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The Beauty Of Gemina -  At The End Of The Sea     Artist:  The Beauty Of Gemina
    Album:  At The End Of The Sea
    Label:  Danse Macabre
    Release:  26.03.2010
   Medium:  Album
    Genre:  Gothic ausdrucken 
    Autor:  Raivotar empfehlen/teilen 
 

Auf dem letzten The Beauty Of Gemina-Album 'A Stranger To Tears' gab es einen Song, dessen Titel das gegenwärtige Dilemma schwarzer Musikkultur äußerst treffend auf den Punkt brachte: 'The Lonesome Death Of A Goth DJ'. Früher waren Vielfalt und Atmosphäre das Maß aller Dinge in Gothic-Clubs, heute ist es die Schnelllebigkeit. Ein möglichst simpler Beat garantiert maximale Tanzbarkeit, stupide Melodiehäppchen sorgen für den Wiedererkennungswert, und Filmsamples liefern die passenden Parolen für Stücke, in denen Gesang sowieso überflüssig geworden ist. In manchen Clubs wird man vom DJ sogar schon seltsam angeschaut, wenn man sich einen Song wünscht, in dem eine Gitarre vorkommt. 'Nee du, das passt gerade überhaupt nicht rein' - Antwort eines Stuttgarter 'Gothic'-DJs auf die Frage, ob er denn etwas von Diary Of Dreams spielen könne.

Was das mit The Beauty Of Gemina zu tun hat? Nun, in einer Zeit, in der sich die meisten Bands dem Diktat der potentiellen Singles und Clubhits unterwerfen, können einem die Schweizer richtig leid tun. Denn The Beauty Of Gemina sind eine Albumband, offenbar ein Relikt vergangener Zeiten. Die Veröffentlichungen leben nicht von zwei bis drei Krachern, die aus dem restlichen Füllmaterial hervorstechen, sondern erzielen die größte Wirkung, wenn man sie am Stück hört und sich von der Atmosphäre tragen lässt. Das war schon auf den ersten beiden Meisterwerken so, und glücklicherweise weicht Songwriter Michael Sele auch auf dem dritten Album nicht davon ab. 'At The End Of The Sea' ist ein düsterer, vereinnahmender Sog, musikalisch wie textlich ein leidenschaftlicher Trip durch seelische Abgründe.

Vom Anspruch der Perfektion getrieben haben The Beauty Of Gemina ihren Sound noch vielschichtiger gestaltet als auf den Vorgängern. Das große stilistische Wechselspiel zwischen den einzelnen Songs rückt dieses Mal aber ein wenig in den Hintergrund, stattdessen strahlt nahezu jedes Stück eine klangliche Vielfalt aus, die jeden Durchlauf aufs Neue zur Entdeckungsreise macht. Exemplarisch hierfür steht der hymnische Opener 'Dark Rain'. Seiner fesselnden Gitarrenarbeit räumt Michael Sele noch mehr Platz ein - eine weise Entscheidung, wie das hypnotische 'Sacrificed To The Gods' und das deutlich vom Old-School-Goth-Rock inspirierte 'End Of All' demonstrieren.

Das auffälligste Markenzeichen der Band ist aber nach wie vor Seles markanter Gesang, der mit einem hohen Maß an Monotonie den größtmöglichen emotionalen Effekt erzielt und sich beständig ins Unterbewusstsein des Hörers frisst. Vor allem verstörende Stücke wie 'Obscura' oder 'Fortune Tellers Dream' leben von diesen musikalischen Psycho-Spielchen. Dass der Frontmann aber auch mit melodiöserem Gesang zu großartigen Leistungen im Stande ist, beweist das zauberhafte 'Rumours' und die beklemmende Ballade 'Endless Sleep'.

Einfach machen es The Beauty Of Gemina dem ohrwurmverwöhnten Hörer nach wie vor nicht; einen Zugang zum eigenwilligen Stil der Schweizer zu finden ist zweifellos mit einer gewissen Anstrengung verbunden - bester Beweis ist der Filmscore-artige Schlussepos 'La Mer / Rhythme éternel'. Gönnt man dem 66-minütigen Werk aber die nötigen Durchläufe, wird 'At The End Of The Sea' zum Dauerrotierer. Reich werden The Beauty Of Gemina mit dieser Art Musik sicher nicht. Eine Kultband aber allemal.


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