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Arch Enemy -  Doomsday Machine     Artist:  Arch Enemy
    Album:  Doomsday Machine
    Label:  Century Media
    Release:  22.08.2005
   Medium:  Album
    Genre:  Deathmetal ausdrucken 
    Autor:  Espirita empfehlen/teilen 
 

Mit den Werken "Black Earth" (1996), "Stigmata" (1998) und "Burning Bridges" (1999) konnte die Band um Gründer, Gitarrist und Songschreiber Michael Amott bereits erste Erfolge feiern. Die technische Virtuosität der Gitarren-Duelle und der bislang einmalige Mix aus Melodik und Aggression erweckte vielerorts Aufsehen. Mit "Wages Of Sin" erweiterte man 2002 mit Hilfe der Ausnahme-Sängerin Angela Gossow und ihrer überweltigenden Stimmgewalt das Klangbild deutlich. Mit ihrem 2003er Wutfetzen "Anthems Of Rebellion" gelang den Melodic Death Metallern dann der musikalische Durchbruch, zumindest in den USA. Von Andy Sneap produziert und gemixt und schnell als Meisterwerk gefeiert, erreichte "Anthems Of Rebellion" die bis dato höchsten Absatzzahlen eines Century-Media-Acts in der ersten Verkaufswoche in den USA, wurde weltweit von der Presse gefeiert, erweiterte die Fanbase und sicherte den Jungs um Frontfrau Angela Gossow eine Position auf dem diesjährigen US-Ozzfest.

Und auch, wenn "Doomsday Machine" weitaus melancholischer und schwerer zu Werke geht, so steht dennoch dem Anschluss an Vorgängerwerke nichts im Wege. Arch Enemy liefern, wie sollte es auch anders sein, einmal mehr ein starkes und souveränes Melodic Metal-Album ab. Vielleicht sogar eines ihrer stärksten bisher. Von der Gitarren-Magie der Amott-Brüder Michael und Christopher geprägt, zeigt sich "Doomsday Machine" in einer dunklen Endzeitstimmung, erfüllt von abgrundtiefem Hass.

Sofort ins Hirn donnern die Ausnahmesongs "Nemesis", gespickt von irrwitzigen Frickeleskapaden und genialen Wahnsinnsriffs, "Carry The Cross", eine bitterböse Midtempowalze mit dem Beigeschmack einer doomig-düsteren Metalhymne, und "I'm A Legend/Out For Blood", welcher mit Blastbeat-Einlagen sogar etwas Black Metal-Flair versprüht. Mit aller Gewalt fressen sich diese, schneller als einem lieb ist, als metallische Ohrwürmchen in alle Windungen. Während die Amotts wie gewohnt brillieren, verzeichnet wohl Drummer Daniel Erlandsson, mit seiner abwechslungsreichen und versiert-überzeugenden Trommel-Arbeit, den größten Sprung in seiner musikalischen Entwicklung. Dass die Produktion ebenfalls einen Schritt nach vorn gemacht hat, ist Andy Sneap und Rickard Bengtsson zu verdanken, die "Doomsday Machine" den vielleicht bisher gelungensten Anstrich eines Arch Enemy-Albums verpassten.
Das allgemein etwas gedrosselte Tempo und der verstärkt in Richtung Gesang tendierende Einsatz Gossows Stimme stehen dem Quintett (Angela Gossow – vocals, Michael Amott – lead guitars, Christopher Amott – lead guitars, Sharlee D’Angelo – bass und Daniel Erlandsson – drums) außerdem gut zu Gesichte.

"Doomsday Machine" zeigt sich als schwarz-bepinselter Hassklumpen, dem man erst auf den zweiten Blick alle filigranen Finessen ansieht. Schwer und anmutig wird dieser wohl eine Weile nicht umzustoßen sein.
Sich und dieses Werk zu toppen, dürfte den Enemies aber schwer fallen, da während der Aufnahmen mit Christopher Amott leider ein essenzieller Teil der Band ausgestiegen ist.


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