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The Rolling Stones -  Rock'n'Roll Circus     Artist:  The Rolling Stones
    Album:  Rock'n'Roll Circus
    Label:  Universal
    Release:  25.04.2004
   Medium:  DVD/Blu-Ray
    Genre:  Rock'n Roll ausdrucken 
    Autor:  Philip empfehlen/teilen 
 

Es ist 1968, eine klassische Zirkusmusik erklingt und ein Haufen Clowns und Künstler mit Instrumenten betreten die Arena des Londoner Zirkuszelts. Darunter zahlreiche namhafte Stars der späten 60er. Keith Richards mit der Posaune, John Lennon mit der Trompete, das hat man wirklich noch nicht gesehen. Stones-Drummer Charlie Watts steht wie ein kleines Kind orientierungslos in der Gegend herum und klatscht seine Becken zusammen. Unerhört, wie nervig und fast noch spätpubertierend Mick Jagger mit Katastrophen-Matte die Vorstellung ankündigt. Ob er nun Zirkusdirektor oder Dompteur sein soll, ist ja auch egal, das hier ist der "Rolling Stones Rock'n'Roll Circus".

Ein Highlight gibt's gleich zu Beginn. Angekündigt von einem zwergwüchisgen Clown, heizen Jethro Tull das dubiose Publikum mit "Song For Jeffrey" an. Ein historisches Zeugnis davon, was Tull damals für eine sensationell abgefahrene Band waren, Frontmann und Flötengott Ian Anderson flippt völlig aus und macht Verrenkungen, bei denen selbst Yoga-Profis neidisch werden müssten. Nach kurze Acapella-Einlage rocken The Who mit dem Medley "A Quick One While He's Away" das Zelt. John Enwhistle bleibt ruhig, der Rest der Band flippt vollkommen aus. The Who stellen eindrucksvoll unter Beweis, warum sie zu den heißesten Bands der Szene gehörten. Grandios sind vor allem das extatische Schlagzeugspiel des inzwischen lange verstorbenen Keith Moon und die Gitarrenbehandlung von Extremposer Pete Townshend, von dem sich zweifelsohne The Hives inspirieren ließen.

Die Zwischenmoderationen übernehmen abwechselnd die Stones-Mitglieder. Es ist gut, dass "Keef" Richards nicht Schauspieler geworden ist, wollte er sicher auch niemals, denn selbst als Ansager macht er eine schlechte Figur. Lustig ist es natürlich. Nicht angekündigt werden Taj Mahal. Kennt die noch jemand? Wahrscheinlich nicht, aber die solide Rock'n'Roll-Nummer "Ain't That A Lot Of Love" passt ins Konzept. Im Programm darf auch Mick Jaggers damalige Freundin Marianne Faithfull nicht fehlen, die äußerst hübsch war und den sehr melancholischen Song "Something Better" zum Besten gibt, ohne sich dabei auch nur einen Zentimeter vom Fleck zu bewegen. Ein Gag ist wiederum, dass all diese Performances mehrmals von klassischen Zirkusnummern unterbrochen werden. Zirkus ist schließlich Zirkus! U.A. führt ein älteres Artistenpaar "Kunststücke" noch älterer Schule auf. Nicht unbedingt sehenswert.

Ein sinnfreies Gespräch zwischen Jagger und John Lennon leitet den nächsten Auftritt ein. Unter dem Synonym The Dirty Mac spielt Lennon mit illustrer Besetzung: An den Gitarren Keith Richards und Eric Clapton, am Schlagzeug Mitch Mitchell von der Jimi Hendrix Experience. Alles ganz schön, bis sich plötzlich Yoko Ono auf die Bühne mogelt und ein markerschütterndes Gejaule in den ansonsten faden Blues-Song "Yer Blues" zwängt. "Whole Lotta Yoko" folgt, da schaltet man lieber ganz schnell weiter. Das in bunte Ponchos und Hüte gehüllte Publikum agiert dabei teilweise wie ein Haufen Komparsen, arg künstlich wirken die sterilen Begeisterungsstürme manchmal.

Technisch ist die DVD einwandfrei. Das Material wurde von dem ursprünglichen 16mm-Negativ gemastert, mit 5.1 Surround Sound ausgestattet und besticht durch klare Bild- und Tonqualität. Das ansprechende Menü ist äußerst detailverliebt und mit schönem Intro gestaltet worden. Bonusmaterial gibt es obendrein, aber das ist auch das mindeste, bei einer Laufzeit von 63 Minuten. Da gibt es ein relativ aktuelles Interview mit Pete Townshend, Outtakes von Lennon und Jagger sowie eine Clownnummer. Außerdem ist sind da noch drei weitere Titel von Taj Mahal, eine Fotogalerie und ein Clip mit Fatboy Slims Remix von "Sympathy For The Devil". Alles herrlich überflüssig und nur für extreme Komplettisten von Bedeutung.

Und was soll man zu all dem Zirkus sagen? Schön anzusehen ist es auf jeden Fall. Aber viel häufiger als einmal sieht man sich das Teil vermutlich nicht an. Dafür ist das ganze Drumherum einfach zu abgefahren. Trotzdem handelt es sich hierbei um ein Zeitdokument, das man auf jeden Fall gesehen haben muss, wenn man einen Eindruck davon haben will, wie verrückt die Rock'n'Roll- und Mod-Szene damals war. Musikfans werden womöglich feststellen, die DVD wäre noch weitaus besser, wenn Yoko Ono an diesen Abenden nicht dabei gewesen wäre.


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