann ein. Aus dem vorläufigen Engagement wurde ein dauerhaftes. "Es war eine Entscheidung der ganzen Band", verrät Bassist Ross Valory. "Steve selbst hat gesagt, dass es nicht mehr geht. Wenn man acht Jahre lang diese Songs singt, fordert das einfach seinen Tribut." Ein Beispiel für die freundschaftlich-einvernehmliche Trennung war Steves kürzlicher Besuch bei einer Show mit seinem Nachfolger. Scheinbar sind alle glücklich in der Welt von Journey.

 

Besonders aber die Fans! Aus der anfänglichen Skepsis gegenüber dem Sänger-Wechsel soll im Laufe des Abends im ausverkauften Kölner E-Werk Begeisterung werden. Dass "JSS" ein fantastischer Sänger ist, muss er eigentlich keinem AOR-Fan mehr beweisen. Doch wie dieser Mann die Klassiker "Lights", "Ask The Lonely" und "Wheel In The Sky" singt, ist einfach unglaublich! Und wieder muss mancher den alten und ansich unfairen Vergleich mit Steve Perry anstellen: "Der singt ja fast genauso!" Tatsächlich. Trotz Jeffs zahlreicher Bands und Projekte, darunter Yngwie Malmsteen, Axel Rudi Pell und Talisman, sind viele überrascht. "Jeff bringt eine Menge frischer Energie in die Band", findet Ross. Ähnlich hatte auch die Pressemeldung geheißen, und ich fand sie Steve Augeri gegenüber nicht ganz fair. Was wirklich passiert ist, weiß keiner so genau. Die Playback-Gerüchte gegenüber dem Ex-Frontman wurden jedenfalls endlich auch offiziell abgestritten. Doch nun steht Jeff auf der Bühne und schmettert eine Granate nach der anderen aus seiner Kehle. Früh wird klar, warum in der ebenfalls ausverkauften Europahalle von Karlsruhe die Tourshirts ausverkauft waren.

Dabei werden die Fans nicht wie sonst nur mit dem Greatest-Hits-Set verwöhnt, sondern bekommen besondere Perlen wie "Mystery Mountain", "La Do Da" oder "Rubicon". Solche Songs hörte man sonst nur auf der 30th-Anniversary-Tour (die 2005 in den USA stattfand), als die Band ein dreistündiges Megaset spielte. "Viele Leute fanden das komisch und dachten, das wäre was Neues", erinnert sich Ross, der mit dem Publikum sogar ein bisschen deutsch spricht, "deshalb spielen wir zuhause meistens nur die bekannten Sachen. In Europa ist das ganz anders. Die Leute kennen die Songs und sind begeistert, das macht natürlich auch uns einen Riesenspaß." Den meisten Fans würde es sicherlich auch Spaß machen, die DVD von der 30th-Anniverary-Tour zuhause zu haben. Doch die in Dallas aufgezeichnete Show wandert nun erstmal ins Archiv. "Jetzt, wo wir einen neuen Sänger haben, wollen wir lieber mit ihm eine DVD machen." Das ist doch sehr schade. Die DVD wäre ein verdienter Abschluss des Kapitels Augeri gewesen. "Wir wollen die Leute doch nicht verwirren. Es ist ja nicht aus der Welt, irgendwann erscheint sie vielleicht, aber erstmal zeichnen wir mit Jeff auf. Das macht wohl Sinn," gibt der sympathische Bassist zu verstehen. Und ich kann es zum ersten Mal nachvollziehen.

 

Immerhin widmet die Band Augeri in Köln sogar einen Song. "Remember Me" vom "Armageddon"-Soundtrack war der erste, der mit dem Nun-Ex-Frontmann aufgenommen wurde. Die Nummer gerät zu einem emotionalen Highlight der Show. Zu den weiteren zählen einige Balladen, die der Schlagzeuger und passionierte Schmusesänger Deen Castronovo singt: "Who's Crying Now", "Still They Ride", "Open Arms" und "Faithfully" animieren die 2000 Staunenden nicht nur zum Mitsingen, sie jagen auch so manchem eine Gänsehaut über den Rücken. Jeder Fan ist sich bewusst, dass er hier etwas ganz Großes erlebt. Nach der über zweistündigen Show hört man den einen oder anderen sogar folgendes sagen: "Das war das beste Konzert, dass ich je erlebt habe!" Dass diese Band schon 30 Jahre existiert, kann man nicht glauben. Wohl aber die Behauptung, dass Jeff Scott Soto sie neu belebt hat. Das Energiebündel wechselt fünfmal das Shirt während der Show, doch nicht etwa wegen der Optik, sondern weil er sich so verausgabt. Er scheint mit unendlichen Kraftreserven ausgestattet zu sein und interagiert mit Neal Schon, Deen Castronovo, Jonathan Cain und seinem kongenialen Spaßvogel Ross Valory, als würden sie sich ewig kennen. Dabei hat er Neal, mit dem er die kurzlebige Band Soul Sirkus gründete, erst vor 3 Jahren kennengelernt.

"Rubicon", "Stone In Love", "Escape", "Keep On Runnin'", "Don't Stop Believing", "After The Fall" und viele mehr. Die Liste der großartigen Songs scheint an diesem Abend kein Ende zu nehmen. Falls sich jemals jemand gefragt hat, warum Journey sozusagen das Flaggschiff des AOR und die vielleicht beste Melodic-Rock-Band aller Zeiten sind, so hat sich die Frage spätestens bei diesem Gig der Superlative erübrigt. Selbst die wenigen Leute, die Journey vorher kaum kannten, staunen nicht schlecht. Und während mit dem Überkracher "Separate Ways (Worlds Apart)" dann doch das "letzte Hurra" des Abends erklingt, muss man anerkennen: Ein besseres Konzert wäre nicht möglich, auch nicht mit Steve Perry. Ein letztes emotional geladenes Gitarrensolo von Neal Schon, die Tastenklänge von Jonathan Cain, man hat den Eindruck, die Band möchte noch gar nicht aufhören. Jeff stellt noch schnell seine "neuen" Kollegen vor und schließt dann mit den Worten: "Mein Name ist Jeff Scott Soto, wir sind Journey. Gute Nacht!" Ein kollektives High-Gefühl durchströmt das E-Werk. Nach dem Konzert ist vor dem Konzert, und Ross Valory hatte es gesagt: "Wir machen in den Staaten eine kleine Pause und wollen uns erstmal um Europa und Asien kümmern." Dafür hat die Band sogar eigens eine neue Agentur verpflichtet. Ein neues Album ist auch in Planung. Rosige Aussichten also für Journey-Fans: Nach 30 Jahren beginnt der Spaß praktisch von Neuem.

(Fotos: Dethlefs)


 

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© 03/2007 whiskey-soda.de
 


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