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ZZ Top -  The Complete Studio Albums 1970-1990     Artist:  ZZ Top
    Album:  The Complete Studio Albums 1970-1990
    Label:  Warner / Rhino
    Release:  07.06.2013
   Medium:  Compilation
    Genre:  Classic-Rock ausdrucken 
    Autor:  Philip empfehlen/teilen 
 

Es ist schon beachtlich. Da veröffentlichen ZZ Top ein Boxset, das 20 Jahre ihrer Karriere abdeckt, und dann ist das noch nicht mal die Hälfte. Unfassbare 44 Jahre ist das Trio schon aktiv! Zuletzt begeisterten sie mit dem Album "La Futura". Allerdings haben sie mit der Zeit auch immer wieder einen Gang runtergeschaltet. "La Futura" war das erste Studiowerk seit neun Jahren - ein Kracher mit der Gelassenheit des Alters. Zwischen 1970 und 1990 veröffentlichten ZZ Top zehn Studioalben, die zum Teil unterschiedlicher kaum hätten sein können. Aber eins nach dem anderen.

Alles begann mit "ZZ Top's First Album" (heißt wirklich so). Damals trug nur Dusty Hill einen Vollbart, Frank Beard hörte auf den Spitznamen Rube und Billy Gibbons kam gerade aus der Band von Jimi Hendrix. Die junge Band nahm ein relaxtes Blues-Rock-Album auf, das auch Elemente von Southern Rock und Boogie enthielt. Ultracoole Nummern wie "Brown Sugar" (nicht zu verwechseln mit dem Rolling Stones-Song), "Neighbor, Neighbor" oder "Backdoor Love Affair" haben auch über 40 Jahre nichts von ihrem Charme verloren. Und sie klingen jetzt so gut wie damals. Das neue Boxset enthält nämlich erstmals auf CD die Original-Abmischung des Albums. Ein Fest für Audiophile, denn bisher gab es auf CD nur den umstrittenen Mix von 1987.

Für die CD-Veröffentlichung wurden die alten Alben 1987 neu abgemischt, nicht unbedingt zur Begeisterung aller Fans. Erst in den letzten Jahren wurden die Original-Mixe auf CD veröffentlicht, aber nur einige. Neben dem ersten Album sind "Rio Grande Mud" (1972) und "Tejas" (1976) in dieser Box erstmals auf CD so zu hören, wie sie ursprünglich gedacht waren, für wahre ZZ Top-Anhänger wahrscheinlich schon ein Anschaffungsgrund.

"Rio Grande Mud" brachte den ersten Single-Hit für ZZ Top, auch wenn "Francine" es nur auf Platz 69 der Billboard 100 schaffte. Herausragende Tracks auf dem hervorragenden Album sind ansonsten "Just Got Paid" und das mega-entspannte "Sure Got Cold After The Rain". Der Nachfolger "Tres Hombers" enthält gleich drei unsterbliche Songs, die bis heute bei jedem Konzert gespielt werden: "Waitin' For The Bus", "Jesus Just Left Chicago" und "La Grange". Obendrein ist mit "Beerdrinkers & Hell Raisers" der Hardrock-Klassiker schlechthin auf dem Album. Und der Rest ist nicht weniger stark. "Tres Hombres" ist ein Meilenstein!

"Fandango" ist nur zur Hälfte ein Studioalbum, die A-Seite ist nämlich eine Live-Aufnahme. "Captured as it came down - hot, spontaneous - and presented to you honestly, without the assistance of studio gimmicks" - so wie es der Cover-Text verspricht, rocken die Live-Aufnahmen authentisch und unverfälscht, trotzdem in hervorragendem Klang. Mit "Jailhouse Rock" findet sich erstmals eine Cover-Version auf dem Album. Die B-Seite wurde im Studio eingespielt und begeistert mit Boogie-/Rock'n'Roll-Songs ("Balinese", "Tush") und kernigem Hardrock ("Heard In On The X").

Mit "Tejas" machten Billy Gibbons, Dusty Hill und Frank Beard nahtlos dort weiter, wo "Fandango" aufgehört hatte. Auch wenn die unsterblichen Klassiker scheinbar nicht dabei raussprangen - "Pan Am Highway Blues" und die Single "It's Only Love" muss man gehört haben, "Arrested for Driving While Blind" allein schon wegen des Titels.

Während bis dato auf den ZZ Top-Alben nur Eigenkompositionen zu hören waren (abgesehen von den Live-Tracks), enthielt "Degüello" mit seinem abstrusen Artwork gleich zwei Coverversionen: "I Thank You" (mit dem Sam & Dave in den 60ern einen Hit hatten) und "Dust My Broom" von Robert Johnson (der es ursprünglich 1936 (!) aufgenommen hatte). Daneben sind mit "I'm Bad, I'm Nationwide" und "Cheap Sunglasses" auch wieder eigene Klassiker im Set. Der Geheimtipp ist aber "Hi-Fi Mama".

Auf der Rückseite des ersten Albums hieß es 1971: "In this day of homogenized rock, synthesized music, retakes, overdubbing, multi, multi-tracking, an honest recording by accomplished musicians is a rewarding pleasure." Zehn Jahre später sahen es ZZ Top anders. Mit "El Loco" startete das Trio in die 80er. Und das hört man dem Album auch deutlich an. Technische Spielereien, Synthesizer und ein pop-affiner modernerer Sound zeichnen die Scheibe aus. Bei der CD-Veröffentlichung von 1987 erhielt "El Loco" keine neue Abmischung. Vorzeige-Tracks sind der zweideutige "Tube Snake Boogie" und das groovig-rasante "Pearl Necklace".

Zwei Jahre später setzten Gibbons, Hill und Beard mit "Eliminator" noch einen drauf. Fette Synthesizer, Drum-Computer, durchschnittlich 120 bpm, aber auch knackige Riffs und gute Songs sorgten dafür, dass sich das Werk von 1983 in den USA allein über zehn Millionen mal verkaufte, angefeuert durch die Hitsingles "Gimme All Your Lovin'", "Sharp Dressed Man" und "Legs", deren coole Musikvideos mit dem roten Ford Coupe (alias ZZ Cruiser) auf MTV rauf und runter liefen. Eigentlich hätte fast jeder Song eine Single sein können, auch das atmosphärische "I Need You Tonight".

Mit "Afterburner" wiederholten ZZ Top im Prinzip das Rezept: Druckvolle, radiofreundliche Hardrock-Songs mit reichlich technischer Verstärkung. Die penetranten Loops bei "Sleeping Bag" muss man schon mögen, aber dann geht das Teil ab. Man hat das 80er-Jahre-MTV mit seinen knalligen Videos und den lockeren VJs vor Augen. Die Powerballade "Rough Boy" ist das Highlight des Albums, während es bei "Velcro Fly" vielleicht doch zu viel der Synthesizer ist. Der Rest ist ein mal mehr, mal weniger gelungener Abklatsch von "Eliminator".

Fünf Jahre später war der Synthie-Faktor auf "Afterburner" nicht mehr ganz so hoch. Die Songs sind zwar noch fett produziert, aber die technischen Spielereien sind nicht ganz so aufdringlich, die Musik wirkt wieder etwas bluesiger ("Penthouse Eyes", "2000 Blues"). Etwa zu dieser Zeit hatten ZZ Top auch einen Gastauftritt im Blockbuster "Zurück in die Zukunft 3", ausgerechnet in der Vergangenheit. Tatsächlich lag ihre erfolgreichste Zeit nun hinter ihnen.

Als Band, die am längsten in der Originalbesetzung spielt, stehen ZZ Top im Guiness-Buch der Rekorde. Beachtlich ist auch, dass die drei dabei über 20 Jahre lang auf denselben Produzenten setzten. Bill Ham war Produzent aller zehn Alben in dieser Box und noch bis "Rhythmeen" (1996) an Bord. Der Erfolg ist auch sein Verdienst, schließlich hat er ZZ Top als Produzent maßgeblich gelenkt und auch ihr Image definiert. "The Complete Albums 1970-1990" ist damit auch eine Bill-Ham-Box.

Vor allem aber ist diese Sammlung mit ihren zehn CDs ein mächtiges Stück Musikgeschichte. "The Complete Studio Albums 1970-1990" nimmt den Hörer mit auf die Reise durch zwei spannende Jahrzehnte der Rockmusik. Musikalisch sind ZZ Top dabei über jeden Zweifel erhaben, ob im klassischen Blues-Rock oder im tanzbaren Radio-Hardrock. Für zusätzlichen Genuss sorgen die edlen CD-Pappschuber, die Repliken der Original-Vinyl-Covers sind, teilweise sogar zum Aufklappen. Dafür lässt sich auch darüber hinwegsehen, dass die Box selbst eher langweilig gestaltet wurde.


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ZZ Top - The Complete Studio Albums 1970-1990
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- Double Down Live
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