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Coldplay -  Ghost Stories     Artist:  Coldplay
    Album:  Ghost Stories
    Label:  Parlophone / Warner
    Release:  16.05.2014
   Medium:  Album
    Genre:  Pop ausdrucken 
    Autor:  Valentin empfehlen/teilen 
 

Eine Coldplay-Rezension ohne eine entweder Respekt oder aber Unmut zollende Rückschau ist schwierig. Doch gibt es Schwierigeres: Einem neuen Coldplay-Album ohne stilistische Anschuldigungen zu begegnen, gestaltet sich ungleich diffiziler. Besonders nach der Rihanna-Nullnummer vom so schon eher knapp durchschnittlichen 'Mylo Xyloto'. Besonders nach Vorab-Veröffentlichungen von Stücken wie 'Magic', einem der wohl langweiligsten Songs des Jahres, oder dem von Avicii verpesteten, weitestgehend anspruchslosen House-Ableger-Irrtum 'A Sky Full Of Stars'. Nun aber steht mit 'Ghost Stories' der lang erwartete sechste Studio-Streich der britischen Megaseller vor der Türe und diffamiert seine eigene Vorhut als unterrangige Bauernopfer. Wer hätte das gedacht?

'A flock of birds / Hovering above / Just a flock of birds / That's how you think of love ...' Zack! Das hat gesessen. Oder auch nicht. Vorwürfe und Lobpreisung liegen bei Poeten oft nahe beieinander. Genau wie Kunstfertigkeit und Schmerz. Wie Tortur und Klaviatur. Das zeigen schon die zum gebrochenen Herzen angeordneten Engelsflügel auf dem von Mila Fürstová gestalteten Cover-Artwork. Womöglich ist 'Ghost Stories' eine der glücklicheren Konsequenzen der Trennung Chris Martins von Hollywood-Ikone Gwyneth Paltrow. Auch wenn der vielbemühte Spruch A breakup boosts your career hier nicht unbedingt gegriffen haben wird: Die neue Nachdenklichkeit ist dem Album anzuhören und stellt die Weichen für eine Transition, die sich bis tief hinein ins künstlerische Mark erstreckt und noch über die Dauer dieser neuen, überraschend knapp bemessenen Veröffentlichung hinausreichen wird. Chris Martin will von Katharsis nichts wissen und schreckt nicht davor zurück, das neue Album seiner Band vollständig vom Schatten seines eigenen Leids durchfärben zu lassen. In 'True Love' legt er offen, wie eine schmerzhafte Trennung auch jemanden wie ihn zu bisweilen irrwitziger Kompromissbereitschaft zu treiben vermag: 'Just tell me you love me / If you don't then lie / Lie to me / And call it true' - ironischerweise der im technischen Sinne true-ste Song der Platte. Und wenn ihm auch dies nicht vergönnt sein sollte, nun, dann gäbe es da ja in letzter Instanz immer noch die gute alte Magie: 'And if you were to ask me / After all that / we've been through / "Still believe in magic?" / Well yes, I do'. Und sollte letzten Endes wirklich gar, gar, gar nichts mehr zu retten sein, bleibt wenigstens die Tätowiertinte unter der Haut ('Ink'). Oder?

Seine Band hat Martin über den ganzen Kummer wohl für einen Moment nach draußen geschickt und sie dann vor lauter Wehmut vergessen wieder hereinzubitten. 'Ghost Stories' kommt vergleichsweise arm an echtem Musiker-Handwerk vor den Tag; glatte und unaufdringliche Elektrosound-Spiegel bestimmen seinen matrizenhaften Klang, gespickt mit schläfrig, manchmal fast kraftlos pluckernden, glimmenden Synthie-Tröpfchen und Beats aus der Drum-Machine. In 'Midnight' annektiert die Synthetik gar die Gesangsspur, wodurch Erinnerungen an Justin Vernon auf der Blood Bank'-EP von Bon Iver aufkommen. In 'Oceans' schließlich wird ein echtes Instrument bedient: Auf der Akustikgitarre, begleitet fast ausschließlich von einer Art Echolot-Signal, belohnt Chris Martin die Fans der ersten Stunde für ihr seit dem dritten Album nicht immer einfaches Ausharren.

Darüber hinaus belohnen Coldplay ihren Hörer mit dem Revival des klassischen, nachglühenden Hidden Tracks, wie man ihn dem abschließenden 'O' aufgestülpt hat. Mit Indizwirkung: 'Ghost Stories' - das sind lethargische Spukgeschichten aus der Vergangenheit einer ehemals großen, mittlerweile gefühlt zu großen Band, die sich in diesem Jahr einen minder schweren Aussetzer vom Mainstream leistet. In eingangs erwähnten, bedauerlichen Einzelfällen aber auch die Gruselgeschichten einer zumindest für den Moment suspendierten, kritischen Entwicklung. Die Zeichen stehen auf Reset. Etwas Inspirierenderes war kaum vorstellbar.


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