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Mit ihrem bereits dritten Album legen uns die Norweger ein Album hin, was kaum hätte besser werden können. Denn mit "The Silent Epidemic" beweisen Insense, dass nicht nur Blackmetal aus dem hohen Norden kommt, sondern dass da auch wunderbarer Metalcore gespickt mit Deathmetal-Parts fabriziert werden kann. Von dieser Metalcore-Welle, die momentan kaum ein Ende findet, schaffen es Insense aber trotzdem sich hervorzuheben, da sie es geschafft haben ihren Songs das gewisse Etwas zu geben, was vielen anderen fehlt.
Allein schon der Opener "Welcome Whore" rollt langsam aber spürbar an und jeder weiß sofort, dass hier gleich die Hölle los geht. Wenn Sänger Tommy Hjelm mit voller Kraft ein "WHORE" ins Mikro brüllt, ist das so, als würde man von einem Faustschlag mitten in den Magen getroffen und man würde trotzdem lächelnd nach mehr fragen. Wer jetzt allerdings glaubt Tommy würde aus dem Grunzen nicht mehr rauskommen, der irrt, denn er lässt seine Stimme elegant zwischen harten Shouts und sanftem Gesang variieren, wobei er von Bassist Ola Hana tatkräftig unterstützt wird. Diese Variationen lassen sich am besten beim recht ruhigen "Deeper Nail" zeigen. Ein weiterer empfehlendswerter Song ist "Yearning", der zu Beginn mit einem Drumming à la Sepultura und harten Riffs aufwartet, dabei vollständig ohne Text auskommt, um dann in der Mitte des Songs quasi nach Luft zu schnappen. Es wird völlig ruhig, ja sogar einige Pianoklänge sind zu hören und dann hat Tommy wohl genug Energie gesammelt, um mit schmerzverzerrter Stimme sein Leid kund zu tun.
Des Weiteren ist "The Worst Is Yet To Come" wärmstens zu empfehlen. Die Riffs die zu Beginn des Songs in die Saiten geschlagen werden gehen so gut ins Ohr und verlassen einen mit ihrem geilen Groove auch nicht mehr so schnell. Gepaart mit den Hardcore-ähnlichen Shouts ist dies ein Garant für tobende Moshpits. Energie pur wird einem bei "175.000" entgegengeschleudert, wobei die hämmernden Drums von Truls Haugen in einem schicken Rythmus ständig antreiben umherzumoshen. Natürlich hat auch der Titelsong einiges zu bieten. Er startet mit einem langen und pompösen Intro, was etwas an "Imperium" von Machine Head erinnert, mündet dann in einem Chaos aus Death und Metalcore, das richtig in Mark und Bein geht.
Mit dieser durchweg genialen Scheibe, die, je öfter man sie hört, besser und besser wird, ist Insense ein Werk gelungen, mit dem sie sich definitiv nicht verstecken brauchen, sondern hoffentlich bald unsere Bühnen stürmen werden.
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