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Heaven Shall Burn -  Veto     Artist:  Heaven Shall Burn
    Album:  Veto
    Label:  Century Media
    Release:  19.04.2013
   Medium:  Album
    Genre:  Metalcore ausdrucken 
    Autor:  Ieku empfehlen/teilen 
 

Nachdem Frei.Wild offenbar zu großen Zuspruch in der Stammleserschaft hatten, gibt es nun eine neue - überraschenderweise linksextreme - Band, über die man sich in Bild, BamS und Glotze die Mäulchen zerreißt.

Ob es sich bei dem Thema des neuen Albums von Heaven Shall Burn ebenfalls in erster Linie um Provokation zu Werbezwecken handelt, bleibt dabei allerdings mehr als fraglich; denn die Thüringer waren schon immer für ihre radikalen Ansichten und ihr Engagement beim Durchsetzen eben dieser bekannt. Sozusagen als Erben der Liedermacher-Generation aus den 1970er Jahren war es ja auch irgendwie klar, dass sich die Springer-Presse - mit Ausnahme des Metal-Hammers - nicht so richtig mit den fünf überzeugten Pazifisten und Veganern beziehungsweise Vegetariern anfreuden kann. Lustig an der ganzen Geschichte sind jedoch vor allem die Interpretationskünste der Bild-Zeitung , deren Online-Redaktion in die Songtexte des Titels 'Hunters Will Be Hunted' einen Aufruf zum Mord an Jägern interpretiert. Tatsächlich birgt der Song einen philosophischen, wenn auch radikalen Gedanken, den man mit rudimentären Englischkentnissen recht gut als einen Grundgedanken des Veganismus erfassen kann, wenn man nur möchte: 'Die Moral unserer Gesellschaft verbietet es, Menschen zu töten, denn jeder Mensch hat das Recht zu leben. Aber wer gibt uns Menschen eigentlich das Recht, andere Lebewesen zu töten? Töten wir Tiere, weil sie weniger Wert sind als Menschen? Und wer definiert den Wert eines Lebewesens?' Die recht eindeutige Art, mit der Heaven Shall Burn diese Frage beantworten, ist vielleicht ein Schlag ins Gesicht jedes Fleischessers, keinesfalls jedoch eine Morddrohung oder ein Aufruf zur Gewalt, so gerne die Bild-Zeitung das auch hätte... Vielmehr sehe ich, als bekennender Fleischesser, darin eine Warnung, mein eigenes Gewissen zu prüfen: 'Sei dir dessen bewusst, dass du dich selber über andere Lebewesen stellst und sie zu deinem Genuss tötest. Kannst du das mit deinem Gewissen vereinbaren?'

Schade an der ganzen Diskussion ist meiner Meinung nach jedoch, dass dieser eine Song, 'Hunters Will Be Hunted', den Fokus des gesamten Albums komplett auf sich lenkt. Dadurch werden andere Songs in den Hintergrund gerückt und finden kaum Beachtung. Zu nennen wäre da Beispielsweise der grandiose Opener, der von einer mittelalterlichen Adeligen, Lady Godiva, handelt, die nackt durch das mittelalterliche Coventry ritt - aus Protest gegen die steuerliche Ausbeutung der Menschen durch ihren herrschenden Gemahlen. Ein weiterer lyrischer Lichtblick, der im Übrigen wieder einmal die investigativ-journalistischen Kompetenzen der Bild-Zeitung offenbart, ist der Track 'Like Gods Among Mortals', der den weltweiten Handel mit Waffen und die gesellschaftliche Akzeptanz großer Waffenhersteller anprangert, welche im Jahr 2012 alleine aus Deutschland Rüstungsgüter im Wert von 1.2 Mrd. US-Dollar exportierten.

Doch nun zum musikalischen Aspekt von 'Veto': Überraschenderweise birgt das achte Studioalbum der seit 1996 existierenden Band keine Überraschungen. Auch wenn das Gesamtbild sich im Laufe der Zeit etwas mehr zugunsten der Melodie in Form von Gitarrenleads wandelte, stellt Veto in keinem Fall eine stilistische Ausnahme in der Reihe der Vorgängeralben dar, sondern trägt nach wie vor zu denselben Sympathie-Verhältnissen gegenüber dem Songwriting Maik Weicherts bei: Entweder du liebst den Scheiß oder du findest die Musik einfach nur öde. Aber halt! Eine Überrschung findet man doch, wenn man genau die Tracklist liest oder noch genauer hinhört: Zum einen ist 'Valhalla' wohl einer der unpassensten Songtitel eines HSB-Songs, den man sich vorstellen kann und zum anderen lässt sich beim genauen Horchen auch feststellen, dass der Track - zumindestens bis zum ersten Refrain - zwar wahnsinnig genial
nach HSB klingt, trotz allem aber der Feder Hansi Kirschs (Blind Guardian) entstammt.

'Veto' ist also nach dem Abschluss der Iconoclast-Trilogie und einer dreijährigen Durststrecke ein würdiges Nachfolgealbum und verdient nicht nur für das typische und doch geniale Songwriting, sondern auch aufgrund der politischen Inhalte der Texte und den damit verbunden Denkanstößen eine 1.


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No mercy for assasins Violence against violence Klingt für mich nach gewalttätigem Aufruf zum Auge um Auge, Zahn um Zahn. Und wirklich viel Spielraum läßt diese Textzeile was das angeht auch nicht. Das ist sehr wohl ein Aufruf zur Gewalt. Gewalt muß mit Gewalt beantwortet werden. Und das sollen Pazifisten sein?

von The Wendigo (07.05 | 20:49)

Ein Aufruf ist für mich eine Satzkonstruktion die jemanden mit etwas beauftragt. Als so etwas, wie: "würdest du bitte jäger töten?" oder im Imperativ: "Töte Jäger!" Ich sehe allerdings keinerlei solcher Konstruktionen in den Lyrics. "Keine Gnade für Mörder, Gewalt gegen Gewalt", ist sehr allgemein gehalten, richtet sich an keinen spezifischen Adressaten, sondern stellt lediglich die Meinung der Band dar, die offenbar davon überzeugt ist, dass du als Jäger ein Mörder bist und keine Gnade erfahren sollst. Dabei sagen sie jedoch keinesfalls, dass sie dich richten werden oder jemand anderes es soll. Pazifisten zeichnen sich imo dadurch aus, dass sie keine Gewalt ausüben möchten und ich habe auch noch nicht mitbekommen, dass jemand aus der Band Gewalt ausübte. Also warum nicht?

von Ieku (08.05 | 17:12)

Weil ein Pazifist von Natur aus niemals "Gewalt gegen Gewalt" als Meinungsbild hätte. Ein Pazifist würde niemals Gewalt mit Gegengewalt beantworten.

von The Wendigo (08.05 | 17:28)

hm okay, also 1. inwieweit pazifisten gewaltphantasien haben dürfen ist eine andere diskussion, bitte nicht jetzt, 2. der begriff "meinung" war vllt irreführend. ich versuchs mit nem anderen ansatz: die lyrics sind sehr allgemein gehalten, bieten also mehrere Interpretationsansätze. Das ist garantiert absichtlich so gemacht worden, unter anderem sicherlich hauptsächlich um zu provozieren, wie deine reaktion gut zeigt. auf der anderen seite gibt es noch eine vielzahl anderer interpretationsmöglichkeiten, zb die, dass es eine art jüngstes gericht gibt, was keine gnade für möder kennt und gewalt durch gewalt, also quasi durch sich selbst bekämpft. diese interpretation kann man zb dem offiziellen video zum song http://www.youtube.com/watch?v=Esi9RUWWtksentnehmen, indem dieses jüngste gericht durch eine nackte blonde 'waldfee' dargestellt wird, die sich zwischen jäger und reh stellt, um ersteren am schießen zu hindern. letztendlich schafft es der jäger jedoch trotzdem das reh zu erschießen, was sich im moment des schusses jedoch in die blondine verwandelt. als der jäger die blondine am boden liegen sieht, ist er schockiert und taumelt rückwärts in eine art schlucht, an dessen boden er dann liegt und selber stirbt. in diesem video ist der jäger die einzige person, die gewalt ausübt, trotzdem wird der jäger für den mord am reh gerichtet. im übrigen wird hier auch nochmal der moralkonflikt zwischen tiere und menschen töten aufgezeigt.

von Ieku (08.05 | 18:25)

Welcher Moralkonflikt? Sollte es da einen geben? Wenn doch Leute wie HSB Menschen und Tiere exakt gleichstellen, dann suche ich mir mal mein Vorbild beim Wolf. Oder beim Löwen. Oder beim Tiger. Raubtiere, die nichts anderes tun, als TIere zu töten und zu fressen. Die im übrigen ohne jeden Zweifel auch einen Menschen töten, wenn er für sie zur Bedrohung wird (oder wenn sie Hunger haben.) Ja, der Mensch ist auch nur ein Tier. Ein Raubtier. Und was tun Raubtiere? Achja, sie töten Tiere. Oder gibt es jetzt etwa auch noch eine wildgewordene Veganerfront, die alle Raubtiere auf der Welt töten will? Achnein, geht ja nicht. Huch, ein Paradoxon! Aber vielleicht wollen die ja auch nur allen Wölfen beibringen, nur noch Gänseblümchen zu essen? Diese ganze Ideologie stinkt von Unlogik, Paradoxien und Schwachsinnigkeiten - wie jede sektiererische Religion. Und hey, wenn ich mal wieder Fleisch esse - ich warte auf das Gottesgericht! So ein Unsinn... Was ich allerdings verstehe und nachvollziehen kann, ist, dass es dringend nötig ist, den LEuten wieder ins Bewußtsein zu führen, dass es ein totes Tier ist, was sie essen. Man sollte Fleisch und jedes tierische Produkt mit Respekt behandeln, man sollte es selbst zerlegen und verwerten können, man sollte es nicht übertreiben. Der Konsum von Fleisch ist keine tägliche Selbstverständlichkeit, auch wenn viele das meinen. Man sollte darauf achten, was man kauft, woher es stammt, und wie das Tier behandelt wurde. Man sollte es selbst zubereiten und mit Respekt behandeln. Aber das ist leider für 95% der Bevölkerung schon zuviel. Wer Huhn oder Schwein für 4 Euro das Kilo kauft hat nicht alle Latten am Zaun und gehört im übertragenen Sinne "erschossen" - aber nicht, weil er totes Tier isst, sondern für unfassbares Desinteresse, Dummheit und Ignoranz.

von The Wendigo (09.05 | 13:37)
 
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