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Bob Dylan -  Tempest     Artist:  Bob Dylan
    Album:  Tempest
    Label:  Smi Col (Sony Music)
    Release:  07.09.2012
   Medium:  Album
    Genre:  Alternative ausdrucken 
    Autor:  Ben empfehlen/teilen 
 

Das einzige Interview im Zuge der Veröffentlichung von 'Tempest' gab Dylan dem amerikanischen Rolling Stone. Ein, um höflich zu bleiben, eher verstörendes Gespräch. Dylan bezeichnet sich als transfiguriert, verliert sich in ellenlangen Betrachtungen über den amerikanischen Bürgerkrieg und reagiert auch sonst auf Fragen eher ungeduldig. Alles beim Alten, könnte man sagen. Der Meister war ja noch nie für sein gutes Verhältnis zur schreibenden Zunft bekannt. Man denke nur an seine Pressekonferenzen Mitte der 60er Jahre.

Wenden wir uns also lieber der Musik zu. 'Tempest', sein 35. Album, sollte zunächst ein monothematisches Werk über Glaube und Religion werden, und so wundert es nicht, dass gleich im ersten Song, dem jazzigen 'Duquesne Whistle', der Himmel aufreißt und die Gottesmutter erscheint. Der Protagonist besteigt einen Geisterzug, das Pfeifen des Gefährts sorgt für einen gedanklichen Mahlstrom par excellence. Beim Anblick einer alten Eiche stellt er sich die Frage, ob der Baum wohl noch steht, auf den er als Kind geklettert ist. Schon hier vereinen sich Vergangenheit und Gegenwart. Die Historie verschränkt sich mit dem Hier und Jetzt.

Bestes Beispiel ist natürlich der title track. Fast 14 Minuten lang erzählt Dylan in 45 Versen vom Untergang der Titanic. Unterlegt mit einer irischen Melodie samt Akkordion und Fiddle lässt Dylan historisch verbürgte Wahrheiten links liegen und erzählt von einer stürmischen Höllenfahrt ohne große Helden. Die Szenen sind umheimlich: 'Dead bodies already floating / In the double-bottomed hull'. Manche Männer werden zu Mördern, andere überlassen den letzten Platz im Rettungsboot einem verkrüppelten Kind. Die Anzahl der Toten ist ohnehin erstaunlich: Leichen stapeln sich auch im neunminütigen 'Tin Angel' und 'Pay in Blood' ist ein Portrait gemalt mit stürmischer Wut.

'In Scarlet Town the end is near / The seven wonders of the word are here / The evil and the good living side by side / All human forms seem glorified', raspelt Dylan in der dunklen Ballade 'Scarlet Town' zu Klavier- und Banjo-Begleitung. Einer der besten Songs des Albums! Sein derzeitiges Weltbild offenbart Dylan dagegen zum Muddy Waters-Riff: 'All the early Roman kings / In their skark skin boots / They buy and they sell / They destroyed your city / They'll destroy you as well'. Die Geschichte wiederholt sich nur als Farce? Von wegen!

Ganz am Ende: Noch ein Geist, noch ein Toter, dem Dylan einen liebesvollen Abschied bereitet. Dylan huldigt John Lennon. Er erzählt von Hamburg, vom frühen Ruhm, von den Selbstzweifeln und vom Tod. 'He turned around and he slowly walked away / They shot him in the back and down he went / Shine your light, move it on, you burn so bright, roll on John'. Dylan hat überlebt. Lennon nicht. Das schlechte Gewissen der Überlebenden, es weht auch durch diese Zeilen.


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