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Porcupine Tree -  Fear of a blank Planet     Artist:  Porcupine Tree
    Album:  Fear of a blank Planet
    Label:  Roadrunner
    Release:  13.04.2007
   Medium:  Album
    Genre:  Progressive Rock ausdrucken 
    Autor:  Deadwing empfehlen/teilen 
 

''Sunlight coming through the haze / No gaps in the blinds to let it inside / The bed is unmade, some music still plays''

Sie sind großartig darin, Stimmungen aufzubauen. Vorzugsweise Melancholie mit einem Schuss Aggression, die meistens aus den Texten hervorgeht. Steven Wilson hört man nie schreien. Er wirkt manchmal, als habe er zuviel Respekt vor der Musik, vor dem kleinen Mikrokosmos, den jeder Porcupine Tree-Song darstellt, als dass er sich in den Vordergrund drängen würde. Und auch 15 Jahre nach ihrem ersten Album sind sie unverkennbar – bis auf eins: Die Band ist älter geworden, die Songs strukturierter, gitarrenlastiger. Das neue Album ''Fear of a blank Planet'' zählt sechs Songs in 50 Minuten. Es ist – rein textlich gesehen – die bislang offensivste Platte der Band und handelt von der Perspektivlosigkeit unserer heutigen XboX-Generation. Da steckt grundsätzlich ziemlich viel Potential drin. Auch wenn es darum geht, als Oberlehrer da zu stehen.

''How can I be sure I'm here? / The pills that I've been taking confuse me / I need to know that someone sees that / There's nothing left, I simply am not here''

Wie bei einem Album mit sechs Songs und 50 Minuten Spielzeit nicht anders zu erwarten, ist ''Fear of a blank Planet'' näher am Progressive-Rock als frühere Werke der vier Engländer. Der Titelsong beginnt mit dem Geräusch einer Computertastatur, einem Geräusch aus dem Alltag. Man kennt es. Und dann fängt Wilson an, mit seiner Stimme diesen Alltag in wundersame Trostlosigkeit einzukleiden. Da geht es um Jugendliche, die ihr Leben verpassen, weil sie den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzen, weil sie Drogen nehmen, auf Anti-Depressiva sind, sich nicht um ihr Leben kümmern, auf die Schule scheißen. Um verpasste Chancen, um Kommerzialisierung des Lebens, Wut, Unlust, Sex, Ausweglosigkeit. Selbstmord. Eine ganze Palette an negativen Gedanken wird hier präsentiert. Mahnend, aber nicht mit erhobenem Zeigefinger. Offensiv und direkt, aber nicht plakativ. Porcupine Tree wollen nicht belehren, sie wollen nur auf etwas aufmerksam machen.

''I'm watching TV / But I find it hard to stay conscious / I'm totally bored / But I can't switch off''

Wer fühlt sich da heutzutage nicht angesprochen bei Themen wie TV- oder Internet-Abhängigkeit? Wilson, der laut eigener Aussage selbst kaum zehn Minuten ruhig sitzen kann, ohne dass er das Bedürfnis verspürt, seine eMails zu checken, sieht sich da nicht als Ausnahme. Aber die Platte beweist auch, dass die Technologisierung gute Seiten hat: E-Gitarren nämlich. Auf ''Fear of a blank Planet'' sind sie mal schnell, mal langsam, mal verträumt, mal heftig. Schon der Titelsong des Albums beinhaltet das alles: Treibend und hektisch bäumt er sich auf und endet schließlich in einem astrein groovenden Riffgewitter. Und was Gavin Harrison mit seinem Schlagzeug zu Beginn des fast 18-minütigen (!) ''Anesthetize'' abliefert, ist vielleicht nicht komplex, aber in seiner atmosphärischen Wirkung kaum in Worte zu fassen. Gerade bei diesem Monstrum von Song hört man das perfekte Zusammenspiel der Engländer. Die Instrumente laufen aufeinander zu, umspielen einander, ufern aus, finden einander wieder und ergänzen sich in jedem einzelnen Ton. Klasse!

''We're lost in the mall / Shuffling through the stores like zombies / What is the point? / What can money buy?''

Trotz allem Lob für die technische Perfektion, hat man manchmal den Eindruck, dass hauptsächlich eben diese im Vordergrund steht. Sie trifft sehr oft die Stimmung der Texte und überwältigt – überlagert aber auch manchmal deren Aussage. Ob sich Porcupine Tree jetzt selbst so cool vorkommen, dass die kommenden Alben in Bombastgewichse untergehen, darf aber bezweifelt werden. ''Fear of a blank Planet'' ist unterm Strich nichts weiter als ein außergewöhnlich gutes, meisterhaft gespieltes und sauber produziertes Progressive-Album. Möglicherweise eines der besten in den letzten Jahren. Es ist traurig, wütend, anspruchsvoll und tiefgehend. Und man sieht seinen Alltag danach mit anderen Augen.
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Artikel:
- Porcupine Tree & Anathema - Der Stachelschweinbaum mit dem Kirchenbann

Rezensionen:
- Stupid Dream
- Lightbulb Sun
- Deadwing
- Fear of a blank Planet
- Nil Recurring
- The Incident


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