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Nightwish -  Imaginaerum     Artist:  Nightwish
    Album:  Imaginaerum
    Label:  Nuclear Blast
    Release:  02.12.2011
   Medium:  Album
    Genre:  Powermetal ausdrucken 
    Autor:  The Wendigo empfehlen/teilen 
 

Nightwish sind irgendwie ein Problemfall. Irgendwer bezeichnete mal die prolligen, nicht wirklich geschmackssicheren, ziemlich peinlich-spießigen Gothics mal als Orsay-Grufts. Zutreffender geht's kaum. Tja und Nightwish haben, wenn man einen Großteil der T-Shirt-Träger auf Konzert betrachtet, wohl lange Zeit Orsay-Metal gemacht. Das ist natürlich unfair, denn Nightwish haben schon immer andere Musik gemacht als die ganze Female-Fronted-Metalsauce, die nach ihnen kam. Aber irgendwie schien die Musik wohl einfach genug gestrickt zu sein, um auch weniger hohen Ansprüchen zu genügen. Und all diejenigen, denen es zu peinlich war mit Nightwish-Shirts herumzulaufen, weil sie eben nicht zu den Orsay-Grufts zählen, schweigen lieber pietätvoll darüber, dass sie Nightwish gut finden.

Mit 'Imaginaerum' muß sich das nicht zwangsweise ändern. Was sich aber ändern muss, ist die neutrale Sicht auf die Musik, die Nightwish machen. Denn musikalisch gesehen ist ihnen mit ihrem neuen Album ein ziemlich interessantes, spannendes, mitunter anspruchsvolles Werk gelungen. Es ist immer noch unverkennbar Nightwish, aber der Stil ist anders als früher. Natürlich sind die Stücke noch immer völlig überladen, wie vom Zuckerbäcker erdacht. Nightwish sind das für die Metalszene, was Schloß Neuschwanstein für die Burgenarchitektur ist: Eine Monstrosität. Aber zumindest auf 'Imaginaerum' eine, die den Fans, die eher hinter vorgehaltener Hand darüber reden, Nightwish zu mögen, den Boden für ihre Zurückhaltung entzieht. Denn Nightwish machen das, was sie hier machen, wirklich gut.

Man könnte diese Scheibe mit einer Mischung aus 'Wasser für die Elefanten' und 'Dr. Parnassus' beschreiben. Nach diesem filmischen Vergleich schreit dieses Album nämlich, da es musikalisch in weiten Phasen eins zu eins wie ein Soundtrack zu einem Zirkusfilm klingt. Stellenweise überdeutlich haben Nightwish zu viel Tim Burton gehört, dazu jede Menge klassische Zirkusmusik, kombiniert mit einer wahnsinnig druckvollen Produktion, die auch die härtesten Drums der Nightwish-Geschichte verzeichnet. So ist beispielsweise 'Scaretale' dynamisch im Aufbau, melodisch, verspielt, eingängig, und trotzdem ziemlich hart.

Natürlich, es gibt auch kitschige Peinlichkeiten, bei denen der Nightwish-Ablehner-und-trotzdem-Fan die Augen verdrehen wird ('The Crow, The Owl And The Dove'‚ 'Turn Loose The Mermaids', 'Slow, Love, Slow'). Aber selbst bei diesen Stücken herrscht eine irgendwie andere Atmosphäre vor als bei dem reinen Zuckerbäckerkitsch vorangegangener Alben. Man orientiert sich stellenweise an Elementen des Celtic Folk, und gerade bei diesen Stücken zeigt sich, dass Nightwish auf 'Imaginaerum' den musikalischen Stil gefunden haben, der am perfektesten zu Anettes Gesang passt. Mit 'I Want My Tears Back' gibt es auch einen der typischen stampfenden Uptempo-Songs, und auch 'Ghost River' haut in diese Kerbe.

Insgesamt, und das gilt vor allem auch für die ruhigen Stücke, wirken die Tracks weitaus düsterer. Die Instrumentierung ist komplex, stellenweise voll beladen, aber nicht ganz so überfrachtet, wie es auf den Tracks der letzten Alben stellenweise wirkte. 'Slow, Love, Slow' kommt als einzig misslungener Track als eine Mischung aus James Bond-Titeltrack, einer Gary Moore-Schnulze und beliebiger anderer Peinlichkeiten daher. 'Rest Calm' dagegen ist Old-School-Powermetal – Nightwish kombinieren mehrere Dutzend Genres, Instrumente, Gesangsstile zu einem Kaleidoskop an Musik, was 'Imaginaerum' zu dem mit Abstand besten Album der Band macht. Passend zum Gesamtkonzept ist der Titeltrack ein rein orchestrales Instrumental. Und 'Scaretale' ist - trotz oder gerade wegen der Tim Burton-Kopie - einfach nur sensationell.


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