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Oceansize -  Self Preserved While The Bodies Float Up     Artist:  Oceansize
    Album:  Self Preserved While The Bodies Float Up
    Label:  Superball
    Release:  03.09.2010
   Medium:  Album
    Genre:  Progressive Rock ausdrucken 
    Autor:  maximilian empfehlen/teilen 
 

Der Typ steht in seiner ganzen Masse direkt vor Dir. Du musst zu ihm aufschauen. Sein Schatten fällt über Dein Gesicht. Geringschätzig blickt er Dich von oben herab an. Seine Augen ruhen starr auf Deinen. Seine Handknöchel knacken. Mit tiefer, kratziger Stimme spricht er ganz langsam: 'Nur - keine - Angst.' Und wie reagierst Du? Natürlich: Du bekommst Angst.

Denn nur, weil etwas ganz langsam passiert, kann man sich nicht unbedingt einfacher davor retten. Dehnübungen im Sport schmerzen erst richtig, wenn man sie langsam genug macht. Wenn man ein Glas fallen lässt, sieht man es ganz langsam zu Boden stürzen und fühlt sich hilflos, weil man doch nichts tun kann. Und langsam vorgetragene, bedrohlich klingende Töne haben eine Menge Zeit, sich in das Gedächtnis des Hörers einzubrennen und ein schales Gefühl zurückzulassen.

Mit einem solchen langsamen, aber düsteren Stück beginnt 'Self Preserved While The Bodies Float Up', das mittlerweile vierte Album der Band Oceansize aus Manchester. In seinem schleppenden Tempo baut der Opener 'Part Cardiac' eine drückende Unruhe auf. Er klingt nach einer Zeitlupe. Das Schlagzeug beispielsweise rummst mit jedem Schlag sehr kraftvoll und präzise, aber eben langsam. Es entsteht der Eindruck einer unterdrückten Aggressivität. Wenn im Mittelteil die Gitarren lediglich brummen und dort hinein einige wenige Beckenschläge ragen, wirkt dies wie ein nervöses Zucken einer übermächtigen Gewalt, die jeden Moment losbrechen können.

Zu Beginn des zweiten Stücks 'SuperImposer' ist es dann auch so weit. Es gibt tatsächlich kein Halten mehr, wenn Gitarren und Schlagzeug schnell und erbarmungslos losbrettern. Überraschenderweise löst sich dieses Geballer dann allerdings sehr schnell in relativ offene und helle Klänge sowie eine gutmütig singende Stimme auf. Nur noch zwischendurch flackert die anfängliche Härte wieder auf. Zum Schluss überlagern sich die sanfte und die harte Ebene des Songs und verhindern damit, dass 'SuperImposer' als belanglos dahin dümpelnder Song versiecht.

Das folgende 'Bild Us A Rocket Then...' erinnert in den ersten Tönen mit wie wild um sich schlagendem Schlagzeuger und harten, verzerrten Riffs stark an einen Hardcore-Song, der dann aber abrupt in einen verquierlten, schnellen, treibenden Rhythmus umschlägt. Zwischenzeitlich hüllen Oceansize mit sphärischen Gitarren den Klang von Mogwai in ein schnelleres Tempo, indem sie ihn durch ein zappeligeres Schlagzeug als im Original ergänzen.

Noch näher kommen Oceansize dem Sound von Mogwai in den beiden ruhigen Stücken 'Ransoms' und 'A Penny's Weight', wenn sie zum Beispiel ihre Gitarrentöne so schnell anspielen, dass diese durch einen speziellen Effekt zu einer Welle verschwimmen. Der Gesang, den Oceansize im Gegensatz zum Mogwai einsetzen, bildet aber gar kein so abgrenzendes Entscheidungskriterium, wie man meinen möchte. Denn der Gesang von Frontmann Mike Vennart erklingt bei Oceanszice recht dumpf im Hintergrund und vereinnahmt nicht die Musik für sich. Durch die sanfte Frauenstimme im Background-Gesang bei 'A Penny's Weight' wird klar, dass der Einsatz von Gesang für Oceansize dem Klang weitere Tore öffnen, sie aber keinesfalls alleine einrennen soll.

Auf 'Self Preserved While The Bodies Float Up' legen Oceansize eine Liebe für ausufernde Ausklänge ihrer Songs an den Tag. Gleich zwei von insgesamt zehn Stücken auf dem Album holen noch einmal richtig aus, wenn der Zuhörer sie geistig beinahe schon beendet hat. 'Oscar Acceptance Speech' verwandelt ein anfänglich noch dissonant und manchmal sogar arhythmisch klimperndes Piano im Laufe des Songs in ein harmonisches und kostet dies gegen Ende knapp vier Minuten lang in einem Outro aus Piano und Streichern aus. Dieses variiert jedoch für seine lange Dauer zu wenig und verliert deswegen an Anziehungskraft. 'Silent/Transparent' bleibt sechs von achteinhalb Minuten lang ein leises, zurückgenommen instrumentiertes, sachte dahinrollendes Lied, bevor es dann plötzlich in Manier von Explosions In The Sky mit lauten, melodiös gefälligen Gitarren und stampfendem Schlagzeug die Ruhe durchbricht.

Diese Dynamik überträgt sich nach kleiner Verschnaufpause in den folgenden Song 'It's My Tail And I'll Chase It If I Want To'. Die gezupfte Gitarre in dessen halbminütigem Intro ist beinahe gar nicht zu hören - das darauf folgende Schlagzeuggewitter umso deutlicher. Mike Vennart hastet singend über zuckende Rhythmen. Die Gitarren erinnern weiterhin an Explosions In The Sky, während das Schlagzeug nun aber viel mehr aus dem Metal in den Song hinein trägt, sodass er weitaus brachialer erscheint als noch das vorangehende 'Silent/Transparent'.

Diese Ausbrüche markieren die ideale Überleitung zu einem letzten, ruhigeren Song. Oceansize hängen mit 'Pine' und 'SuperImposter' allerdings noch zwei solcher Stücke an und überspannen den Bogen damit leider. In 'Pine' singt Mike Vennart so zart wie möglich, sodass seine Stimme sich passend an die cleanen Gitarren, das streichelnde Schlagzeug und die Streicher anschmiegt. Statt am Ende auszubrechen, entscheiden sich Oceansize in diesem Song dafür, immer weiter in die gefundenen Melodien abzutauchen. Hier könnte nun Schluss sein. Mit 'SuperImposter' folgt aber noch ein Lied, das - ähnlich wie sein schnellerer und lauterer Bruder 'SuperImposer' - an der Grenze zur Eintönigkeit schwebt und deswegen überflüssig wirkt.

Auffällig ist, dass Oceansize die Länge ihrer Stücke im Vergleich zu ihren ersten drei Alben teilweise gehörig heruntergeschraubt haben. Dass 'Self Preserved While The Bodies Float Up' zwischendurch nicht so packend wie die vorangehenden Werke wirkt, steht aber nicht damit im Zusamenhang, da die vergleichsweise kurzen 'Part Cardiac' und 'It's My Tail And I'll Chase It If I Want To' zu den Höhepunkten gehören und das lange 'Oscar Acceptance Speech' nicht über die volle Dauer mitreißen kann. Vielmehr ist es die lauernde Aggressivität, die den Songs von Oceansize zu durchschlagender Wucht verhelfen kann und die ihnen auf dem neuen Album des Öfteren fehlt. Die Handknöchel knacken zu selten.


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