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Eels -  The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett     Artist:  Eels
    Album:  The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett
    Label:  PIAS
    Release:  18.04.2014
   Medium:  Album
    Genre:  Indie-Rock ausdrucken 
    Autor:  DanielF empfehlen/teilen 
 

Es gibt wohl nicht viele Künstler wie Mark Oliver Everett aka Mr. E, dessen künstlerisches Schaffen so unmittelbar von seinen persönlichen Kämpfen und Verlusten geprägt ist. Vom Verlust von Vater, Mutter und Schwester über eine gescheiterte Ehe bis zur Spurensuche nach dem Mensch, der sein berühmter Vater wirklich war in der Dokumentation "Parallel Worlds - Parallel Lives". Es war viel Schatten in Everetts Leben und oft auch in seiner Musik. Der Frontmann der Eels hat sein Leben immer auch sehr direkt in seinen Texten (unter anderem auch in der sehr empfehlenswerten Autobiographie "Glückstage in der Hölle") und nicht nur in seiner Musik alleine reflektiert. Meistens ging es dabei naturgemäß eher melancholisch zu, zusammen mit den bittersüß-kauzigen Melodien, für die viele die Eels so sehr lieben. Das letzte Album "Wonderful, Glorious", das erst vor gut einem Jahr erschien, fiel diesbezüglich stark aus dem Rahmen. Es klangt mehr als versöhnt, sogar lebensbejahend. Ausgelassen wie ein Lamm im Frühling sprang Mr. E durch das Video zu 'Peach Blossom'.

Auch auf Album Nummer Elf (dem fünften seit 2009!) ist der Name Programm: Die Geschichten, die die Songs inspiriert haben, sollen als warnendes, belehrendes und irgendwie auch abschreckendes Beispiel dienen. Zentral geht es um den Verlust einer Beziehung, die der Amerikaner auf diesem Album reflektiert, und wie ihn diese Reflektion verändert hat. Naheliegend, daß es da wieder ruhiger, nachdenklicher und zumindest musikalisch weniger extrovertriert zugeht als noch vor einem Jahr beim Vorgängeralbum. Verzerrte, elektrische Gitarren hört man keine, harte Schlagzeugbeats ebensowenig. Es herrschen Everetts melancholische Stimme, akustische Gitarren und so viele Streicher- und Bläserarrangements wie noch nie auf einem Eels-Album vor.

Gleich von Beginn an passt diese Beschreibung: 'Where I'm At' ist ein knapp 2-minütiges Instrumental-Intro mit Streichern und Bläsern, das wie so oft bei Everett ein bisschen nach Kinderlied klingt. So wie das Glockenspiel das bei 'Lockdown Hurricane' im Hintergrund unschuldig-melancholische Akzente setzt. Im bereits vorab veröffentlichten 'Agatha Chang' und in 'Kindred Spirit' trauert E von Streichern und einer sanft gezupften Gitarre umrahmt seiner Liebe nach, die er selbst beendet hat. 'Where I'm From' ist der erste zumindest musikalisch heitere Song, mit einer Leichtigkeit eines Indie-Songs mit Country-Flair. Die Suche nach Antworten auf die Lebensfragen der Gegenwart führen ihn in seine eigene Vergangenheit. Darin besingt er wehmütig und trotzdem irgendwie versöhnt seine Herkunftsfamilie, seine Heimat und seine alles andere als leichte Kindheit:

"So long ago, I left it in the dust / When I was so young and dumb / Ran far away, but I have to admit / Sometimes I miss where I’m from. // Let’s have a drink for everything we went through / It wasn’t always so bad / We can’t forget each other’s company / And all of the good times we had."

'Dead Reckoning' zerreisst einem beim Zuhören fast das Herz, mit seiner Orgel-Trauermelodie und Everetts gnadenlosen Selbstkritik, die sich Everett bei John Lennon abgeschaut hat: "Als ich 10 Jahre alt war, war mein Lieblingsalbum "Plastic Ono Band" von John Lennon. Die Art und Weise, wie er mitten durch alles hindurch bis zur brutalen Wahrheit schnitt, hat mich sehr angesprochen. Das alles hier ist seine Schuld", scherzt Everett über sein neuestes Album.

"Thought we were the lonely type / On an island of the lost / But it was only me / Because you got off."

'Answers', 'Mistakes Of My Youth' und 'Where I'm Going' schließen das Album versöhnlich aber nichtsdestotrotz mit unvergleichlich bittersüssen Melodien ab. Everett hat doch einige Antworten auf die Fragen des Lebens gefunden und sich vorgenommen, nicht alle Fehler seiner Jugend zu wiederholen. 'Where I'm Going' greift das musikalische Thema vom Intro auf, ergänzt es aber stimmigerweise um Everetts Konklusion seiner so offen durchlebten Katharsis:

"I can't say if the flowers keep on growing / but I've got a good feeling 'bout where I'm going."

Wer das Werk Everetts von seinen Anfängen als Solokünstler über alle Eels Alben verfolgt hat, findet mit "The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett" ohne Frage das ehrlichste, gereifteste Album und musikalisch die verdichtete Essenz all dessen, was die Eels schon immer ausgemacht und sie so besonders gemacht hat. Was wie eine Binsenweisheit klingt, macht große Freude anzuhören, vielleicht mehr als je zuvor - obwohl das Ergebnis nur noch schwer als Rockmusik zu bezeichnen ist. Aber wen kümmert das schon, wenn sich Schwermut und die Wunden der Vergangenheit mit der Musik als Katalysator so perfekt zu einer fragil hoffnungsvollen Zukunft herauskristallisieren?


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Eels - The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett
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