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Olli Schulz -  SOS - Save Olli Schulz     Artist:  Olli Schulz
    Album:  SOS - Save Olli Schulz
    Label:  Trocadero
    Release:  16.03.2012
   Medium:  Album
    Genre:  Indie-Pop ausdrucken 
    Autor:  maximilian empfehlen/teilen 
 

Das Schulzigramm, die Wiedergeburt eines Kultliedes. Ende der 90er-Jahre hat Stefan Raab das 'Raabigramm' begründet, indem er sich mit seiner Ukulele vor Prominenten aufgebaut und ihnen ein Ständchen gesungen hat. Mittlerweile gibt es das Raabigramm nicht mehr, doch Olli Schulz führt Raabs Idee fort. Auf seinem fünften Album 'SOS - Save Olli Schulz' besingt er genauso unbeschwert und mit charmanterem Sprachwitz als Stefan Raab die Schicksale einiger Menschen. Diese sind zwar allesamt nicht prominent, aber deswegen umso interessanter.

Da ist zum Beispiel das aufgesetzte Indie-Mädchen, das immer melancholisch schaut, schlechte Gedichte schreibt und sich viel zu sehr an Szene-Regularien orientiert. Olli Schulz befreit sie erbarmungslos aus diesem Korsett, indem er ihr entgegen brüllt: 'Halt die Fresse, krieg'n Kind oder werd doch Missionar, meinetwegen Christin - Baby, was ist denn?! Komm ma endlich klar!' ('H.D.F.K.K.') Gleichzeitig kann Olli Schulz das enttäuschte Mädchen aus dem Nachbarhaus sehr gut verstehen: 'Ein Mädchen hat im Hinterhof die Wände angemalt: 'Liebe ist so doof, wenn man am Ende nur bezahlt.' ('Wenn Es Gut Ist') Auch dem Leben eines alternden Herren, der langsam zerfällt, widmet er mitfühlende Worte: 'Old dirty man, ich glaube, ich bin mit der Zeit ganz schön komisch geworden.' ('Old Dirty Man') Und hinter dem vermeintlichen Remmidemmi-Blödel-Titel 'Koks & Nuttel' steckt das gefühlvollste Stück des Albums - über einen jungen Mann, der sich vom Musikerleben überrollen lässt und eine falsche Entscheidung nach der nächsten trifft, bis ihm seine Freundin wegläuft: 'Doch dann kam das Koks, dann kamen die Nutten, dann kamen die falschen Freunde und dann die kaputten Gedanken dazwischen.' Mit 'Der Kleine Bär', dem kleinen sehnsuchtsvollen Bruder von Balu, dem Tanzbären, bei Kettcar, verhilft Olli Schulz auf diesem Album berechtigterweise auch einem älteren Song zu mehr Aufmerksamkeit als bei dessen Erstveröffenlichung auf der allerersten Single von Olli Schulz & der Hund Marie im Jahr 2003. Nur gegen Ende enthält das Album mit 'Phosphormann' ein etwas dahinplätscherndes Portrait von Olli SChulz über Olli Schulz und seine Ideen zum Liederschreiben.

Mit lediglich einem einzigen Mikro im Studio haben Olli Schulz an der Akustikgitarre, sein Schlagzeuger Ben Lauber und Produzent Moses Schneider 'SOS' aufgenommen, um einen unmittelbaren Eindruck vom Entstehen der Songs zu vermitteln. Das Album ist deswegen so spontan und locker wie ein Olli Schulz-Konzert. Ähnlich Hip Hop-Skits hat er zwischen die regulären Songs auch hier und da ein Witzchen oder ein Outtake der Studio-Sessions eingebaut. Die Pointen verrät diese Rezension jetzt aus Rücksicht nicht, damit sie beim Hören wenigstens einmal lustig sind - bevor man sie dann aus der Playlist löschen muss, damit sie einem auf Dauer nicht auf den Zeiger gehen.

Für einen etwas volleren Klang als lediglich mit Akustikgitarre und Schlagzeug hat sich Olli Schulz noch einige Freunde ins Boot geholt, die ihm seine Lieder hier und da mit E-Gitarren, Keyboard oder Effekten angereichert haben. An einigen Stellen schallt sogar eine bekannte Stimme aus dem Backgroundgesang hervor, z.B. Gisbert zu Knyphausen oder Walter Schreifels. Zum Verzerrer für seine eigene Stimme greift Olli Schulz im Song 'Ich Kenn' Da Ein', in dem er sich über selbstdarstellerische Wichtigtuer amüsiert: 'Ey, 'n Freund von mir wohnt in 'ner Wohnung, da hat Iggy Pop früher drin gewohnt. Und dann kenn ich noch 'n Typen, dessen Schwester hat mit David Bowie Hasch geraucht.' Weniger blödelig, sondern vielmehr wie ein Kabarettist klingt er im Titel 'Spielerfrau' - was vielleicht auch an der Bodo Wartke-ähnlichen Klavierbegleitung liegen mag.

Das Konzept, die Live-Atmosphäre annähernd ins Studio zu holen, geht auf. 'SOS' ist ein rohes Olli Schulz-Album, ohne unausgereift zu klingen - ein Album voller kleiner Schulzigramme, die aber trotz oder sogar wegen ihrer unaufwendigen Produktion gerade nicht wie ein schräges Witzchen sofort verpuffen, sondern sich ohrwurmmäßig im Kopf festklammern.


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