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Rammstein -  Liebe Ist Für Alle Da     Artist:  Rammstein
    Album:  Liebe Ist Für Alle Da
    Label:  Universal
    Release:  16.10.2009
   Medium:  Album
    Genre:  Metal ausdrucken 
    Autor:  The Wendigo empfehlen/teilen 
 

Achja, Rammstein. Für die einen hirnlose Provokateure, die nur von den bildungsfernen Schichten zwischen Hellersdorf und Hoyerswerda geschätzt werden, für die anderen einfach nur geile, laute Mucke zum Abschädeln. War vor fünf Jahren noch das Gerücht von Auflösung der Band am Kochen, so wurde mit dem Quasi-Doppel-Album 'Reise,Reise' und 'Rosenrot' gekontert. Danach war lange Ruhe um die Band, lediglich das qualitativ interessante, aber leider nicht sonderlich erfolgreiche Seitenprojekt von Richard Kruspe - Emigrate - zeigte, dass die Herren wohl noch am Leben sind.

Nun also, nach vier Jahren Pause, musste wohl die besonders derbe Werbetrommel herhalten, um Rammstein und ihre Fleischgewehre wieder in aller Munde zu bringen. Das Single-Release von 'Pussy' inklusive dem dazu gehörenden Pornovideo sowie einer an derber Geschmacklosigkeit kaum zu überbietenden Werbekampagne haben jedenfalls genau das erreicht. Die Welt zerreisst sich die Mäuler darüber, wo Kunst, Kritik und Geschmack aufhören und wo Perversität um der Perversität willen anfängt. Rammstein jedenfalls hat das natürlich jede Menge Aufmerksamkeit beschieden, was kurz vor dem Release eines neuen Albums wohl der einzige Gedanke dahinter war.

Kommen wir aber nun zum neuen Album 'Liebe ist für alle da'. Denjenigen (wie der Rezensent) die 'Pussy' einfach nur dämlich finden, sei gesagt: Die Single ist der mit großem Abstand allerschwächste Song auf dem Album. Nicht nur, dass Herr Lindemann bitte das Englischsingen unterlassen sollte, der Song ist auch sonst an Primitivität kaum zu unterbieten.

Musikalisch geht das Album sonst glücklicherweise wieder in die frühe Richtung zwischen 'Herzeleid' und 'Mutter', den beiden immer noch besten Alben der Band. Sehr viel härter, sehr viel besser produziert, und Lindemann lässt glücklicherweise wieder das 'R' tief und böse rollen. Zwar ist der Geschichtenonkel-Gesang von 'Rosenrot' auch auf dem neuen Album hier und da noch vertreten ('Mehr'), aber in den besseren Songs wird wieder rauh und derb gegrölt. Besser so!

Die beiden Balladen reichen leider nicht an das grandiose 'Ohne Dich' heran, aber zumindest 'Frühling in Paris' kann halbwegs überzeugen. Das abschließende 'Roter Sand' hingegen ist einfach nur öde und Herumgepfeife nervt in Rocksongs spätestens nach dem zweiten Hören.

Thematisch greifen Rammstein wieder in die tiefsten Kisten, derer sie habhaft werden konnten. Das reicht vom Sextourismus in 'Pussy' über die Jagd in 'Waidmanns Heil' hin zu Duellen in 'Roter Sand' und dann bis zu Natascha Kampusch in 'Wiener Blut' - eben alles was irgendwie provokant verwurstet werden kann. Bei 'Frühling In Paris' wird dann so dermaßen mit Klischees um sich geworfen, dass es eine helle Freude ist, inklusive einem 'Je ne regrette rien'-Plagiat. Da darf sich dem Freund von echter Chanson-Kunst schonmal der Magen umdrehen.

Endlich beginnt ein Stück von Rammstein mal mit Blechbläsern, das mußte ja irgendwann sein, und 'Waidmans Heil' ist dann auch gleich noch richtig gut gelungen. Falls es dazu mal ein Video geben wird, dürften die Vegetarier dieser Nation garantiert dagegen Amok laufen...

'Ich Tu Dir Weh' - na da kann sich jeder denken, worum es geht, der Song greift auch wieder den typischen Rammstein-Sound von 'Mutter' auf. Das etwas sperrige Titelstück sowie 'Mehr' laufen leider nur unter Füllmaterial.

An anderer Stelle greifen Rammstein auch in die deutsche Chanson-Vergangenheit. Beim Highlight des Albums 'Haifisch' jedenfalls wird stark in Richtung Bertolt Brecht gewunken. Ohnehin haben Rammstein hier wohl das Highlight ihrer textlichen Qualitäten erreicht, mit 'Und der Haifisch, der hat Tränen / und die laufen vom Gesicht / doch der Haifisch lebt im Wasser / so die Tränen sieht man nicht. / In der Tiefe ist es einsam / und so manche Zähre fließt / und so kommt es, dass das Wasser / in den Meeren salzig ist' schaffen die Herren es tatsächlich, poetisch zu sein. Das mag Freunden von intellektueller Musik zwar immer noch primitiv erscheinen, aber für Rammstein'sche Ansprüche gefällt dies sehr, und die pauschale Verurteilung von Rammstein durch die Feuilletons dieser Nation würde selbst höchste Qualität nicht ändern. Kaum jemand ist so scheuklappenbehaftet wie (pseudo-)intellektuelle Musikfreunde.

Damit allerdings haben Rammstein kein Problem, wer den Opener 'Rammlied' hört, freut sich einfach nur, dass es lärmt - und dass Rammstein immer noch ein augenzwinkerndes Selbstverständnis haben. Bei den Highlights des Albums - 'Rammlied', 'Waidmanns Heil' und 'Haifisch' - kann man nur sagen: Leiht Euer Ohr einer Legende!!


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Ist doch immer wieder das Gleiche...

von Jack_D (15.10 | 15:12)

Das hängt von der Sichtweise ab. Es ist definitiv NICHT das gleiche wie auf Rosenrot... und das ist auch gut so....

von The Wendigo (15.10 | 18:33)
 
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