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Dimmu Borgir -  Abrahadabra     Artist:  Dimmu Borgir
    Album:  Abrahadabra
    Label:  Nuclear Blast
    Release:  24.09.2010
   Medium:  Album
    Genre:  Blackmetal ausdrucken 
    Autor:  Antal empfehlen/teilen 
 

Das letzte Album 'In Sorte Diaboli' war gut, setzte aber zu sehr auf Sicherheit und klang trotz harter Produktion teilweise etwas zahm und gebremst. Gerade im Vergleich zu den Großtaten der Band - 'Enthrone Darkness Triumphant', 'Puritanical Euphoric Misanthrophia' und 'Death Cult Armageddon' - fehlten der Biss und das gewisse Etwas. Die sehr gute Note, die der Schreiber dieser Zeilen vor mehr als drei Jahren vergab, hatte denn auch viel mit jugendlichem Respekt zu tun vor einer Band, die nach dem nicht ganz gelungenen 'Spiritual Black Dimensions' (1999) einen phantastischen Lauf zu haben schien. Aus heutiger Sicht wäre eine 2- angebrachter gewesen.

Viel ist passiert seitdem: Mayhem-Drummer Hellhammer (sowieso immer nur ein Session-Mitglied) wurde mit ex-Vader-Schlagzeuger Daray ersetzt. Gravierender wog jedoch der recht rüde vollzogene Rausschmiss von Keyboarder Mustis und Bassist und Sänger ICS Vortex (ex-Arcturus, ex-Borknagar). Da konnte man sich schon ein wenig Sorgen machen, denn das Band-Lineup hatte seit 2001 Beeindruckendes geleistet. Shagrath, Silenoz und Galder - nun auch ganz formal der Kern von Dimmu Borgir - wagten den Sprung ins Ungewisse. Statt, wie man hätte vermuten können, sich an der Neueinspielung von 'Stormblast' zu orientieren und den Sound als Trio wieder etwas geradliniger und ursprünglicher zu gestalten, ist 'Abrahadabra' das opulenteste und am aufwendigsten produzierte Werk der Bandgeschichte geworden. Eine Flucht nach vorn, als wöllte man der Welt beweisen, dass ein Rückschlag im Dimmu Borgir-Camp immer vor allem auch ein Schritt auf der Leiter nach oben bedeuten kann.

'Xibir' läutet das Album im Stile von 'Fear And Wonder' mit orchestraler Schwere ein bevor 'Born Treacherous' den Reigen mit scharfkantigen Riffs eröffnet. Schleppende Rhythmik wechselt sich mit schwarzmetallischer Raserei ab, das alles garniert von einer dicken Schicht Orchester-Brimborium. Typisch Dimmu Borgir kann man da sagen - typisch 'Death Cult Armageddon' wäre noch exakter, auch was die Qualität des Songs angeht. 'Gateways', die erste Single, haut in die gleiche Kerbe. Ich hatte zugebenermaßen am Anfang meine Probleme mit diesem Song, vor allem aufgrund der gewöhnungsbedürftigen Vocals von Agnete Kjølsrud - doch dieser Song ist eine echte Wundertüte, der mit jedem Durchlauf wächst, eine Fülle an Ideen bietet und letztlich als echtes Highlight des Album durchgeht. 'Chess With The Abyss' tönt etwas gewöhnlicher, macht aber auch Freude und bietet stellenweise wieder diese griffigen 'Lepers Among Us'-Licks. Hier hört man dann auch zum ersten Mal ICS Vortex-Ersatz Snowy Shaw (Dream Evil, Therion) als Sänger. Allerding muss man schnell feststellen, dass Snowy - was spätestens beim vorletzten Song 'Renewal' deutlich wird - im direkten Vergleich mit seinem Vorgänger kein Land sieht. Viel zu dünn und aufgesetzt klingt der Klargesang; man erwischt sich dabei, sich diese Passagen mit Vortex' hymnischem Organ vorzustellen, was definitv viel besser geklungen hätte. Ohne Vortex hätten sich Dimmu Borgir solche Passagen besser sparen sollen.

Aber wir haben ja auch noch Songs wie 'Ritualist', 'The Demiurge Molecule' und 'A Jewel Traced Through Coal', die ohne eigenartige Stimmlagen auskommen und bei denen Dimmu Borgir die großen Geschütze auffahren um ihre ganz eigene Art von sinfonischem Black Metal zu zelebrieren. Dass es dazu ein vollständiges Orchester und einen Chor braucht, wird gerade im direkten Vergleich mit 'In Sorte Diaboli' (wo dergleichen Klänge aus der Konserve kamen) überdeutlich.

An einigen Stellen verkommt das ganze orchestrale Geschwurbel zum Selbstzweck, das hat bei 'Death Cult Armageddon' etwas besser funktioniert, wo die Sinfonie-Attacken akzentuierter gesetzt wurden. Und bei der Bandhymne 'Dimmu Borgir' wird das ganze dann noch dermaßen durch den Weichspüler gejagt und mit (unbeabsichtigt) zum Schmunzeln animierenden 'Dimmuuu Borgiiiiir'-Chören untermalt, dass es an niedlichen Nightwish-Bombast und Selbstparodie grenzt. Schön, dass es mit dem epischen Schlusstrack, bei dem Kristoffer Rygg von Ulver ein Stelldichein gibt, auch noch einen Ausschlag in die andere Richtung gibt.

Wie ist 'Abrahadabra' also nun zu werten? Das Album ist nicht nur viel epischer, sondern auch eine Spur kantiger und abwechslungsreicher als 'In Sorte Diaboli'. Auf das Podest der Dimmu Borgir-Alben reicht es aber bei aller Mühe und allem Aufwand nicht. Dazu schielt die Band an einigen Stellen dann doch wieder ein bisschen zu sehr in Richtung schnelle Zielankunft. Soll heißen, dass einige Passagen einfach eine Spur zu gefällig und gewöhnlich klingen, um jenseits der beeindruckenden orchestralen Verpackung für Überraschungen zu sorgen. Als Dimmu Borgir-Kenner hat man viele der Breaks und Riffs schon einmal gehört. Das ist für das Hörvergnügen gar nicht mal so schlecht, gerade wenn es so aufwendig inszeniert daherkommt, wie auf 'Abrahadabra'. Aber unter den geschätzten 120 Tonspuren fehlt es ein wenig an songschreiberischer Brillanz und Emotionalität - deshalb ist mehr als ein 'gut' nicht drin.


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