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Edguy -  Space Police - Defenders Of The Crown     Artist:  Edguy
    Album:  Space Police - Defenders Of The Crown
    Label:  Nuclear Blast
    Release:  18.04.2014
   Medium:  Album
    Genre:  Powermetal ausdrucken 
    Autor:  DanielF empfehlen/teilen 
 

"We're defenders of the crown" - bei solch einer Zeile muss der geneigte Metaller unweigerlich an Manowar denken. Aber während sich die selbsternannten Könige des Metals derzeit ja lieber damit beschäftigen, ihre alten Alben noch einmal neu einzuspielen, veröffentlicht die Heavy-Metal-Hitmaschine aus Fulda mit "Space Police" das zehnte Studioalbum.

Edguy wurde 1992 von Mastermind Tobias Sammet als Schülerband gegründet und hat seither nicht nur national die wilden Gefilde des melodiösen Powermetals bereist. Die Band gehört zu den größten und erfolgreichsten Metalacts aus Deutschland, und so durfte man auf den jüngsten Output mehr als gespannt sein. Tobias Sammets Songwriting hat sich schon immer durch eingängige Melodien mit großartigen Hooklines ausgezeichnet, die er sowohl für Edguy als auch für Avantasia locker aus dem Ärmel zu schütteln scheint. Letztes Jahr hat der Mann noch ein neues Avantasia Album aufgenommen und war auf Tour, jetzt schreibt er wieder zehn neue Killersongs für Edguy. Das dynamische Quintett hat sich selbst noch nie so ganz ernst genommen, wie man auch diesmal wieder am Cover und Titel des neuen Albums erkennen kann. Tobias Sammet erklärt: "Es braucht verzerrte Gitarren, ballernde Drums, eingängige Melodien, viel Augenzwinkern, einen Song von Falco, ein paar bunte Glam-Elemente, neunminütige Epen über die Unsterblichkeit der Seele im Stil von Led Zeppelin oder auch mal eine Abhandlung über den Sexualtrieb von Höhlenmenschen."

Spätestens nach dieser Aussage ist jedem klar, daß man die Weltraumpolizei nicht bierernst nehmen sollte. Edguy stehen weiterhin vor allem für leicht ironischen, augenzwinkernden Powermetal auf musikalisch hohem Niveau. Wie viele Vorgängeralben wurde die Scheibe von Sascha Paeth produziert. Das Album startet gleich mit einem richtigen Kracher durch: 'Sabre & Torch' eröffnet mit hohem Tempo und macht Lust auf mehr. Sobald der Gesang beim folgenden Titeltrack 'Space Police' einsetzt, fühlt man sich von Melodie und Instrumentierung, insbesondere beim Basslauf, stark an 'Tears Of A Mandrake' erinnert, dem alten Edguy-Klassiker vom 2001er "Mandrake"-Album. In der zweiten Songhälfte wird es dann unerwartet psychedelisch mit heulenden Synthieklängen direkt aus einem Sci-Fi-B-Movie und poppigen "Laserschüssen". Das macht Laune und wird live sicher ein Stimmungskracher werden, weil es bei aller Albernheit dennoch groovt und das Kind im Manne weckt.

'Space Police' bietet angeblich nicht nur 20% mehr Metal, wie das Cover der Special Edition selbstironisch verspricht, sondern auch zwei Titeltracks, und so folgt dann auch mit 'Defenders Of The Crown' eine weitere Uptempo-Nummer mit hymnischen Chören und treibenden Drums. 'Go where no man's been before' heißt es so schön in den Lyrics. Na gut, ganz so innovativ ist der Song dann aber doch nicht und betritt kein Neuland. Es gibt allerdings ein paar lustige Wortspiele im Text, z. B. "A dirty job. It's Marshall arts" in Anlehnung an einen ganz bestimmten Verstärkerhersteller. "And we also eat monsters!" Na, das ist doch beruhigend. Schnurrend pirscht sich als nächstes der 'Love Tyger' an, und wieder einmal hat man die Wahl, den Song ernst zu nehmen und sich dann vermutlich leicht amüsiert abzuwenden, oder doch besser als spaßige Hommage an den Glam-Rock zu verstehen und einfach zu genießen. Letzteres erscheint aus dem Kontext naheliegender, also Ohren auf und durch. Schon bei den ersten Gitarrenriffs wippt man unweigerlich mit. Da werden Assoziationen an stählerne Panther oder taube Leoparden geweckt! Fauch!

Aber auch die weiteren Songs können überzeugen. Mit 'Rock Me Amadeus' haben Tobi und seine Mannen den alten Falco-Klassiker gecovert. Ob das wirklich nötig war sei einmal dahingestellt. Die Version ist recht nah am Original und sicher nicht schlecht, aber letztendlich doch verzichtbar. Der schon angesprochene Song über die Triebe der Höhlenmenschen, 'Do Me Like A Caveman' ist ein weiteres Highlight und besser, als man bei so einem Titel erwarten würde. Hier zeigt Tobias Sammet einmal mehr seine Vorliebe für eingängige Gitarren- und Keyboardmelodien. Vom leicht albernen Refrain einmal abgesehen hätte der Song auch gut auf die letzte Avantasia Scheibe gepasst. Und dann gibt es noch die obligatorische (Power)Ballade 'Alone In Myself', die eher unter die Kategorie "ganz nett" fällt, da sie sich mit den großen Klassikern der Band wie 'Land Of The Miracle' messen lassen muss. 'The Eternal Wayfarer' schließt das Album dann mit neun äußerst abwechslungsreichen Minuten und Savatage-ähnlichen Chören im Kanon. Besonders Jens Ludwig und Dirk Sauer an den beiden Gitarren leisten hier hervorragende Arbeit.

Das Album rockt mit hohem Tempo und setzt sich schnell in den Gehörgängen fest. Genau das haben die Fans erwartet. Einziger Kritikpunkt: So toll die Melodien und Riffs auch sind, so eingängig die Songs im Gedächtnis bleiben, hat man doch immer wieder das Gefühl, das alles schon mal gehört zu haben. Edguy erfinden sich mit dem Album nicht neu - aber das hat wohl auch niemand erwartet. Immer wieder erinnern Riffs oder Melodien an Bandklassiker wie das schon erwähnte 'Mandrake', aber auch 'Vain Glory Opera' oder 'Lavatory Love Machine' sind vertreten.
20% mehr Metal? Als was? Es ist zu vermuten, daß diese oben bereits angesprochene Aussage genauso satirisch gemeint ist wie der Rest der Artwork auf dem Cover. Ganz unwahr ist dieses Prädikat allerdings nicht: Das Album ist unterm Strich härter als die Vorgänger Age Of The Joker und Tinnitus Sanctus, kommt aber an die ganz großen früheren Bandklassiker wie Hellfire Club nicht heran. Es ist schön, wenn sich eine Band treu bleibt und man quasi schon vor dem Kauf weiß, was man bekommt. Andererseits hat man hier eben streckenweise doch den Eindruck, sämtliche Ideen seien irgendwo anders schon einmal verwendet worden. Vielleicht ist das auch das Geheimnis der unglaublichen Produktivität des Herrn Sammet. Aber dennoch wird hier mehr gute Laune verbreitet, als die Weltraumpolizei erlaubt. Freude melodiöser Metalhymen mit Sinn für Humor dürfen also bedenkenlos zugreifen, solange sie nicht etwas wirklich Innovatives erwarten.

Die Weltraumpolizei rückt in mehreren Divisionen an: Neben der normalen Ausgabe ist auch ein Doppelalbum erschienen, auf dem sich sieben weitere Songs finden (zwei neue und fünf Instrumentals). Außerdem gibt es noch die Vinyl-Ausgabe und ein limitiertes Earbook mit großzügigem Fototeil und Anmerkungen zu den Songs. Ob das Album oder Edguys Stil gefällt, ist Tobias Sammet nach eigener Aussage relativ egal: "Außerdem sollte man grundsätzlich in Erwägung ziehen, sich unwillkommene Reaktionen am Ende auch mal am Allerwertesten vorbeigehen zu lassen. Damit fahren wir jetzt seit zwei Dekaden ziemlich gut, und mal ehrlich: So geht Heavy Metal!"

Der Erfolg gibt ihm schließlich auch recht. Gut gebrüllt, Tyger!



geschrieben von Michael Buch


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